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Geld verdienen mit Amazon & Co. – auch ohne Kursgewinne

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Man hat sich ja irgendwie daran gewöhnt Werbeanzeigen auszublenden. Entweder ganz konkret durch einen ordentlichen Ad-Blocker, oder eben durch einen eigenen selektiven Blick, der Banner und dergleichen nur noch als Farbkleckse wahrnimmt. Dabei lohnt der Blick auf die Werbebotschaften manchmal durchaus. Etwa bei der aktuellen Kampagne der Deutschen Bank, die freundlich darauf hinweist, dass es bei den großen US-Technologie-Giganten dieser Tage ausnehmend gute Konditionen für Discountzertifikate gibt.

Ein Beispiel wäre Amazon. Die Aktie hat in den letzten Wochen drastisch an Wert verloren und ist von 2.000 Dollar auf zuletzt nur noch 1.500 Dollar abgestürzt. Wie weit es von da aus noch nach unten gehen kann, vermag schon deshalb niemand zu sagen, weil sich Amazon von jeher jedem gängigen Bewertungsverfahren entzieht. Oder anders: Ob das Unternehmen mit einem KGV von 50, 100 oder 200 angemessen bewertet sein könnte, ist schon fast eine philosophische Frage.

Die noch vom Kurs-Boom der letzten Jahre verblendete Analystengemeinde ist sich jedenfalls insofern einig, dass beinahe durchweg Kursziele (weit) jenseits der 2.000 Dollar pro Anteilsschein genannt werden. Bei einem aktuellen Gewinn je Aktie von rund 20 Dollar impliziert dies, dass es bei gleichbleibendem Gewinn schlappe 100 Jahre dauern würde, bis der Einstiegspreis über den erwirtschafteten Ertrag wieder eingespielt wäre.

Aber das ist natürlich nur eine theoretische Betrachtung, weil solche Banalitäten bei einem der möglichen künftigen Herrscher der Welt ziemlich irrelevant sind. Und deshalb reicht der denkbare Rahmen für den Börsenkurs von Amazon eben von jenen 2.400 Dollar, die sich sehr optimistische Analysten ausgewürfelt haben, bis zu den knapp 1.000 Dollar, bei denen die letzte von Trumps Steuergeschenken ausgelöste Schubwelle nach oben gestartet war.

Und um sich in diesem dann ja doch ziemlich breiten Rahmen nervenschonend, aber  trotzdem renditestark zu positionieren, kommen eben jene Discounter ins Spiel. Bei einem solchen mit einem maximalen Rückzahlungswert von 1.350 US-Dollar bietet sich derzeit bis zur Fälligkeit Ende 2019 ein Gewinnpotenzial von 13,2 Prozent – oder aufs Jahr gerechnet von erbaulichen 12% p.a. (DS37YS).

Der Maximalwert („Cap“) von 1.350 Dollar wiederum impliziert, dass die Aktie ausgehend vom aktuellen Kurs um 1.500 sogar noch einmal um rund zehn Prozent absacken könnte, weil es zum Erreichen des Maximalziels ausreicht, wenn die Aktie am Ende auch nur einen Cent über dem Cap notiert. Zu beachten ist allerdings noch, dass sich neben dem Aktienkurs auch der Wert des US-Dollars auf die Höhe der Rückzahlung auswirkt. Denn ob 1.350 Dollar in gut einem Jahr mehr oder weniger wert sind als heute, entscheidet sich am Devisenmarkt.

Und davon abgesehen, lässt sich je nach eigener philosophischer Einschätzung zum angemessen Amazon-Kurs das Chance-Risiko-Profil natürlich in fast jeder gewünschten Form anpassen. Wer den benötigten Zielkurs per Dezember 2019 auf das aktuelle Amazon-Niveau von 1.500 Dollar hochzieht, der kann auch einen Maximalgewinn von 17,7 Prozent oder 14,6% p.a. anpeilen (DS37YV) – wiederum mit der zusätzlichen Ungewissheit des Dollar-Effekts. Wer indes eher die 1.000 Dollar als sichere Rückfall-Linie einplant, der kann immerhin noch 5,3% p.a. (bei Fälligkeit im Juni!, DS0XW7) ins Visier nehmen.

Schließlich geht das Ganze aber auch ohne diesen Unsicherheitsfaktor der Euro-Dollar-Entwicklung. Hierfür hat dann die Commerzbank die entsprechenden Produkte im Angebot. Bei diesen wird 1 USD als 1 EUR festgesetzt. Bei dem 1.500er heißt das dann: Wenn Amazon Ende 2019 über 1.500 Dollar notiert, werden 1.500 Euro ausbezahlt (bzw. 150 Euro, weil ein Zertifikat hier nur einer Zehntel-Aktie entspricht). Die dann verbleibende Renditechance – ohne zusätzliches Wechselkursrisiko – liegt immer noch bei 13% p.a. (CA2QPY).

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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