DAX®12.736,95-0,92%TecDAX®3.109,40-1,35%Dow Jones 3028.565,67+1,31%Nasdaq 10011.782,06+1,27%
finanztreff.de

Galeria-Protest: Mitarbeiter prügeln Benko-Pappkameraden

| Quelle: dpa-afx topthem... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Quelle: dpa-AFX

Rund 2500 Beschäftigte verlieren laut Verdi nach Filialschließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof ihren Job. Am letzten Tag tragen sie «ihr» Warenhaus symbolisch zu Grabe. Als Prügelknabe muss dabei ein Papp-Abbild von Eigentümer René Benko herhalten.

Düsseldorf (dpa) - Hunderte Mitarbeiter der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof haben nach Gewerkschaftsangaben in ganz Nordrhein-Westfalen gegen die Schließung ihrer Filialen protestiert.

In Düsseldorf konnten sie ihrem Unmut dank der Unterstützung des bekannten Karnevalswagenbauers Jacques Tilly besonders plakativ Luft machen: Mit Boxhandschuhen schlugen Mitarbeiter auf eine überlebensgroße Papp-Figur ein, die Firmeneigner René Benko darstellte, bis die Skulptur auseinanderfiel.

Teile der Belegschaft trugen schwarze T-Shirts oder Trauer-Sticker und trugen das Warenhaus symbolisch zu Grabe. Bis zum Ende des Monats sollen bundesweit rund 35 Galeria-Kaufhof- und Karstadt-Filialen schließen. Für die meisten war nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Samstag der letzte Tag. In Bonn und Essen waren die Lichter schon früher ausgegangen, nachdem die Regale leergekauft waren. Im Januar sollen sechs weitere Schließungen folgen.

Besonders für kleine Städte, darunter Gummersbach, Neumünster und Witten, sind die Filialschließungen ein herber Rückschlag im Kampf um Publikumsverkehr in ihren Innenstädten. Mit den rund 130 verbleibenden Warenhäusern hofft der angeschlagene Konzern, schnell wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.

Die Gewerkschaft Verdi warf der Geschäftsführung Missmanagement vor. «Viele sind nicht nur unendlich traurig über ihren Jobverlust, sie empfinden auch berechtigte Wut auf die derzeitige Unternehmensleitung», sagte Gewerkschaftssekretärin Miriam Jürgens. Bundesweit verlieren laut Verdi rund 2500 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

Schlagworte:
, ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Daimler sollte nach Ansicht von Betriebsratschef Michael Brecht wegen des herrschenden Kostendrucks das Engagement beim Car-Sharing und anderen Mobilitätsdiensten einstellen. Wie sehen Sie das? Befürworten Sie Car-Sharing oder kann das eingestellt werden?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen