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Evonik: Hier gibt's etwas zu feiern

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Reichlich frisches Geld für den Konzernumbau und ein Gewinnsprung im abgelaufenen Jahr haben Aktionäre des Spezialchemie-Konzerns Evonik am Dienstag überzeugt. Sie feiern die Zahlen mit einem Kurssprung. Die Evonik-Aktien (DE000EVNK013) überflügelten zuletzt sogar die ebenfalls starken Siltronic-Aktien und führten den Index der mittelgroßen Werte MDax mit einem Plus von gut fünf Prozent auf über 27 Euro an.

Der vorsichtige Ausblick für das neue Geschäftsjahr überraschte hingegen kaum. Globale Konjunktursorgen auch wegen des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits sowie wegen der Schwäche der Autobranche, die unter der Umstellung auf einen neuen Abgasteststandard litt, hatten die Evonik-Aktien im Schlussquartal 2018 stark belastet. Mit einem Minus von fast 30 Prozent zählten sie zu den schwächsten MDax-Werten. Seit dem Dezember-Tief von 21,45 Euro haben die Evonik-Papiere sich nun um rund ein Viertel erholt.

Weiteren Rückenwind erhielt der Aufwärtstrend nun vom Verkauf des Methacrylat-Geschäfts. Der Bereich, der unter anderem einen Grundstoff für Plexiglas herstellt, soll für 3 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Advent International gehen. Ein Händler verwies am Morgen darauf, dass der Markt ursprünglich lediglich einen Verkaufspreis von 2,3 Milliarden Euro erwartet habe.

Analyst Michael Schäfer sprach von einem sehr hohen Verkaufspreis deutlich über seiner und der Erwartung des Marktes, gerade da es sich um ein eher schwankungsanfälliges Geschäft handele. Angesichts eines Nettopreises von 2,5 Milliarden Euro dürften nach Steuern circa 2,3 Milliarden Euro bei Evonik hängenbleiben, schätzte der Experte.

Das Geld kann Evonik für den laufenden Umbau gut gebrauchen. So richtet Konzernchef Christian Kullmann die Essener stärker auf die profitablere Spezialchemie aus. Erst Ende 2018 wurde mit dem US-Unternehmen Peroxychem eine weitere größere Übernahme angekündigt.

Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan hob zudem die starke Entwicklung des freien Mittelzufluss (Free Cashflow, FCF) im Schlussquartal positiv hervor. Diese Kennziffer ist ein Maß dafür, wie viel Geld letztendlich für Ausschüttungen an die Aktionäre zur Verfügung steht. In der jüngeren Vergangenheit hatten Analysten immer wieder die Nachhaltigkeit des FCF angezweifelt. Inwieweit diese Zweifel nun zerstreut werden, muss sich noch zeigen. Für 2019 stellt Evonik derweil einen deutlichen FCF-Anstieg in Aussicht.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll derweil nach einem deutlich Anstieg 2018 im neuen Jahr stabil bleiben oder könnte leicht fallen, wie Evonik mitteilte. Das bedeutet laut Unternehmensdefinition im schlimmsten Fall einen Rückgang um bis zu 10 Prozent. Analysten rechneten zuletzt im Durchschnitt mit einem Minus von rund 3,5 Prozent.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Evonik in Euro
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