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Energie-Studie empfiehlt Wasserstoff-Quoten für Erdgashändler

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Um Wasserstoff zum Start zu verhelfen, setzen Experten auf eine Quotenlösung. Mit einer verpflichtenden Vorgabe für Erdgashändler könne die Nachfrage nach dem CO2-freiem Energieträger "planbar angeregt und so das Wachstum des Marktes stimuliert werden", heißt es in einer Studie des Thinktanks Aurora Energy Research und des Versorgers EnBW. 2021 müsse der Wasserstoff-Anteil 0,5 Prozent des verkauften Gases betragen und dann linear ansteigen. 2030 müssten es dann 10 Prozent sein.

Die Studie, die als "Handlungsempfehlung für ein nachhaltiges Konjunktur- und Strukturprogramm" gedacht ist, sieht den konsequenten Ökostromausbau und die Dekarbonisierung von Industrien durch den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur als Schlüssel, um die Corona-Pandemie zu überwinden. "Durch den Fokus auf zukunftsweisende Infrastrukturen und Wirtschaftszweige kann die deutsche Wirtschaft weit über die aktuelle Krise hinaus gestärkt werden", heißt es darin.

Zentral sei für Förderung und die Mindestquote grüner Wasserstoff, bei dessen Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Denn bei blauem Wasserstoff - das mit Erdgas gewonnen und dessen CO2 abgeschieden und gespeichert wird - gebe es "Zweifel, inwiefern dieser tatsächlich als CO2-neutral bewertet werden sollte". Zudem brauche es mehr Handelspartnerschaften und internationale Zusammenarbeit, so die Studie - ein Punkt, den die Bundesregierung in ihrer Nationalen Wasserstoffstrategie bereits in den Blick nimmt.

Unzufrieden zeigen sich Aurora und EnBW aber mit den Fortschritten bei der Strompreissenkung. "Die Besteuerung von Energieträgern sollte sich konsequent am CO2-Gehalt der eingesetzten Kraft- und Brennstoffe ausrichten", heißt es in dem Bericht. Dazu müsse die Stromsteuer von derzeit 2,05 Cent pro Kilowattstunde auf das europäisch zulässige Minimum von 0,1 Cent gesenkt werden. Das würde die Verbraucher um rund 6,5 Milliarden Euro pro Jahr entlasten. Durch einen CO2-Mindestpreis im europäischen Emissionshandelssystem könnten zudem Preisschwankungen verringert werden und damit das Finanzierungsrisiko für nachhaltige Investitionen gesenkt werden.

Um den Ökostromausbau grenzüberschreitend voranzutreiben, fordern die Studienautoren die deutsche Ratspräsidentschaft auf, einen Schwerpunkt auf die Offshore-Windkraft zu setzen. Flächenausbauziele der Länder müssten dabei kohärent mit einer Gesamtflächenvorgabe auf Bundesebene verknüpft werden. Auch sollte die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/sha/jhe

END) Dow Jones Newswires

July 01, 2020 06:00 ET ( 10:00 GMT)

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