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EPGC-Chef will nach gescheiterter Metro-Übernahme zunächst abwarten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Ulrike Dauer

FRANKFURT (Dow Jones)Daniel Kretinskys Übernahmeangebot für Metro ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gescheitert. Nun will der Chef der Investmentgesellschaft EP Global Commerce als Großaktionär mit rund 17,5 Prozent erstmal die weitere Entwicklung bei Metro abwarten, bevor er entscheidet, ob er aufstockt oder gar ein neues Angebot vorlegt. Ein Komplettausstieg erscheint unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Alle Optionen sind offen. Wir werden wahrscheinlich erstmal den Verkauf des Chinageschäfts und von Real abwarten", sagte Kretinsky laut Sprecher in einem Pressegespräch in Düsseldorf. Derzeit werde man sich mit den 17,5 Prozent begnügen, die man nach dem wohl gescheiterten Übernahmeangebot halte.

Wir sind ein langfristiger Investor. Aber wir müssen einen Grund dafür sehen, investiert zu bleiben", so Kretinsky. Um das zu entscheiden, müsse man auch die künftigen Ergebnisse von Metro einbeziehen.

Auch ein mögliches neues Angebot erfordere in der Substanz gute Nachrichten aus dem Unternehmen. Das Angebot von 16 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie habe bereits unter anderem "eine signifikante Verbesserung des operativen Geschäfts sowie einen Verkauf des China-Geschäfts zu einem für Metro fairen Preis angenommen", so Kretinsky.

Entsprechend seien nun das Metro-Management, der Aufsichtsrat und die Stiftungsaktionäre, die im Aufsichtsrat sitzen, am Zug. "Sie müssen überdurchschnittlich gute Leistung bringen und zeigen, dass Metro liefern kann, um einen signifikant höheren Aktienkurs zu erreichen", sagte Kretinsky. Das sei nun der Maßstab, den man für das Metro-Management gesetzt habe, das in der Verantwortung stehe.

Kretinsky signalisierte, dass er nicht kurzfristig seine Anteile verkaufen werde. Er werde den Wunsch nach einem Sitz im Metro-Aufsichtsrat äußern, diesen aber nicht selbst einnehmen, sagte er im Pressegespräch.

Kretinsky bedauerte das Scheiten der Offerte, die am 7. August um Mitternacht endete. Das endgültige Ergebnis steht noch aus, aber per 6. August 18 Uhr waren 20,48 Prozent der Stammaktien und 2,67 Prozent der Vorzugsaktien angedient worden, so dass EPGC 37,99 Prozent der Stammaktien zugerechnet werden konnten. Dies war allerdings weit entfernt von der Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent. Gescheitert ist die Übernahme primär an den beiden langjährigen Großaktionären Meridian-Stiftung und Beisheim Holding, die zusammen knapp 21 Prozent der Stammaktien halten und ihre Anteile zu dem Preis nicht verkaufen wollten.

Am meisten lagen unsere Positionen bei der Bewertung auseinander", so Kretinsky. Allerdings konnte EPGC mit dem Preis nicht höher gehen, da die 16 Euro je Aktie bereits eine "große erfolgreiche Transformation impliziert" hätten.

Wenn Metro das China-Geschäft für etwas mehr als 1 Milliarde Euro verkaufen würde, "wäre dies fatal für das Unternehmen", so Kretinsky. Der faire Wert des China-Geschäfts läge wesentlich höher als 1 Milliarde Euro plus X.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/kla

END) Dow Jones Newswires

August 08, 2019 11:32 ET ( 15:32 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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