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Endlich wieder Fußball – Adidas ist stärker als die deutschen Kicker

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Angesichts der Unmenge an belastenden Nachrichten von politischen und wirtschaftlichen Krisen oder den nicht enden wollenden Querelen um die immer noch staatlich gestützten manipulierten Dieselfahrzeuge, dürfte die in wenigen Tagen beginnende Fußball-Weltmeisterschaft auch für viele Börsianer eine nervenschonende Wohltat sein. Und dies obwohl der Wochenend-Auftritt der deutschen Kicker nicht so recht für neue Begeisterung sorgen konnte.

Und auch für Anleger, die trotz Fußball nicht von der Börse lassen wollen, war das sportliche Mega-Event meist ein willkommener Anlass für eine kleine Extra-Spekulation auf die Aktien der Sportartikelhersteller. Bei den deutschen Branchenvertretern ist das Rennen dabei wohl schon gelaufen, denn das wichtigste Zugpferd von Puma hat es gar nicht in die Endrunde geschafft – ohne Italien fahren zur WM…

Demgegenüber kann Adidas in Russland groß aufspielen. Gleich bei zwölf der 32  antretenden Teams ist der Dax-Konzern als Ausrüster mit dabei und nimmt damit die Spitzenposition unter den großen Sportartikelherstellern ein. Der wichtigste Kontrahent Nike kommt nur auf 10 Mannschaften, wobei mit England, Frankreich und Brasilien aber drei Schwergewichte dabei sind. Dem gegenüber stehen mit Deutschland, Spanien und Veranstalter Russland aber auch bei Adidas drei aussichtsreiche Kandidaten auf der Liste und zudem kommt auch der offizielle WM-Ball von Adidas, sodass der Primus ohnehin bei jedem Spiel vertreten sein wird.

Der direkte Zusammenhang zwischen dem sportlichen Mega-Event und der Geschäftsentwicklung ist aber auch bei Adidas nicht mehr so stark wie früher. Einem aktuellen Reuters-Bericht folgend entfielen im Jahr 2016 gerade noch 13,5 Prozent der Konzernumsätze auf das Geschäft mit Fußball-Produkten. Seit dem würden die Umsätze in diesem Teilsegment gar nicht mehr separat ausgewiesen. Wohl auch deshalb, weil in den letzten Jahren das Wachstum vor allem aus Nordamerika und China stammt, zwei Regionen also, in denen Fußball eine deutlich geringere Rolle spielt als in Deutschland oder in Lateinamerika.

Aber auch so bleibt Adidas gerade im aktuellen Umfeld eine reizvolle Investition. Die Zahlen stimmen, der Aufwärtstrend der vergangenen Jahren scheint ebenfalls weiter intakt und nach dem die Aktie kürzlich die 200-Euro-Marke geknackt hatte, sorgte ein kleiner Rücksetzer nun dafür, dass es vor dem nächsten Anlauf noch einmal eine Chance zum Einstieg gibt. Das Gros der Analysten ist weiterhin sehr zuversichtlich und peilt Kurse bei weit über 200 Euro an, wobei manch ein Anleger, die Aktie vielleicht schon fast aus Notwehr kaufen könnte, weil sie zu den wenigen großen Titeln gehört, die kaum Bezug zu den unzähligen Problemfeldern dieser Tage haben. Immerhin spielen bei Adidas weder Stahl noch Dieselmotoren eine gewichtige Rolle und auch Italien und Bankenkrise können hier kaum bremsen.

In der Variante mit Sicherheitspuffer kommt vielleicht am ehesten ein Capped Bonus der BNP Paribas mit Kursobergrenze bei 240 Euro und Laufzeit bis Ende 2019 in Betracht. Das von den optimistischen Analysten angesetzte Kursziel wird hier immer dann erreicht, wenn die Aktie nie unter 160 Euro zurückfällt (PP77QX). Der Sicherheitsabstand liegt damit bei rund 17 Prozent, der Aufpreis gegenüber der Aktie ist moderat. Gewinne jenseits der 240 Euro sind wegen dem Cap aber nicht möglich.  Dafür gibt es den möglichen Gewinn von gut 20 Prozent oder 13% p.a. aber eben auch dann, wenn die Aktie nach der Rallye der letzten Jahre eine Verschnaufpause einlegen sollte – immer vorausgesetzt, dass die Barriere nicht unterschritten wird.

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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