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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.06.2020 - 17.00 Uhr

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
ROUNDUP 3/Dicke Überraschung: US-Arbeitslosigkeit sinkt trotz Corona-Krise

WASHINGTON - Die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den USA hat im Mai extrem positiv überrascht. Trotz Corona-Krise und entgegen den Markterwartungen ist die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt gefallen. Zudem bauten die Unternehmen wieder Beschäftigung auf, nachdem sie im Vormonat massiv Stellen gestrichen hatten. Die Finanzmärkte reagierten mit starken Ausschlägen auf die Daten.

Opec+ soll am Wochenende über weitere Ölkürzung verhandeln

MOSKAU/WIEN - Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner wollen Medienberichten zufolge am Samstag über weitere Kürzungen der Fördermengen nach dem Ölpreisverfall verhandeln. Das meldete die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf Quellen im Energieministerium in Moskau am Freitag. Demnach wird eine Verlängerung der bisherigen Vereinbarungen um mindestens einen Monat verhandelt. Es werde eine "lange und schwierige Nacht", hieß es.

ROUNDUP/ Bundesbank: Nach Konjunktureinbruch schon 2021 deutliche Erholung

FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank bereits im kommenden Jahr vom herben Einbruch infolge der Corona-Pandemie erholen. Der konjunkturelle Ausblick falle auch dank der massiven staatlichen Hilfsmaßnahmen nun spürbar günstiger aus, erklärte die Notenbank am Freitag. Für das laufende Jahr sei allerdings mit einer tiefen Rezession zu rechnen: Die Notenbank hält in ihrer aktuellen Prognose einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,1 Prozent im Jahr 2020 für wahrscheinlich. In der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent gesunken.

ROUNDUP/Deutschland: Industrieaufträge brechen deutlicher ein als befürchtet

WIESBADEN - Die Corona-Krise hat die deutsche Industrie mit voller Wucht erfasst: Der Auftragseingang brach im April noch stärker ein als erwartet. Die Aufträge seien im Monatsvergleich um 25,8 Prozent abgesackt, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 19,9 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge um revidierte 15,0 Prozent (zunächst: 15,6 Prozent) Prozent gefallen.

ROUNDUP 2: Bürgerrechtler verklagen Trump - 'Marsch auf Washington' angekündigt

WASHINGTON - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd im Zuge eines brutalen Polizeieinsatzes erhöhen Bürgerrechtler in den USA den Druck auf Präsident Donald Trump. Die Organisation ACLU verklagte seine Regierung vor einem Bundesgericht in Washington wegen des harten Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Teilnehmer einer Demonstration gegen Polizeigewalt und Rassismus vor dem Weißen Haus. Bei einer bewegenden Trauerfeier für Floyd in Minneapolis kündigte Bürgerrechtler Al Sharpton in Anlehnung an eine legendäre Kundgebung von Martin Luther King im Jahre 1963 zudem für August einen neuen "Marsch auf Washington" an, um gegen Diskriminierung zu protestieren.

ROUNDUP: Zahl der Neuinfektionen in Deutschland weiterhin gering

BERLIN - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist leicht gestiegen - bewegt sich aber weiter auf verhältnismäßig niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten 507 neue Fälle binnen eines Tages, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Am Vortag waren es 394 Neuinfektionen gewesen. Schleswig-Holstein meldete am Freitag keine einzige neue Infektion. Das war in den vergangenen Tagen auch in anderen Bundesländern vorgekommen.

GESAMT-ROUNDUP/Mehrwertsteuer-Wettstreit: SPD-Fraktionschef trotzt der Kanzlerin

BERLIN - Kaum ist das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket zur Heilung der Corona-Wunden fertig, werden die Wünsche nach einem Nachschlag immer lauter. Trotz des Vetos von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm die Debatte um eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung auch am Freitag kein Ende. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hält eine Verlängerung über das Jahresende hinaus durchaus für denkbar. "Man kann in der jetzigen Situation gar nichts ausschließen", sagte er im Deutschlandfunk. Erst in den kommenden Wochen werde man wissen, welche Anreize gewirkt haben.

ROUNDUP: US-Senatoren wollen Nord-Stream-2-Sanktionen ausweiten

WASHINGTON - US-Senatoren der Republikaner und der Demokraten wollen die Fertigstellung der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 mit einer Ausweitung der US-Sanktionen gegen das Projekt verhindern. Die Senatoren Ted Cruz (Republikaner) und Jeanne Shaheen (Demokraten) sowie drei ihrer Kollegen legten am Donnerstag (Ortszeit) einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Sowohl US-Präsident Donald Trump aus auch seine Republikaner und die Demokraten in beiden Kammern des Kongresses wollen die Gaspipeline auf den letzten Metern noch stoppen. Die USA argumentieren, Deutschland begebe sich damit in Abhängigkeit von Russland.

Barnier: Keine wesentlichen Fortschritte in Verhandlungen mit London

BRÜSSEL - Auch die wichtige vierte Verhandlungsrunde nach dem Brexit hat keinen Durchbruch für ein Abkommen der Europäischen Union mit Großbritannien gebracht. Dies teilte EU-Unterhändler Michel Barnier am Freitag mit. "Es ist meine Verantwortung, die Wahrheit zu sagen", sagte der Franzose. "Es gab in dieser Woche keine wesentlichen Fortschritte."

Türkei: Erdogan sagt Ausgangssperre über Wochenende wieder ab

ISTANBUL - Nach Protesten aus der Bevölkerung hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine gerade erst für das Wochenende verkündete Ausgangssperre wieder abgesagt.

Spanien: Industrieproduktion bricht wegen Corona stärker ein als erwartet

MADRID - Die spanische Industrieproduktion ist im April noch stärker eingebrochen als erwartet. Die Produktion fiel belastet durch die Corona-Krise um 21,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 9,5 Prozent gerechnet.

'Wirtschaftsweise' korrigieren Konjunkturprognose nach unten

BERLIN - Die sogenannten Wirtschaftsweisen werden ihre im März aufgestellte Konjunkturprognose für Deutschland angesichts der inzwischen größeren Ausmaße der Corona-Pandemie nach unten korrigieren. Das kündigte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe an. "Der Lockdown hat länger gedauert, und die Außenwirtschaft wird härter getroffen als erwartet. Vor allem im Hinblick auf die USA waren wir deutlich zu optimistisch", sagte der Freiburger Wirtschaftsprofessor.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/bgf


Quelle: dpa-AFX
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