DAX ®11.274,28-2,17%TecDAX ®2.550,31-3,42%Dow Jones25.107,72-0,83%NASDAQ 1007.067,88-1,03%
finanztreff.de

Europas Banken diesmal vielleicht wirklich vor der Neuordnung!?

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es ist mal wieder so weit. Nach dem im Markt zuletzt wieder über eine Not-Ehe der beiden strauchelnden deutschen Geldhäuser schwadroniert wurde, poppten gestern Spekulationen über eine mögliche Großfusion zwischen der französischen Société Générale und der italienischen UniCredit auf und sorgten an der Börse für kräftige Bewegungen. In diesem Fall zu Ungunsten der SocGen. Deren Kurs gab in Reaktion auf die Gerüchte deutlich nach, während der Kurs der UniCredit kräftig angesprungen war.

Gerüchte und Spekulationen zu Fusionen im europäischen Bankensektor gibt es immer wieder. Und meist haben sie sich im Nachhinein zerschlagen und in Luft aufgelöst. Auch diesmal verlautbarte rasch ein Dementi für die französische Seite, wobei der von der „Financial Times“ aufgeworfene Argumentationsstrang äußert stimmig klingt und mehr Tiefe zeigt, als es ein „bloßes  Marktraunen“ tun würde. Zentrale Figur ist dabei der UniCredit-Vorstand Jean-Pierre Mustier, der zuvor eben bei der SocGen gearbeitet hat und der folglich eine valide Einschätzung zum vermeintlichen Wunschpartner haben dürfte.

Auch in Analystenkommentaren und Medienberichten wird ein Zusammenschluss dieser beiden Häuser als grundsätzlich positiv und vielversprechend bezeichnet, obgleich es - so das allgemeine Credo – im Moment wohl noch zu früh für Mega-Fusionen sei. Dagegen sprächen vor allem die noch immer bestehenden regulatorischen Hürden und die in vielen Fällen eben noch nicht abgeschlossenen „Aufräum-Arbeiten“ nach der nicht-enden-wollenden Finanzkrise.

Dennoch. Die Neuordnung des europäischen Bankenmarktes scheint mittlerweile soweit fortgeschritten zu sein, dass zumindest erkennbar wird, welche Institute als Verlierer aus der Bereinigung hervorgehen und welche mithin als Zielobjekte in Betracht kommen. Die Société Générale scheint dazu zu gehören. Die beiden deutschen Häuser sowieso, auch wenn man sich vielleicht noch nicht recht vorstellen kann, dass ausgerechnet Deutschland am Ende ohne eine heimische Großbank von internationalem Vormonat dastehen könnte.

Sich vernünftig auf entsprechende Aktivitäten vorzubereiten ist schwierig und möglicherweise tatsächlich zu früh. Mit Blick auf die hohe Volatilität in den entsprechenden Aktien könnte aber eine Strategie über Aktienanleihen vielleicht Sinn machen. Bei diesen werden die üblicherweise hohen Zinsen sicher ausgezahlt und sollte die Aktie am Ende unter dem Basispreis notieren, werden üblicherweise die entsprechenden Aktien angeliefert. Möglicherweise ist dann ja schon der Zeitpunkt gekommen, wo dann wieder zunehmende M&A-Aktivitäten anlaufen und für neue Fantasie sorgen.

Für Renditen um 10 Prozent über die sicheren Zinsen kämen dabei dann folgende Papiere in Betracht:

UniCredit (PP6GSQ, Basispreis 14 Euro, Fälligkeit 27.06.19; Kurs aktuell: 95,58 Prozent)
Société Générale (HW8T1L, Basispreis 36,59 Euro, Fälligkeit 26.06.19; Kurs aktuell: 96,55 Prozent)
Deutsche Bank (LB1TAN, Basispreis 9,00 Euro, Fälligkeit 28.06.19; Kurs aktuell: 93,87 Prozent)
Commerzbank (GD51ND, Basispreis 8,80 Euro, Fälligkeit 26.06.19; Kurs aktuell: 97,19 Prozent)

Ralf Andreß

 

Schlagworte:
,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

COMMERZBA Aktienanleihe 8% 2019/06 (GS)
COMMERZBA Aktienanleihe 8% 2019/06 (GS) - Performance (3 Monate) 92,24 -0,66%
% -0,61
Porträt - Chart
Weitere Wertpapiere...
Societ Aktienanleihe 5.7% 2019/06 (UCB) 86,79 -2,40%
% -2,13
UNI CRED Aktienanleihe 6% 2019/06 (BNP) 79,35 -1,33%
% -1,07
Dt.Bank Aktienanleihe 4% 2019/06 (LBBW) 93,71 -1,25%
% -1,19
Werbung

Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

» Alle News von Investmentecke
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Gewinnen Sie pures Gold!

Unter allen Teilnehmern an der Anlegerumfrage verlost der Börse Stuttgart Anlegerclub Gold im Gesamtwert von über 1000 Euro.

Jetzt kostenlos anmelden und mitmachen!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Italien hält im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission an einer höheren Neuverschuldung fest, da die Erhöhung des Defizites kein EU-Land gefährde. Die EU hält dagegen, dass Italien sich an die Einhaltung der europäischen Schuldenregeln halten soll. Welchem Standpunkt würden Sie eher zustimmen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen