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Es wird ernst – US-Börsen haben noch viel Luft nach unten

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nun also auch die Wallstreet! Obwohl sie schon seit geraumer Zeit als drastisch überbewertet gelten, haben sich die US-Börsen lange erstaunlich robust gegen den allgemeinen Abwärtstrend gestellt. Nach dem massiven Abverkauf von gestern könnte sich das nun aber ändern. Zumal auch und gerade die großen Technologiewerte – und damit die Mütter und Väter der Überbewertung - nun unter heftigen Abgabedruck gekommen sind. Schwergewichte wie Amazon, Microsoft oder Intel büßten rund fünf Prozent an Wert ein. Bei einigen der Überflieger aus den letzten Monaten und Jahren waren es wie bei Netflix sogar fast 10 Prozent.

Und trotzdem sehen die US-Börsen noch immer vergleichsweise gut da. Denn während der Dax oder Euro Stoxx 50 seit dem Jahreswechsel mittlerweile längst mit prozentual zweistelligen Verlusten zu kämpfen haben, bewegen sich die US-Indizes weiter nahe der Null-Linie. Beim Nasdaq-100 bleibt es sogar trotz der Ausverkaufs vorerst bei einem satten Kursplus von mehr als 7 Prozent. Auch gegenüber den erst in den letzten Monaten aufgestellten Allzeithochs haben die drei wichtigsten US-Indizes bislang nur rund zehn Prozent verloren. Beim Dax ist der Abschlag seit dem Rekord im Januar inzwischen bis auf 17,5 Prozent angewachsen.

Interessant ist dies auch vor dem Hintergrund einer Auswertung zu Dauer und Ausmaß historischer Börsenkorrekturen am US-Markt, die heute im Handelsblatt zitiert wird. Demnach währten Börsenabschwünge die nicht mit einer Konjunkturschwäche einhergingen im Schnitt 224 Tage und drückten die Kurse um 23,3 Prozent. Kommt auch noch eine konjunkturelle Rezession hinzu, dann können daraus auch 517 Tage mit knapp 36 Prozent Kursverlusten werden.

Nun sind dies nur Durchschnittswerte und die Vergangenheit ist eben auch vergangen. Trotzdem zeigt sich schnell, dass es speziell in den USA noch allerhand Luft nach unten gibt. Auch und gerade mit Blick auf die in Kürze bevorstehenden Wahlen um amerikanischen Repräsentantenhaus, bei der Donald Trump’s Republikaner die Mehrheit verlieren könnten, womit es für den Präsidenten künftig etwas schwerer werden könnte, seine Wünsche durchzusetzen. Dies mögen für den Rest der Welt gute Nachrichten sein, für die US-Unternehmen haben sich einige von Trumps Maßnahmen – allen voran die Steuersenkungen – bislang aber durchaus positiv ausgewirkt.

Aber angesichts der hohen Bewertungen braucht es in den USA eigentlich ohnehin keine externen Impulsgeber, um eine ernsthafte Korrektur zu rechtfertigen. Hier genügt ein einfacher Stimmungsumschwung und der könnte mit dem gestrigen Tag eingeleitet worden sein. Nach den eher opportunistischen kleinen Short-Spekulationen der letzten Tage, könnte es nun also ganz generell soweit sein, eine Absicherung gegen das drohende Unheil aufzubauen.

Am einfachsten und effektivsten geht dies über Short-Turbos, wobei sich insbesondere währungsgesicherte Papiere aufdrängen. Bei diesen bleibt nämlich die Einfachheit der Turbo-Idee erhalten, da deren Preise wie gewohnt schlicht über den Basispreis und den aktuellen Indexstand ermittelt werden können – ohne dass die Nachvollziehbarkeit durch die fällige Euro-Dollar-Umrechnung unnötig erschwert wird.

Einziger Anbieter für diese komfortable Lösung ist die Commerzbank. 10-fach gehebelte Short-Turbos auf den Dow Jones haben aktuell eine Stopp-Loss-Schwelle bei 27.284,91 Punkten (CE8GSZ). Der Basispreis ab dem jeder Indexverlust positiv angerechnet wird liegt bei 27.840,96 Punkten. Bei einem vergleichbaren 10er-Short auf den Nasdaq100 liegt die Stopp-Marke bei 7.720,69 und die Basis bei 7.839,16 Punkten (CV0Z4M). Für den S&P 500 bietet die Commerzbank keine währungsneutralen Turbos an. 

Ralf Andreß

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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