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EURUSD-Analyse: EU und USA im Handelskrieg?

| Quelle: admiralmarkets.de | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die US-Regierung hat die Ausnahmen für Strafzölle auf europäischen Stahl und Aluminium auslaufen lassen und damit Öl in das Feuer des schwelenden Handelskrieges mit der EU geworfen. Auch die EU droht nun im Gegenzug mit Vergeltungszöllen. Gleichzeitig stehen die EU und der Euro durch die italienische Regierungskrise stark unter Druck. Den Märkte stehen turbulente Zeiten bevor.



Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick (30.05.2018 - 05.06.2018)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1555 und damit deutlich unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR markierte aber gleich am Mittwochmorgen sein Tief im Betrachtungszeitraum. Von hier aus ging es in dynamischen Impulsen an die 1,1720/25. Dieses Level wurde am Donnerstagmorgen erreicht. Im Handelsverlauf gab der EUR aber erneut etwas nach, konnte sich aber bei 1,1640 stabilisieren und von hier aus wieder über die 1,1700 laufen. Am Freitag führte aber ein scharfer Rücksetzer den EUR wieder an die 1,1615. Zwar konnte sich der EUR etwas erholen, aber er schaffte es in der letzten Handelswoche auch nicht, einen Wochenschluss über der 1,1700 zu formatieren. Der Wochenschluss lag jedoch leicht über dem der Vorwoche. Zu Wochenbeginn setzte sich dann aber erneuter Kaufdruck durch. Der EUR stieg bis an die 1,1745 bevor es zu erneuten Gewinnmitnahmen kam. Am Dienstag setzte der EUR bis an die EMA200 im 60er zurück. Hier gelang am Nachmittag die Stabilisierung und die Erholung, die den EUR wieder an die 1,1730 brachte.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt erneut unter dem Level der Vorwoche. Der EUR hat es auch in der abgelaufenen Handelswoche nicht geschafft, sich über das Hoch der Vorperiode zu schieben. Das Tief hingegen liegt 40 Pips über dem Level des letzten Betrachtungszeitraums. Die Range war mit 195 Pips etwas kleiner als in der Vorperiode und lag in etwa im Bereich des Jahresdurchschnitts.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1730/32 weiter bis an die 1,1747/49 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 2 Pips verfehlt, das Setup hat damit gut gepasst. Wie im Fazit des Chartchecks konstatiert haben sich in diesem Bereich, wie erwartet, wieder Rücksetzer einstellt. Die Rücksetzer gingen nicht wesentlich unter die 1,1550, unsere unteren Anlaufziele wurden damit nicht erreicht.



  • Wochenhoch*: 1,1745 Vorwoche 1,1768
  • Wochentief*: 1,1550 Vorwoche 1,1510
  • Wochenschluss: 1,1658 Vorwoche 1,1647
  • Wochen-Range*: 195 Pips Vorwoche 258 Pips



Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,1698....1,1730.....1,1819/84.....1,1947....1,2014/86.....1,2138/86
  • EUR/USD-US: 1,1657/04.....1,1567/35.....1,1488.....1,1331.....1,1241.....1,1163.....1,1088

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden



Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,2149 und 1,1535
  • Intraday-Marken: 1,1819 und 1,1612
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631



Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Der EUR hat sich in den letzten Handelstagen etwas stabilisieren können. Allerdings hat es nicht zu einer größeren Erholung gereicht. Das Währungspaar hält sich nach wie vor im Bereich der EMA50/20 auf. (im 4h Chart) Wesentlich für eine Erholung wird sein, dass es der EUR schafft sich über die EMA20 im 4h Chart zu etablieren und es schafft, mindestens zwei volle grüne Kerzen über dieser Linie auszubilden. Anlaufziele wären zunächst die 1,1750. Erst mit einem Tagesschluss über der 1,1750 bei einer Bestätigung am Folgetag, könnte sich die Aufwärtsbewegung noch bis an die 1,1880/1,1895 bzw. bis an die 1,2000 fortsetzen. Da aktuell keine große Aufwärtsdynamik erkennbar ist, könnte der EUR auch Probleme haben über die 1,1750 zu steigen. Denkbar ist, dass sich in diesem Bereich erneute Rücksetzer einstellen könnten. Fällt der EUR aber per Tagesschluss wieder unter die 1,1550 und wird dies am Folgetag bestätigt, könnte der EUR bis an die 1,1330/00 bzw. bis an die 1,1100/1,1050 laufen.

