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EZB/Lane: EZB muss Forward Guidance zu Zinsen nicht ändern

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Todd Buell

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte nach Aussage des irischen EZB-Ratsmitglieds Philip Lane weiter offen für Zinssenkungen sein. Der Präsident der irischen Zentralbank sagte im Interview mit dem Wall Street Journal, die EZB signalisiere, dass sie Anleiheankäufe erhöhen und Zinsen senken könne, um auf negative Marktentwicklungen flexibel reagieren zu können. "Ich denke, dass das ein wichtiges Signal ist", sagte Lane. EZB-Direktor Yves Mersch hatte in der vergangenen Woche gesagt: "Wie lange können wir 'noch niedrigere Zinsen' als eine geldpolitische Möglichkeit bezeichnen?".

Zugleich bezeichnete Lane die Forward Guidance jedoch als "nicht besonders wichtig", da die Konjunkturdaten nahelegten, dass eine weitere Senkung des Einlagensatzes nicht notwendig werden dürfte. Dass es zu keiner weiteren Zinssenkung komme, sei gegenwärtig die "zentrale Erwartung", sagte Lane. "An dieser Option trotzdem festzuhalten, signalisiert, dass wir bereit stehen. Ich sehe nicht, warum wir das unbedingt aufgeben sollten."

Die EZB hatte im Dezember beschlossen, das Volumen ihrer monatlichen Anleihekäufe ab April 2017 von 80 auf 60 Milliarden Euro zu verringern, nachdem es im März 2016 von 60 auf 80 Milliarden erhöht worden war. Lane zufolge hat die EZB damit einfach beschlossen, zu dem 2015 beschlossenen Anfangsvolumen der Ankäufe zurückzukehren.

Diese Entscheidung sei aber weit entfernt von einer irgendwann anstehenden Diskussion über eine schrittweise Verringerung der Anleihekäufe (Tapering), sagte Lane. Das Ankaufprogramm sei "gegenwärtig unbefristet".

Über ein Tapering sollte seiner Aussage nach erst dann diskutiert werden, wenn es neue Prognosen gebe, die darauf hindeuten, dass sich die Inflation nachhaltig dem Ziel annähere. Zwar wachse die Wirtschaft, doch sei nicht mit einem starken Anstieg der Inflation zu rechnen. "Es gibt gegenwärtig keinen Grund dafür, die geldpolitische Akkommodation abzuschalten", sagte Lane.

Im Dezember 2016 war die Inflationsrate überraschend auf 1,8 Prozent gestiegen. Neue Inflationsprognosen wird der volkswirtschaftliche Stab der EZB im März veröffentlichen.

Mitarbeit: Hans Bentzien)

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

END) Dow Jones Newswires

February 17, 2017 05:45 ET (10:45 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.
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