DAX®13.920,69-0,96%TecDAX®3.220,26-1,54%Dow Jones 3031.496,30+1,85%Nasdaq 10012.668,51+1,64%
finanztreff.de

Energielobby pocht vor Wärmedialog auf bessere Marktbedingungen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Vor dem Spitzentreffen von Bund und Industrie zum klimaneutralen Umbau im Gebäudesektor in dieser Woche hat die Energiewirtschaft stärkere Anreize für die Wärmewende gefordert. Dafür müssten von Beginn an vorhandene Infrastrukturen und Energieträger mitgedacht werden, sagte die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, der Nachrichtenagentur Dow Jones. "Mit einem Instrumentenmix aus klimaneutralen Gasen, grüner Fernwärme und effizienten Wärmepumpen lässt sich der Wärmemarkt schnell, nachhaltig und kosteneffizient dekarbonisieren."

Das Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) hatte am vergangenen Freitag den Dialog "Klimaneutrale Wärme" gestartet und lädt Vertreter von Energie-, Bau und Wohnungswirtschaft für diesen Freitag (26. Februar) zur Auftaktveranstaltung. Ziel ist eine deutliche Verringerung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor, der für etwa ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Laut BDEW müssen hier allein in den kommenden 10 Jahren so viele Treibhausgas-Minderungen erreicht werden wie in den vergangenen 30 Jahren.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) forderte eine bessere Ausgestaltung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze. "Auch muss die Wärmewende stärker im systemischen Gesamtzusammenhang eingebettet werden", betonte ein Verbandssprecher. "Dazu gehört etwa auch die Frage nach den Auswirkungen des vorgesehenen massiven Ausbaus von Wärmepumpen auf die Stromversorgungssicherheit. Wir müssen Strom und Wärme deshalb immer zusammendenken."

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) forderte einen deutlich höheren CO2-Preis. "Um eine klare und für Investoren vorhersehbare Preisentwicklung zu schaffen, muss allerdings ein Mindestpreis eingeführt werden, außerdem darf es keine Preisobergrenze geben", erklärte BEE-Präsidentin Simone Peter. Der zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Preis für Heiz- und Kraftstoffe von 25 Euro soll bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne ansteigen und danach in einem Korridor von mindestens 55 und höchstens 65 Euro liegen.

Die Grünen im Bundestag warnten vor weiteren Subventionen für die fossile Wärmeversorgung. "Staatliche Subventionen für Gasheizungen müssen sofort gestoppt und Schlupflöcher für neue Ölheizungen gestopft werden", erklärte die Fraktionssprecherin für Energiepolitik, Julia Verlinden. Förderprogramme müssten umgehend zu 100 Prozent auf Energiesparen und erneuerbare Energien ausgerichtet werden. "Alles andere bedeutet fahrlässiges Verschleppen der Energiewende", so Verlinden.

Kritik übte sie auch daran, dass Altmaier die Wärmewende erst so spät angehe. "Erst jetzt einen Dialogprozess zu starten über Fragen, die seit Jahren auf dem Tisch liegen, ist ein Eingeständnis der riesigen Versäumnisse dieser Regierung im Wärmemarkt", so die Grünen-Politikerin.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/mgo

END) Dow Jones Newswires

February 23, 2021 10:43 ET ( 15:43 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Nachrichten

Quelle: Dow Jones Newswire Web
06.03. Berlin will internationalen Energiecharta-Vertrag verschärfen
06.03. KORREKTUR: INDEXÄNDERUNG/Dt. Börse. Siemens Energy steigen in den DAX auf Raiffeisen Bank International AG 17,30 +2,06%
06.03. HINWEIS/Abkürzungen bei Dow Jones Newswires Deutschland
06.03. Impressum
06.03. IRW-PRESS: Benchmark Metals Inc.: Benchmark -2- Benchmark Metals Inc. 0,700 +4,478%
06.03. IRW-PRESS: Benchmark Metals Inc.: Benchmark durchteuft bei Bohrungen einen 186,00 Meter breiten Abschnitt mit 1,66 g/t Goldäquivalent und erweitert damit die Tiefe und Kontinuität des Mineralisierungssystems bei Cliff Creek South Benchmark Metals Inc. 0,700 +4,478%
05.03. NACHBÖRSE/XDAX +1,0% auf 14.052 Pkt - Ruhiger Wochenausklang L/E-DAX Index EUR (Total Return) 14.024,14 +0,45%
05.03. DGAP-CMS: Haier Smart Home Co.,Ltd.: Announcement -3- Haier Smart Home Co. 1,92 +4,40%
05.03. DGAP-CMS: Haier Smart Home Co.,Ltd.: Announcement -2- Haier Smart Home Co. 1,92 +4,40%
05.03. DGAP-CMS: Haier Smart Home Co.,Ltd.: Announcement on the Scheme of Repurchase of a Portion of A-Share Public Shares Haier Smart Home Co. 1,92 +4,40%
Rubrik: Finanzmarkt
06.03. Hunderte Schweden protestieren gegen Corona-Maßnahmen in Stockholm
06.03. ROUNDUP 3: Vorwurf der Bereicherung bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken
06.03. ROUNDUP: RKI registriert 9557 Corona-Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle
06.03. WDH/INDEX-MONITOR: Noch eine Veränderung im SDax - SGL Carbon rückt auch auf SGL Carbon 6,50 -1,52%
06.03. Hunderte demonstrieren in irischer Stadt Cork gegen Lockdown-Regeln
06.03. ROUNDUP 2: Vorwurf der Bereicherung bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken
06.03. INDEX-MONITOR: Noch eine Veränderung im SDax - SGL Carbon rückt auch noch auf SGL Carbon 6,50 -1,52%
06.03. Protest gegen Corona-Auflagen in Leipzig geringer als erwartet
06.03. Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser AstraZeneca plc 80,30 +1,83%
06.03. ROUNDUP: Kritik an Spahn wächst - 'Fehler im Bundesgesundheitsministerium'

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 10 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen