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Fresenius und FMC gehen nach Zahlen so richtig ab

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Medizinkonzern Fresenius SE bleibt angesichts besser als erwartet laufender Geschäfte bei seinen zuletzt angehobenen Jahreszielen. Gegenüber dem Vorjahr legten die Umsätze im dritten Quartal wechselkursbereinigt um 6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging währungsbereinigt leicht um ein Prozent zurück. Unter dem Strich blieb der währungsbereinigte Gewinn mit 453 Millionen Euro unverändert. Das war dennoch deutlich mehr als Analysten auf dem Schirm hatten.

"Unsere angekündigten Investitionen laufen planmäßig", sagte Unternehmenschef Stephan Sturm. Diese würden in diesem Jahr auf den Gewinn drücken. "Wir tun damit aber genau das Richtige, um auf Dauer leistungsfähig und erfolgreich zu sein", so Sturm weiter. Für das Gesamtjahr hielt das Management an den zuletzt hochgeschraubten Zielen fest. So soll der Umsatz weiterhin währungsbereinigt um vier bis sieben Prozent wachsen. Beim Konzernergebnis werden nach wie vor keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Aktie von Fresenius +0,53% setzte sich am Vormittag mit einem Plus von 4,3 Prozent an die Spitze der DAX-Werte. 

Auch bei der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) lief das dritte Quartal deutlich besser als von Experten erwartet. Der Umsatz legte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 4,38 Milliarden Euro zu, der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn belief sich auf 363 Millionen Euro - ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hielt an seinem Ausblick für das laufende Jahr ebenfalls fest. Hier sollen die Erlöse währungsbereinigt zwischen 3 und 7 Prozent zulegen, der bereinigte Gewinn soll sich in einer Spanne zwischen minus zwei und plus zwei Prozent bewegen.

Der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen will seinen Vorstand ab kommenden Jahr um den Global Chief Medical Officer Frank Maddux erweitern. Maddux bekleidet diese Position, die neu geschaffen wurde, seit März dieses Jahres. Dass die Position künftig dem Vorstand angehöre, unterstreiche die Bedeutung der Verzahnung von klinischer Wissenschaft und Therapie, heißt es. Die ebenfalls im DAX gelistete FMC-Aktie +0,21% gewann gleichfalls über vier Prozent dazu.

Im Infusions- und Generika-Geschäft (Kabi) stagnierten die Gewinne bei 204 Millionen Euro, wobei die Erlöse um fünf Prozent auf 1,761 Milliarden Euro anzogen. Ein Händler wies in einer Schnelleinschätzung auf Befürchtungen hin, dass es hier wegen schwacher Geschäfte in den USA zu einer Gewinnwarnung kommen könnte. Doch auch die auf Flüssigmedizin und Nachahmer-Medikamente spezialisierte Fresenius-Tochter hielt an ihrem Ausblick fest.

Bei der Krankenhaus-Tochter Helios entwickelte sich das Ergebnis erneut rückläufig, unter dem Strich sank es um 12 Prozent auf 113 Millionen Euro. Unverändert blieben auch die Ergebnisse in der Vamed genannten Dienstleistersparte, wobei die Erlöse hier um 18 Prozent auf 562 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum anstiegen. (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Fresenius (in Euro)
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