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ETFs sind im Kommen

| Quelle: BIALLO | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Fonds



Börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, sind stark im Kommen. Das belegen die regelmäßigen Statistiken des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI). Ende März 2019 waren in Deutschland rund 138 Milliarden Euro Netto-Vermögen in ETFs investiert. 2016 waren es erst 105 Milliarden Euro. Der ETF-Anteil an allen offenen Publikumsfonds in Deutschland stieg im gleichen Zeitraum von zwölf auf 13 Prozent.



Besonders für Privatanleger gelten die börsennotierten Indexfonds als geeignet. Punkten sie doch durch geringe Kosten. ETFs bilden einen Index ab, wie beispielsweise den Deutschen Aktienindex DAX. Somit können Anleger mit nur einem Produkt in eine Vielzahl von Aktien investieren.



Anleger könnten bald gleichermaßen in ETFs wie in aktiv gemanagte Fonds investieren




Bei den Privatanlegern zeigt sich jedoch ein uneinheitliches Bild. Rund ein Fünftel kennt keine ETFs. Viele Anleger sehen ETFs jedoch auf dem Vormarsch. Auf Sicht von fünf Jahren könnten Fondsanlagen fast gleichermaßen auf aktive Investmentfonds und ETFs verteilt sein, zeigt eine repräsentative Umfrage der European Bank for Financial Services (Ebase).



1.000 Teilnehmer wurden unter anderem gefragt: "Wie werden Ihre Geldanlagen in Fonds in fünf Jahren schätzungsweise zwischen aktiven Investmentfonds und Exchange Traded Funds (ETFs) verteilt sein?" Ergebnis: Der Anteil aktiver Investmentfonds werde 52 Prozent ausmachen, der Anteil von ETFs 48 Prozent.



Von den Befragten, die bereits in Wertpapiere investiert haben, gaben knapp 20 Prozent an, dass sie auch bereits Geld in ETFs angelegt haben. "Insgesamt, also nicht nur unter den Wertpapierbesitzern, halten es knapp 20 Prozent für wahrscheinlich, dass sie in den nächsten zwölf Monaten Geld in einen Aktien-ETF, wie beispielsweise auf den Dax, anlegen werden. Auch Anlagen in Renten-ETFs stehen bei vielen auf dem Plan", kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von Ebase, die Ergebnisse der Umfrage. Rund 40 Prozent der Befragten halten es hingegen für sehr unwahrscheinlich, dass sie in ETFs investieren werden.



Jüngere, gut verdienende Männer wollen eher in ETFs investieren



Deutliche Unterschiede zeigen sich je nach Alter, Geschlecht und Einkommen. Rund 17 Prozent der Befragten halten es für sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich, dass sie in den nächsten drei Jahren ihren Anteil von ETFs an ihrer Geldanlage ausbauen werden. Bei den Frauen sind es knapp zwölf Prozent, bei den Männern 22 Prozent.



Vor allem Befragte im Alter von 30 bis 39 Jahren wollen vermehrt in ETFs investieren (knapp 30 Prozent). Bei den über 60-Jährigen sind es hingegen nur rund sieben Prozent. Betrachtet man das Einkommen, so zeigt sich, dass vor allem die Besserverdiener ihren ETF-Anteil ausbauen wollen. Bei einem monatlichen Netto-Einkommen von über 4.000 Euro sind es rund 29 Prozent.



Viele Befragte kennen sich mit ETFs nicht gut aus




Beim Wissen rund um ETFs gibt es noch deutlichen Aufholbedarf. So gaben nur knapp fünf Prozent der Befragten an, in Bezug auf ETFs über ein sehr gutes Wissen zu verfügen. Mehr als 14 Prozent stuften ihr Wissen immerhin als gut ein. Zum Vergleich: Beim Thema Tagesgeld attestierten sich 23 Prozent ein sehr gutes und 33 Prozent ein gutes Wissen. Sogar bei Aktien waren es immerhin noch rund zehn Prozent und mehr als 19 Prozent, die ihr Wissen als sehr gut beziehungsweise gut einschätzten.



Ebase erweitert ETF-Angebot




Ebase ist ein Finanzdienstleister, der für Privatkunden Depots über seine angeschlossenen Kooperationspartner anbietet. Auf die steigende Nachfrage nach ETFs reagiert das Unternehmen mit einem erweiterten Portfolio. "Wir sind dabei das ETF-Angebot kurzfristig um rund 200 Fonds auf 650 ETFs zu vergrößern", sagt Geyer.



Mittelfristig würden rund 1.300 ETFs über Ebase handelbar sein. Auch die Zahl der Emittenten soll zulegen. Von der größeren Auswahl werde auch das Sparen mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL) profitieren. VL-Sparen mit ETFs wird eigenen Angaben zufolge in Deutschland bislang ausschließlich von Ebase direkt oder Kooperationspartnern angeboten – zum Beispiel über die Ebase-Tochter Finvesto.


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Quelle: Biallo & Team GmbH
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