Fazit: Für die nächsten Tage wird entscheidend sein, ob es der EUR schafft, einen Tagesschluss über der 1,1750 zu formatieren. Schafft er dies und wird dies am Folgetag bestätigt, so könnten sich weitere Erholungen einstellen, die übergeordnet bis 1,1890/1,1900 bzw. 1,2000 gehen könnten. Mit einem Tagesschluss unter der 1,1550 und einer Bestätigung am Folgetag könnten sich weitere Abgaben einstellen.



Rahmenbedingungen:

Die Regierung in Italien hat sich jetzt doch konstituieren können. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich dann zeigen, inwieweit die vielfachen Versprechungen in die Tat umgesetzt werden. Auf Basis einer soliden Haushaltspolitik sind allerdings keine dieser Versprechen seriös finanzierbar. Ebenso wird sich zeigen, wie Italien seine Position zum EUR und zur EU definiert. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass es seitens Deutschlands allzu große Zugeständnisse an Italien geben wird. Der EUR wird damit weiter unter Druck bleiben.

Die Strafzölle auf Stahlprodukte und Aluminium wurden von den Amerikanern bereits umgesetzt. Die EUR wird ihrerseits Strafzölle umsetzen, sodass es durchaus möglich ist, dass die Amerikaner weitere Zölle auf Automobile in Kraft setzen werden, was die Spirale weiter antreiben dürfte. Auch die Chinesen sind mittlerweile nicht mehr bereit, die gemachten Zugeständnisse vertraglich zu vereinbaren, was die Handelserleichterungen von US Produkte betrifft. Es ist nicht davon auszugehen, dass die US Administration hier zurückstecken wird - ganz im Gegenteil, im Herbst sind Mid-term Wahlen. Hier will sich der US Präsident als ein Mann der Worte feiern lassen und seine Wiederwahl in zwei Jahren vorbereiten. Übergeordnet haben sich durch die Zollstreitigkeiten die Wachstumsaussichten aber eingetrübt.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1710 zu stabilisieren und festzusetzen. Gelingt dies so könnte er dann versuchen, die 1,1728/30, die 1,1745/47 und dann die 1,1752/54 zu erreichen. Denkbar ist, dass der EUR mehrmals ansetzen könnte, um dieses Level zu überwinden. Stellt sich keine Aufwärtsdynamik ein, so könnte die Erholung bereits hier wieder beendet sein. Wird das Level bei 1,1747/54 aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte der EUR dann, im Zweifel auch vergleichsweise schnell die nächsten Anlaufpunkte erreichen. Diese wären bei 1,1765/67, bei 1,1782/84, bei 1,1795/97 und dann bei 1,1808/10 zu finden. Über der 1,1808/10 wären die 1,1824/26, die 1,1841/43, die 1,1858/60 und dann die 1,1870/72 bzw. die 1,1888/90 die nächsten relevanten Anlaufmarken. Über der 1,1888/90 könnte der EUR bei ausgeprägter Dynamik auch noch die 1,1904/06, die 1,1919/21 und die 1,1931/33 erreichen.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1710 halten, so könnten die Rücksetzer an die 1,1695/93, an die 1,1678/76 und dann an die 1,1661/59 gehen. Rutscht der EUR erneut unter die 1,1661/59 kämen dann die 1,1648/46, die 1,1632/30, die 1,1618/16 und dann die 1,1606/04 als Anlaufziele in Betracht. Unter der 1,1606/04 könnte der EUR dann die 1,1596/94, die 1,1580/78, die 1,1565/63 und dann die 1,1552/50 erreichen. Kann sich der EUR im Bereich der 1,1552/1,1550 nicht erholen, so könnten weitere Rücksetzer die 1,1539/37, die 1,1526/24, die 1,1515/13 und dann die 1,1503/01 erreichen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/ aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 07.06.2018: EUR – GDP-Wachstum EU
  • 08.06.2018: EUR – Handelsbilanz DE
  • 12.06.2018: USA – Nordkorea-Gipfel
  • 13.06.2018: USA – FED-Zinsratenentscheidung




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RISIKOHINWEIS: Diese Publikation liefert Markteinschätzungen zu einem oder mehreren Basiswerten, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Sie können im Extremfall Ihr komplettes Investment verlieren! Die Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland entfällt. Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Informationen sollen lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine eventuell nötige anleger- und anlagegerechte Beratung. Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben.

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Quellen:Eigenanalyse: genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Admiral Markets Group AS Member of the Management Board, Co-CEO


Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers „Trading for everyone“ setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.

Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

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