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Fünf Faktoren, die für Anleger am Montag wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Kursrutsch der vergangenen beiden Handelstage mit dem Fall unter die 11.000 Punkte könnte es mit dem Deutschen Aktienindex Dax am Montag wieder etwas aufwärts gehen. Vor Börsenstart wurde der Dax 0,5 Prozent höher taxiert bei 10.960 Punkten. Die 11.000er-Marke dürfte dem Leitindex nun vorerst ein wichtiger Orientierungspunkt sein: Erst Mitte Januar hatte er sie mühevoll erobert, jetzt müssen Anleger wieder um sie kämpfen.

Zum Wochenstart bleiben der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie das Brexit-Chaos die wichtigsten Einflussgrößen für die Finanzmärkte. "Trotz aller Bemühungen erscheint ein Abschluss der Gespräche im Februar als beinahe unmöglich", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Chinas Etappenziel dürfte es jetzt sein, im Gespräch zu bleiben und damit höhere Zölle ab März zu verhindern." Auch von der Konjunktur- und Unternehmensseite her sind für Anleger wieder einige Daten wichtig.

Vorgaben aus Fernost

Nach einer Neujahrs-bedingten einwöchigen Börsenpause hat in China neue Hoffnung im Handelsstreit für Kursgewinne gesorgt. Zwar ist die Zeit für echte Fortschritte beim Handelsstreit zwischen den USA und China ist die Zeit noch nicht gekommen: Eine US-Delegation mit dem Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wird erst am Donnerstag zu zweitägigen Gesprächen nach Peking reisen. Doch wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten Werte an den Börsen des chinesischen Festlands enthält, legte am Montag um 1,5 Prozent zu. Der Hang Seng in Hongkong gewann 0,3 Prozent. In Japan ruhte der Handel indes wegen eines Feiertages.

Konjunkturdaten

Am Morgen hat das Münchener Ifo-Institut bereits das Weltwirtschaftsklima veröffentlicht. Der Indikator sank im ersten Quartal das vierte Mal in Folge von minus 2,2 auf nun minus 13,1 Punkte. Lagebeurteilung und Erwartungen verschlechterten sich deutlich. Die befragten Experten schätzen die Lage aber immer noch knapp positiv ein. Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dabei stachen insbesondere die USA heraus mit einem Einbruch der Erwartungen und der Lagebeurteilung. Aber auch für die Europäische Union revidierten die Experten ihre Einschätzungen deutlich nach unten.

Mehrere konjunkturrelevante Daten stehen am Montag ansonsten noch aus Großbritannien an. So wird um 10.30 Uhr das Bruttoinlandsprodukt BIP für das vierte Quartal veröffentlicht, außerdem die Handelsbilanz und Daten zur britischen Industrieproduktion für Dezember. Aus Deutschland kommt um 11 Uhr der wichtige ZEW-Index.

Treffen der Euro-Finanzminister

Die Finanzminister der 19 Euro-Länder treffen sich heute Nachmittag in Brüssel, um über das Eurozonen-Budget zu debattieren. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich im Dezember auf das ursprünglich von Frankreich geforderte Budget geeinigt. Die zuständigen Minister sollen nun bis Juni Details zu dem "Instrument für wirtschaftliche Angleichung und Wettbewerbsfähigkeit" ausarbeiten.

Die Gruppe wird sich zudem mit dem wirtschaftlichen Zustand der Eurozone beschäftigen. Die EU-Kommission hatte ihren Ausblick für 2019 unter anderem wegen getrübter Erwartungen in Deutschland und Italien sowie internationaler Unsicherheiten drastisch gesenkt.

Brexit-Verhandlungen

Im Ringen um einen geordneten Brexit gibt es noch nichts Neues. Am Wochenende hat die britische Premierministerin Theresa May den Vorschlag von Oppositionsführer Jeremy Corbyn zurückgewiesen, eine dauerhafte Zollunion mit der EU beizubehalten. In einem Brief an den Labour-Chef, aus dem britische Medien am Montagmorgen zitierten, zeigte sie sich zugleich zu weiteren Gesprächen mit der Opposition bereit. Sie sei sich einig mit Corbyn, dass es weder Neuwahlen noch ein zweites Referendum geben solle.

Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen. Der Vertrag über die Modalitäten des Austritts, den May mit der EU ausgehandelt hatte, fiel Mitte Januar im britischen Parlament durch. Auch viele Abgeordnete aus Mays Konservativer Partei stimmten gegen den Deal. Corbyn stellte May vorige Woche die Unterstützung seiner Partei in Aussicht, falls sie eine Zollunion und eine Anbindung an den EU-Binnenmarkt akzeptiere.

Unternehmenszahlen

In puncto Berichtssaison startet die Woche ruhig. Zahlen zu verarbeiten gibt es zum Wochenstart in der Dax-Familie lediglich von Carl Zeiss Meditec. Der Medizintechnik-Hersteller ist mit einem Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Spannend dürfte auch das Drama um Wirecard bleiben. Der am Umsatz gemessene zweitgrößte Reifenhersteller der Welt, Michelin, hat am Morgen bereits seine Jahreszahlen präsentiert.

Mit Material von dpa-AFX


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