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Geopolitik bestimmt die Märkte

| Quelle: FIN_BLOG | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Wirtschaftskalender zu urteilen, war die Woche eigentlich relativ arm an Ereignissen. Aus den USA gab es unter anderem Kennzahlen zur Inflation, wie den Produzenten- und den Konsumentenpreisindex. Außerdem wurden die Protokolle der Federal Reserve Bank sowie der EZB veröffentlicht. Überraschend war hier das EZB-Protokoll mit einer unerwartet lockeren Haltung in Sachen Geldpolitik, was den Eurokurs belastete.

Prägend zum Wochenstart waren vielmehr die versöhnlichen Worte von Chinas Präsident Xi in Sachen Handelskrieg. Das gab den Märkten einen unmittelbaren Aufschwung, wurde doch das Nachgeben Xi’s als Sieg von Trump gefeiert. Ob das bereits das Ende dieses Kapitels ist, ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Für Aufregung und wieder nachgebende Märkte sorgte dann natürlich die sich zuspitzende Situation in Syrien. Der US-Raketenzerstörer USS Donald Cook steht 100 Meilen vor der syrischen Küste, ein ähnliches Kriegsschiff hatte vor fast genau einem Jahr 59 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk auf einen syrischen Flughafen abgefeuert. Aufgrund eines mutmaßlichen Chemiewaffenangriffes in Syrien am 4.April ging die Rhetorik nun soweit, dass erneut mit einem solchen Schlag von Seiten der USA sowie Frankreich und Großbritannien gedroht wurde. Die europäische Flugaufsichtsbehörde gab bereits eine Warnmeldung für den syrischen Luftraum heraus. Russland, das eine Verantwortung von Machthaber Assad für den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff bestreitet, entgegnete diesmal, dass man bereit sei „die Marschflugkörper abzufangen und auch die Abschussvorrichtungen von denen diese gekommen sind, angreifen würde“. Bei einem solchen Szenario sollte man sich allerdings um andere Sachen Gedanken machen, als ein paar Prozent Verlust im eigenen Aktienportfolio.

Am Donnerstag ruderte Washington jedoch wieder zurück, von einem Angriff „innerhalb der nächsten Tage“ ist jetzt keine Rede mehr. „Eine finale Entscheidung wurde noch nicht getroffen.“ US-Präsident Trump twitterte "Never said when an attack on Syria would take place. Could be very soon or not so soon at all!" Das gab den Aktienmärkten wieder Auftrieb, am späten Donnerstagnachmittag notieren die Indizes (Dax, Dow Jones) am oberen Ende der Handelspanne der letzten zwei Wochen. Der zwischenzeitlich stark gestiegene Goldpreis, der bereits über 1.360 USD notierte, kam im Zuge der vorläufigen Entspannung auch wieder zurück und notiert aktuell ca. 1% schwächer bei 1.341 USD.

Ein großer Profiteur sowohl von den geopolitischen Spannungen, als auch vom Rückgang in der OPEC-Ölproduktion war der Ölpreis. Öl der Sorte Brent konnte zum Wochenausklang deutlich die 70 USD-Marke hinter sich lassen.

Es wird sicherlich weiterhin äußerst spannend an den Märkten bleiben, sowohl in causa Handelskrieg als auch durch die Situation in Syrien kann es stündlich zu neuen Ereignissen kommen, die die Märkte in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen können.

Wie immer viel Erfolg bei der Geldanlage wünscht Ihnen

 

Ihr finanztreff.de Team

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