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Fresenius: Ist der Aufschwung schon wieder vorbei?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Medizin-Konzern Fresenius und seine Töchter haben ein ereignisreiches Jahr 2018 hinter sich. So hatte die geplatzte Übernahme des US-Arzneiherstellers Akorn den Dax-Konzern in Bedrängnis gebracht. Obendrein liefen die Fresenius-Geschäfte in den deutschen Kliniken und von FMC -0,16% mit Gesundheits-Dienstleistungen rund um die Blutwäsche nicht mehr rund. Zwei Mal musste der Konzern sein Gewinnziel korrigieren. Die Fresenius-Aktie -0,57% brach auf Jahressicht um mehr als 30 Prozent ein. Das unrühmliche Kurs-Tief lag im Dezember unter 39 Euro.

Mittlerweile hat sich der Kurs des Dax-Werts wieder deutlich erholt. Am gestrigen Montag notierte Fresenius zeitweise bei 49,48 Euro. Heute liegt die Fresenius-Aktie wieder leicht im Minus. Dabei hält sich der Wert jedoch über der 50-Tage-Linie, die aktuell bei 48,27 Euro verläuft.

Charttechnisch betrachtet arbeitet der Fresenius-Kurs daran, den gerade überwundenen, seit Oktober 2018 intakten Abwärtstrend hinter sich zu lassen. Dabei nähert sich die Aktie des Medizintechnik- und Krankenhaus-Betreibers der 200-Tage-Linie, die bei 50,60 Euro verläuft (siehe Chart unten). Wird sie überwunden, dürfte auch der Widerstand bei gut 52 Euro wohl keine große Hürde mehr darstellen.

Auch einige Analysten sind recht positiv eingestellt gegenüber Fresenius. So hat etwa die US-Bank JPMorgan den Wert kürzlich mit "Overweight" und einem Kursziel von 56,70 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Nach dem Kursrückgang 2018 aus verschiedenen Gründen sei die Aktie des Medizinkonzerns nun günstig bewertet, schrieb Analyst David Adlington in einer Studie. 2019 sei zwar ein Jahr der Investitionen. Dies sollten die Anleger aber bereits eingepreist haben.

Die britische Investmentbank Barclays hatte das Kursziel für Fresenius SE vor knapp zwei Wochen von 52,00 auf 52,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Er habe seine Gewinnschätzungen für den Medizinkonzern wegen der Infusionstochter Kabi leicht gesenkt, schrieb Analyst Hassan Al-Wakeel. Das etwas höhere Kursziel begründete er indes mit der Entwicklung bei der Dialysetochter FMC, deren Aktie er bevorzuge. Bei Fresenius bleibe er wegen regulatorischer Risiken der Krankenhaustochter Helios vorsichtig.

Auf seiner Hauptversammlung im Mai warb Fresenius -0,57% um Vertrauen bei den Aktionären. Das für 2019 erwartete gleichbleibende Ergebnis solle ein "einmaliger Schritt zur Seite" bleiben, betonte Konzernchef Stephan Sturm seinerzeit. Für seinen Erfolg habe Fresenius bereits zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, versicherte Sturm. Der Konzernlenker verwies auf die geplante Anhebung der Investitionen auf 2,5 Milliarden Euro, mit der Fresenius in diesem Jahr sein Geschäft ausbauen will.

mmr mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Fresenius (in Euro, Xetra)
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