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DIW kritisiert Vereinbarung zwischen Air Berlin und Lufthansa

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 1 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat mit deutlicher Kritik auf die Vereinbarung zur Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin durch Lufthansa reagiert. "Mit dem nun besiegelten Verkauf großer Teile der insolventen Air Berlin an die Lufthansa wurde die Chance vertan, den deutschen Luftverkehrsmarkt zugunsten des Wettbewerbs und damit der Kundinnen und Kunden neu zu ordnen", monierte DIW-Unternehmensexperte Tomaso Duso.

Vor allem auf einigen innerdeutschen Strecken, etwa Köln-München oder Berlin-Frankfurt, dürfte nun "nahezu ein Monopol entstehen, weil es größtenteils Airlines aus dem Lufthansa-Konzern sein werden, die diese Strecken künftig bedienen". Damit seien Preissteigerungen zu befürchten. "Der ganze Verkaufsprozess hätte anders ablaufen müssen", bemängelte Duso. Die Vorfestlegung auf die Lufthansa als größten Käufer sei für den Wettbewerb alles andere als gut gewesen. "Damit hat die Bundesregierung den Kundinnen und Kunden einen Bärendienst erwiesen."

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/brb

END) Dow Jones Newswires

October 12, 2017 11:33 ET ( 15:33 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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