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Experten aufgepasst: Wer kann dieses einfache Börsenrätsel lösen?

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beginnen wir die neue Woche mit einem kleinen „Rätsel“. Die Frage lautet: Welche dieser beiden Aktien hat sich wohl besser entwickelt? Zur Auswahl stellen wir zwei Unternehmen, die in der vergangenen Woche Quartalszahlen präsentiert haben. Kandidat Nummer eins berichtete am Mittwoch von einem Umsatzrückgang von 41 Prozent sowie einem Gewinneinbruch um mehr als 90 Prozent. Kandidat Nummer zwei meldete am Donnerstagabend ein Umsatzplus von gut 20 Prozent sowie einen Anstieg des Gewinns je Aktie um 48 Prozent. Bevor jetzt die Antwort wie aus der Pistole geschossen kommt, hier noch ein weiterer Hinweis: Die Aktie des ersten Unternehmens (mit dem Gewinneinbruch) hatte sich vor Bekanntgabe der Zahlen innerhalb von gerade mal 4,5 Monaten fast verdoppelt. Die Aktie des zweiten Unternehmens (mit dem deutlichen Gewinnanstieg) war in den vergangenen sechs Wochen um 30 Prozent eingebrochen.

Die Lösung des Rätsels liegt auf der Hand. Menschen, die sich an der Börse nicht auskennen, würden die Frage wahrscheinlich falsch beantworten. Die Leser der Investmentecke aber wissen, dass wir das Rätsel so natürlich nie stellen würden, wenn sich die Kursentwicklung einfach aus den genannten Fakten ableiten ließe. Tatsächlich hat die Aktie von Kandidat Nummer eins nach den auf den ersten Blick erschreckenden Zahlen leicht an Wert verloren. Im Vergleich zu dem imposanten Anstieg zuvor fiel das aber kaum ins Gewicht. Die Aktie unseres zweiten Kandidaten hingegen ist am Folgetag um weitere 20 Prozent eingebrochen.

Börse ist eben nicht so einfach wie der eine oder andere denken oder vielleicht auch hoffen mag. Viel entscheidender als das nackte Zahlenwerk ist zumindest kurzfristig immer der Vergleich zwischen den Ergebnissen und den Erwartungen des Marktes, sprich der Analysten oder auch der Anleger. Bei Kandidat Nummer eins handelt es sich um den Fußball-Verein Borussia Dortmund, die im Vergleichsquartal des Vorjahres eine Einnahme von 105 Mio. Euro durch den Verkauf ihres damaligen Spielers Ousmane Dembélé zum FC Barcelona verbuchen konnten. Einen solchen Sondererlös gab es diesmal nicht, was aber vorher bekannt war. Die bereinigten Zahlen zeigen ein Umsatzplus von knapp 3 Prozent, was im Rahmen der Erwartungen lag. Die so dramatisch anmutenden Ergebnisse wurden dadurch für Börsianer zu einem non-event.

Ganz anders sieht das bei dem Chiphersteller Nvidia, dem zweiten Kandidaten aus. Trotz des beeindruckenden Wachstums wurden die hohen Erwartungen hier nicht ganz erreicht. Weil das Unternehmen die Anleger zudem mit der Prognose eines Umsatzrückgangs (das erste Mal seit mehr als fünf Jahren) von 7 Prozent im laufenden Quartal schockte, brach der ohnehin zuletzt arg gebeutelte Aktienkurs noch mal so richtig heftig ein. Die Ansprüche an das Unternehmen, das weiterhin Umsätze in Milliardenhöhe verbucht und hochprofitabel ist, waren einfach zu weit in die Höhe gewachsen. Mögliche Probleme, wie eine sinkende Nachfrage nach Chips für Graphikkarten, die zur Erzeugung von Kryptowährungen eingesetzt werden, hatte die Masse nicht auf dem Zettel.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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