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G7: Aktivisten fordern 'Fortschritte statt Versprechen' für Frauen

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BIARRITZ (dpa-AFX) - Die Entwicklungsorganisation ONE hat von den reichen Industrienationen (G7) endlich "Fortschritte statt Versprechen" bei der Gleichberechtigung von Frauen gefordert. Zu oft habe es große Worte auf Gipfeln gegeben, aber diesmal gehe es im französischen Biarritz darum, durch die Reform von Gesetzen und Zugang zu Kapital auch "Veränderungen im System" zu erreichen, sagte die ONE-Chefin Gayle Smith am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Es geht nicht um Gleichberechtigung für Frauen, weil es gerecht und schön ist, sondern weil es schlau ist", sagte Smith. "Niemand bringt seine Wirtschaft dazu, zu funktionieren und zu liefern, wenn nicht die strukturellen Hindernisse für die Hälfte seiner Bevölkerung beseitigt werden", sagte die ONE-Chefin, die unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus und als Chefin der US-Entwicklungsorganisation (USAID) gearbeitet hat.

"Warum sollten wir noch mal 108 Jahre warten?", sagte Gayle unter Hinweis auf die Schätzung der Weltbank, dass es bei der gegenwärtigen Geschwindigkeit der Veränderungen noch 108 Jahre dauern würde, bis Gleichberechtigung erreicht wäre. Sie begrüßte, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als Gastgeber die Ungleichheit zu einem wichtigen Tagesordnungspunkt der Beratungen der Staats- und Regierungschefs an diesem Wochenende gemacht hat.

Nachdem die EU in Biarritz bereits weitere 550 Millionen Euro für den Globalen Fonds zum Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose in Aussicht gestellt hat, forderte Gayle auch Deutschland auf, "einen großzügigen Beitrag" zu leisten. Es habe Erfolge im Kampf gegen Aids gegeben, weswegen das Thema etwas in den Hintergrund gerückt sei - "aber jeden Tag infizieren sich heute weiter 800 Frauen und Mädchen an Aids", sagte Gayle./lw/DP/fba


Quelle: dpa-AFX
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