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Euroland-Banken – Außerhalb Deutschlands lichten sich die Nebel

| Quelle: INV

In den vergangenen Jahren waren die Aktien von europäischen nur etwas für sehr „risikotolerante“ Anleger. Für alle anderen kam die Annäherung allenfalls mit einer besonders robusten Kneifzange in Frage. Gründe für eine starke Zurückhaltung gab es viele: Unkalkulierbaren Risiken aus unzähligen Klagen auf Schadenersatz oder Strafzahlungen wegen jedem erdenklichen Fehlverhalten, ebenso unkalkulierbare Zusatzkosten aufgrund der im Monatsrhythmus verschärften Regulierung, immense Belastungen aus Problemkrediten (für wackelige Staaten oder Schiffe) und nicht zuletzt das erodierende Kerngeschäft wegen der überlangen Periode ohne Zinsen. 

Beim Blick auf die beiden heimischen Großbanken ist ein Ende des Elends zwar noch nicht so recht erkennbar, in den meisten europäischen Nachbarländern beginnen sich die Nebel inzwischen aber wieder zu lichten. Die Schuldenkrise der Euro-Staaten ist zwar nicht behoben, aber doch fürs erste eingedämmt und auch die offenen Rechtsrisiken haben die großen internationale Investmentbanken in den vergangenen beiden Jahren deutlich reduziert, wie die Ratingagentur Moody’s kürzlich in einer Studie festgestellt hat. Auch ein Großteil der regulierungsbedingten Umstellungen dürfte bei den Großbanken inzwischen abgearbeitet und beherrschbar sein.

Und da nun auch langsam aber sicher das Ende der Nullzinsphase eingeleitet wird und sich auch die Konjunktur in Europa offenbar stabilisiert und erholt, kann wohl wieder über eine behutsame Rückkehr in Bankaktien nachgedacht werden. Wohlgemerkt in erster Linie in die Banken der europäischen Nachbarschaft.

Deren Kurse haben sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich erholt, wobei es in den letzten Wochen wieder zu einem Rücksetzer kam, der jetzt vielleicht zum Einstieg genutzt werden kann. Die stärksten Kursgewinne zeigen auf Jahressicht – trotz der leichten Korrektur – die beiden französischen Häuser Société Générale und BNP Paribas mit 41 und 33 Prozent Kursgewinn. Gleich dahinter folgt mit der spanischen Santander eine der größten Euroland-Banken und eines der Schwergewichte im Euro Stoxx 50. Auch die Spanier haben um mehr als 30 Prozent zugelegt. Gleiches gilt für die etwas kleinere Bilbao Vizcaja und sogar für die italienische Intesa San Paolo. Erst weit abgeschlagen – aber ebenfalls im Plus folgt in der Performance-Rangliste des Euro Stoxx 50 die Deutsche Bank, was noch einmal unterstreicht, dass man sich von den trüben Meldungen aus dem deutschen Finanzsektor nicht blenden lassen sollte.

Eine Möglichkeit um einen solchen Einstieg etwas sicherer zu gestalten sind Bonuszertifikate, bei denen Kursverluste bis zu einem gewissen Punkt abgefedert werden. Bei einem von der Citigroup angebotenen Papier auf den Euroland-Branchenindex Euro Stoxx Banks können die Finanztitel auch um knapp 30 Prozent nachgeben, ohne dass es zu Verlusten kommen muss. Bei dem bis Ende 2018 laufenden Papier ist bei 90 Indexpunkten eine Sicherheitsbarriere eingezogen, was einem Absturzpuffer von derzeit etwa 29,6 Prozent gegenüber dem aktuellen Indexstand bei 127,83 entspricht (CX94SD).

Solange diese Schwelle zu keinem Zeitpunkt unterschritten wird, werden bei Fälligkeit mindestens 133 Euro zurückgezahlt. Bezogen auf den aktuellen Preis entspricht dies zwar nur einem sehr geringen Aufschlag, aber dafür bietet das Papier oberhalb von 133 Punkten eine unbegrenzte Beteiligung an etwaigen darüberhinausgehenden Indexgewinnen.  Diese unbegrenzte Gewinnchance macht schon deshalb Sinn, weil bei der Krisenbranche im günstigsten Fall eben auch eine entsprechende starke Erholung denkbar ist, sollte sich der Markt tatsächlich dazu durchringen nun eine Neubewertung der Branche vorzunehmen.

Ralf Andreß

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