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E.on-Aktie: Darum steht der Energieversorger an der DAX-Spitze

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ungewohntes Bild am Dienstag bei den Versorger-Werten im DAX +0,47%: Während sich die Papiere des Anlegerlieblings der vergangenen Wochen RWE kaum veränderten, zogen die Anteilsscheine von E.on +0,41% um 1,8 Prozent an. Die Anleger hätten die Eon-Papiere zuletzt zu Unrecht links liegen lassen, erklärte Analyst Peter Crampton von der Investmentbank Barclays in einer aktuellen Studie.

Im bisherigen Jahresverlauf hinkten sie mit einem Abschlag von fünf Prozent nicht nur dem um gut zehn Prozent gestiegenen DAX, sondern vor allem auch RWE mit ihren gut 33 Prozent Kursgewinn deutlich hinterher.

E.on hochgestuft

Die deutliche Unterbewertung der E.on-Aktie werde nicht mehr lange anhalten, glaubt Crampton. Immerhin ignorierten die Anleger damit nicht nur die aktuelle Lage, sondern auch das Gewinn- und Dividenden-Potenzial aus dem Innogy -0,11%-Deal ab 2022. Nach dessen Genehmigung dürfte das Management ab September durchstarten. Crampton sieht entsprechend eine große Kaufchance gekommen. Er stufte die E.on-Aktie  von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch, senkte aber das Kursziel von 10,00 auf 9,50 Euro.

Aber auch RWE traut er noch einiges zu. Angesichts des Wandels zum drittgrößten europäischen Konzern im Bereich Erneuerbare Energien ist die Aktie sein Favorit. Das Kursziel für RWE -0,31% haben sie daher von 27 auf 30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Aktie sei ein "Top Pick" und biete trotz des Kursanstiegs seit Jahresbeginn noch Potenzial. Die Anleger würdigten noch immer nicht die Tatsache, dass der Versorger sich zum drittgrößten Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien in Europa gewandelt habe. Im neuen Kursziel spiegelt sich unter anderem auch die gesunkene Nettoverschuldung wider.

Stadtwerke gegen Innogy-Übernahme

Derweil droht E.on jedoch auch Gegenwind zur Innogy-Übernahme. Mehrere Stadtwerke und Regionalversorger haben die EU-Kommission aufgefordert, die Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Essener Energieriesen E.on zu untersagen. Zumindest müssten die Wettbewerbshüter E,on strenge Auflagen machen, heißt es in einem Appell. Die Regionalversorger befürchten, dass E.on nach der Innogy-Übernahme "Kampfpreise anbieten, kleinere Konkurrenten verdrängen und so den Markt verschließen" könnte.

E.on-Chef Johannes Teyssen hatte solche Bedenken wiederholt zurückgewiesen. Der Wettbewerb sei "in keiner Weise gefährdet". Jeder Verbraucher könne unter rund 100 Anbietern auswählen. Die EU-Kommission prüft derzeit die von Eon und RWE geplante Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder.

E.on will das Netz- und Vertriebsgeschäft der RWE-Tochter Innogy übernehmen. Im Gegenzug soll RWE die komplette Ökostrom-Erzeugung von Innogy und E.on erhalten. Das Ergebnis der Prüfungen durch die EU-Kommission erwartet E.on im September. Den RWE betreffenden Teil der Vereinbarung hat die Wettbewerbsbehörde bereits genehmigt.

Auf allen Ebenen maximal 33 Prozent

Die sich an Brüssel wendenden Regionalversorger verlangen unter anderem, dass Eon die Energie-Discountmarke "E - wie einfach" und "E-primo" verkaufen und sich von allen Beteiligungen an Stadtwerken trennen muss. Bei den Strom- und Gasnetzen dürfe E.on auf keiner Ebene mehr als ein Drittel des jeweiligen Gesamtmarktes erreichen.

Zu den Unterzeichnern des "gemeinsamen Standpunkts" gehört mit Mainova aus Frankfurt einer der größten regionalen Energieversorger in Deutschland. Getragen wird der Appell unter anderem auch von den Leipziger Stadtwerken, der Aachener Stawag und dem hessischen Regionalversorger Entega.

Mit Material von dpa-AFX

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