DAX ®12.430,88+0,85%TecDAX ®2.816,83-0,28%Dow Jones26.743,50+0,32%NASDAQ 1007.531,07-0,50%
finanztreff.de

DZ BANK – EUR/USD: Rekordhoch feiert Zehnjähriges

| Quelle: DZBANK | Lesedauer etwa 9 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Werbung

  • Handelsstreit drückt Stimmung in der Industrie
  • USA sind größter Abnehmer von EU-Waren
  • Anlageidee: Mini-Future Short auf den EUR/USD

Das Expertenwissen: chronisches US-Handelsdefizit

In den vergangenen Wochen haben sich die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, aber auch zwischen den USA und dem Euroraum verschärft. Im gleichen Zuge nahmen die Sorgen vor einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Konjunktur zu, sollte der Konflikt weiter eskalieren. Diese Befürchtungen spiegeln sich in einigen Frühindikatoren wider. Beispielsweise hatten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juni merklich von -8,2 auf -16,1 Punkte verringert. Das war der schlechteste Wert seit September 2012.

Auch in der Eurozone hat sich die Stimmung in der Industrie deutlich eingetrübt. Der IHS Markit Einkaufsmanagerindex für die Industrie markierte im Juni ein 18-Monatstief. Bereits seit dem Jahreswechsel hat sich das Wachstum der Industrie kontinuierlich abgeschwächt, was auf die verringerten Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang zurückzuführen war. „Am besorgniserregendsten“ bewerteten die Markit-Analysten jedoch die starke Abschwächung des Exportneugeschäfts seit Jahresbeginn und befürchten zudem, dass sich diese Entwicklung fortsetzen könnte. Die befragten Unternehmen zeigen sich demnach zunehmend besorgt über die Auswirkungen von Zöllen und Handelskrieg.

Ursache der neuen Bestrebungen der USA nach einem stärkeren Protektionismus ist das chronische Defizit in der US-Handelsbilanz. 2017 hatten die USA Waren im Umfang von 807,5 Mrd. US-Dollar mehr eingeführt als exportiert. Die größte Lücke (375,6 Mrd. US-Dollar) gab es dabei mit dem Handelspartner China. Das Defizit mit der EU lag bei 151,4 Mrd. US-Dollar. Den Bärenanteil daran hat Deutschland mit fast 64 Mrd. US-Dollar.

Für die EU sind die Vereinigten Staaten der größte Handelspartner bei den Exporten und der zweitgrößte bei den Importen. 2017 lieferte die EU Waren im Umfang von 375,5 Mrd. Euro in die USA. Gemessen an den gesamten EU-Exporten von etwa 1.879 Mrd. Euro entspricht dies einem Anteil von 20%. Zweitgrößter Handelspartner in Sachen Exporten ist China mit einem Anteil von etwa 11%. Die Importe aus den USA summierten sich auf 255,5 Mrd. Euro und damit auf knapp 14% aller EU-Einfuhren. Einen größeren Anteil hat nur China mit mehr als 20%.

Im internationalen Handel eine wichtige Rolle spielen die Wechselkurse, also die Preise, zu denen zwei Währungen ausgetauscht werden. Vereinfacht ausgedrückt gilt dabei: Für den Exporteur bietet eine Schwäche der eigenen Währung einen Wettbewerbsvorteil, weil dadurch die ausgeführten Produkte relativ günstiger sind. Bei der Betrachtung der geschäftlichen Perspektiven der Unternehmen in der EU, die stark von ihren Exporten abhängen, werden daher naturgemäß die Entwicklungen auf den Devisenmärkten berücksichtigt. Hierzulande einen besonders großen Stellenwert hat der Wechselkurs Euro/US-Dollar, da die USA der zweitgrößte Handelspartner außerhalb der Eurozone sind.

Die Lage: langfristig intakter Abwärtstrend

Vor fast genau zehn Jahren, im Juli 2008, markierte der Euro gegenüber dem US-Dollar mit mehr als 1,60 US-Dollar seinen bisherigen Rekord. Seither hat sich im übergeordneten Bild ein langfristiger Abwärtstrend gebildet. Der Tiefpunkt wurde im Januar 2017 mit weniger als 1,04 US-Dollar erreicht. Ausgehend von diesem Mehrjahrestief, es war das niedrigste Niveau seit Januar 2003, bildete sich ein dynamischer Anstieg, der den Euro bis in den Februar dieses Jahres hinein auf mehr als 1,25 US-Dollar und damit in die Nähe der langfristigen Abwärtstrendlinie führte, die aus der Verbindung des Allzeithochs sowie des Zwischenhochs von Mai 2014 resultiert. Die Abwärtstrendlinie erwies sich einmal mehr als Widerstand, woraufhin der Euro einen weiteren Abwärtsimpuls startete. Im Zuge des Abwärtsimpulses fiel der Euro im Mai dieses Jahres unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung von Januar 2017 bis Februar 2018 und erreichte damit gleichzeitig die massive Unterstützung im Bereich von 1,1555 US-Dollar.

Die Perspektive: Gegenbewegung bietet Trading-Chance

Wir gehen davon aus, dass das Währungspaar EUR/USD im Zuge der seit Ende Mai laufenden Konsolidierung noch eine Gegenbewegung bis in die Region von 1,20 US-Dollar ausbilden könnte. Hier befinden sich das 50%-Retracement (1,2033 US-Dollar) des aktuellen Korrekturimpulses sowie der 200-Tage-EMA bei 1,1983 US-Dollar. Beides zusammen erachten wir als markanten Widerstandsbereich, an dem der Euro seine vorangegangene Abwärtsbewegung gegenüber dem US-Dollar wieder aufnehmen sollte. Vor dem Hintergrund des im übergeordneten Bild langfristig intakten Abwärtstrends könnte der Bereich um 1,20 US-Dollar somit eine interessante Gelegenheit für einen Short-Einstieg bieten, um trendfolgend an einem weiteren Rückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar zu partizipieren. Das erste Kursziel bildet u.E. dann der Bereich um 1,15 US-Dollar. Ein Stop-Loss bietet sich in diesem Szenario knapp über der Marke von 1,216 US-Dollar an.

Sollte der Euro bereits an dem Widerstandsbereich um 1,18 US-Dollar nach unten abprallen und anschließend unter 1,15/1,1448 US-Dollar zurückfallen, ist mit einer unmittelbaren Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends in Richtung 1,1187 US-Dollar zu rechnen.

Die Anlageidee: Mini-Future Short auf EUR/USD

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Short auf den Basiswert EUR/USD die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Währungspaares gehebelt nach. Auf den Basiswert EUR/USD stehen Anlegern verschiedene Mini-Future Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Short mit einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 1,2202 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es zu hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Mini-Future: Im Gegensatz zu Turbos sind bei Mini-Futures Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch. Berührt der Kurs des Basiswerts die im Voraus definierte Knock-Out-Barriere, kann die Emittentin nach billigem Ermessen den Mini-Future fällig stellen und innerhalb einer Bewertungsfrist einen noch vorhandenen Restbetrag errechnen und dem Zertifikateinhaber auszahlen. Dadurch kann ein Totalverlust vermieden werden. Trotz dieser „Stop-Loss“-Einrichtung kann es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen.

Stand: 11.07.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Mini-Future Short 1,2202 open end: Basiswert EUR/USD

DD7NEJ
4,95 4,96 4,87% Basiswertkurs: 1,17215 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: FX and PM, 17:46:28
Basispreis 1,2302 USD Abstand zum Basispreis in % 5,00%
Knock-Out-Barriere 1,2202 USD Abstand zum Knock-Out in % 4,14%
Hebel 19,96x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 100,00

Wenn Sie regelmäßig Informationen von der DZ BANK erhalten möchten, so können Sie sich kostenos zu den verschiedenen Veröffentlichungen rund um Trading und Geldanlage anmelden:

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals (Totalverlust) ist möglich. Sie sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der DZ BANK ausgesetzt (Emittentenrisiko).

Die Informationen richten sich ausschließlich an Personen, die ihren Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr DZ BANK Sales Team

Kontakt
DZ BANK AG
+49(0)69-7447-7035
wertpapiere@dzbank.de
www.dzbank-derivate.de

Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de (Rubrik Produkte)) veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Das von der DZ BANK AG für dieses Produkt erstellte Basisinformationsblatt kann in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abgerufen werden, solange dieses Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Die vollständigen Angaben zu dem DZ BANK Produkt, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können dem maßgeblichen Prospekt entnommen werden.

Rechtliche Hinweise:
Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument ist durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch TraderFox im Auftrag der DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

Impressum

Herausgeber:
DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main,
Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 7447 - 01
Telefax: + 49 69 7447 - 1685
Homepage: www.dzbank.de
E-Mail: mail@dzbank.de
Vertreten durch den Vorstand: Wolfgang Kirsch (Vorstandsvorsitzender),
Uwe Berghaus, Dr. Christian Brauckmann,
Ulrike Brouzi, Wolfgang Köhler, Dr. Cornelius Riese,
Michael Speth, Thomas Ullrich
Generalbevollmächtigter/General Executive Manager: Uwe Fröhlich
Aufsichtsratsvorsitzender: Henning Deneke-Jöhrens
Sitz der Gesellschaft: Eingetragen als Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main,
Amtsgericht Frankfurt am Main, Handelsregister HRB 45651
Aufsicht: Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt
am Main wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
und die Europäische Zentralbank (EZB) beaufsichtigt.
Umsatzsteuer Ident. Nr.: DE114103491
Sicherungseinrichtungen: Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-
Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main ist der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung
GmbH und der zusätzlich freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverband
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen:
www.bvr-institutssicherung.de
www.bvr.de/SE
Verantwortlich für den Inhalt: Maximilian Wirsching, DZ BANK AG, Frankfurt
© DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, 2018
Nachdruck, Vervielfältigung und sonstige Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung
der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Werbung

DZ BANK

DZ BANK Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, ist das Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe und gehört mehrheitlich denen, die direkt mit ihr zusammenarbeiten – den rund 1.000 Volksbanken Raiffeisenbanken in Deutschland, die ihr angeschlossen sind. Die DZ BANK ist zudem die Zentralbank der Volksbanken Raiffeisenbanken und ihr Auftrag ist es, die Geschäfte der vielen eigenständigen Genossenschaftsbanken vor Ort zu unterstützen und ihre Position im Wettbewerb zu stärken.

» Weitere Infomationen zur DZ BANK
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Gewinnen Sie pures Gold!

Unter allen Teilnehmern an der Anlegerumfrage verlost der Börse Stuttgart Anlegerclub Gold im Gesamtwert von über 1000 Euro.

Jetzt kostenlos anmelden und mitmachen!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 39 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen