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Geldpolitik im Fokus, Entspannung in Italien

| Quelle: Deutsche Bank X... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der am heutigen Mittwoch wahrscheinlich wichtigste Termin findet zwar erst lange nach Börsenschluss statt, trieb den DAX aber bereits im Vorfeld an: Es handelt sich um das Zinssitzungsprotokoll der US-Notenbank vom 31. Juli, das am Abend veröffentlicht wird.

Das war heute los. Ab 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden die jüngsten Fed Minutes veröffentlicht. Diese dürften Aufschluss über den weiteren Kurs der Fed geben. Anleger erhoffen sich neuen Rückenwind von Seiten der Geldpolitik. Die US-Notenbank muss derzeit die Balance halten zwischen der Unabhängigkeit der Notenbanken und den Forderungen, die Zinsen weiter zu senken. Insbesondere US-Präsident Donald Trump pocht auf weitere geldpolitische Lockerungen. Im Vorfeld der Fed-Protokoll-Veröffentlichung legte der DAX zwischenzeitlich um mehr als ein Prozent zu.

Für Zuversicht sorgte hierzulande auch, dass in Italien die Aussichten auf Neuwahlen gesunken sind und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für eine Koalition aus 5-Sterne-Bewegung und der sozialdemokratischen PD gestiegen ist. Damit könnte der Konflikt mit der Europäischen Union eingedämmt werden. Im Gegensatz zu den Aktienmärkten tendierte der Goldpreis schwächer. Zeitweise ging es für die Notierungen um rund 1 Prozent nach unten. Damit spielte sich der Handel weiterhin im Bereich der psychologisch wichtigen 1.500-US-Dollar-Marke ab.

Das waren die Tops & Flops. Mit thyssenkrupp und Continental gehörten zwei der schwächsten Titel des jüngsten DAX-Abschwungs heute zu den größten Gewinnern im Leitindex. Die Aktien des Stahl- und Industriekonzerns sowie des Reifenherstellers verbesserten sich zwischenzeitlich um über 3 Prozent. Auch die Aktien von Covestro erholten sich deutlich. In der Spitze ging es hier für den Kurs um mehr als 2 Prozent in die Höhe.

Zu den wenigen Verlierern im DAX gehörte heute Fresenius Medical Care. Die Aktie des Anbieters von Dialyseprodukten und -dienstleistungen gab zeitweise um rund 1 Prozent nach. Damit legte Fresenius Medical Care nach der jüngsten Kurserholung eine technische Verschnaufpause ein.

Im Fokus stand auch der MDAX-Titel Commerzbank. Laut dem Handelsblatt erwägt die Commerzbank eine Verkleinerung des Filialnetzes von aktuell rund 1.000 auf nur noch 800 bis 900. Mögliche Filialstreichungen werden voraussichtlich Ende September mit dem Aufsichtsrat diskutiert.

Das steht morgen an. Am Donnerstag steht das Treffen der weltgrößten Notenbanken in Jackson Hole im Mittelpunkt. In Brüssel wird der Index zum Verbrauchervertrauen im Euroraum für den August bekanntgegeben (Vorabschätzung). Außerdem gibt CTS Eventim die Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr bekannt.

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