DAX ®11.325,44-1,77%TecDAX ®2.567,19-3,70%Dow Jones25.387,18-2,32%NASDAQ 1006.829,10-2,98%
finanztreff.de
Liebe finanztreff.de-Nutzer, aufgrund eines Devisenkursproblems kommt es derzeit zu falschen Berechnungen im Portfoliobereich unter Mein finanztreff. Unsere Techniker sind informiert und beheben das Problem. Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und um etwas Geduld.

Geprügelte deutsche Auto-Aktien – Zeit für eine Erholung?

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Viel schlimmer kann es für die deutschen Autobauer eigentlich nicht mehr kommen. Die Serie schlechter und richtig schlechter Nachrichten reicht von der Dieselkrise und ihren Spätfolgen wie den anstehenden Fahrverboten und der Einführung des neuen strengeren Messverfahrens für Abgase bis zur Androhung von Strafzöllen in den USA. Letztere hängen noch immer wie ein Damoklesschwert über den Aktien von Daimler & Co, während die erstgenannten Faktoren bereits auf die Absatzzahlen durchschlagen. So sind die Neuzulassungen in Deutschland nach einem 30-Prozent-Einbruch im September auch im Folgemonat noch einmal deutlich unter den Zahlen des Vorjahres geblieben.

Die zuletzt verkündeten Gewinnwarnungen von Daimler oder Continental sind da eine fast logische Konsequenz, zumal auch der Blick in die Zukunft eher trübe ist, weil den deutschen Herstellern noch erhebliche Investitionen ins Haus stehen, um ihren Rückstand bei der Elektro-Mobilität aufzuholen. Folgerichtig haben die Börsianer die Aktien hart abgestraft und mit KGVs zwischen 5,5 und 7,1 gehören BMW, Daimler und VW zu den billigsten Aktien im Dax. Die Titel sind derzeit so unbeliebt, dass nicht einmal die imposanten Dividendenrenditen ausreichen, um Anleger zum Kauf zu bewegen. Bei Daimler zum Beispiel blitzen derzeit knapp 7% als erwartete Ausschüttungsrendite auf, denn trotz aller Negativmeldungen verdienen die Unternehmen immer noch viel Geld.

Der rechte Auslöser für eine Wiederbelebung der Aktien will sich aber partout nicht zeigen, wobei angesichts der drastischen zusammengestrichenen Kurse einiges an Erholungspotenzial da wäre – wenn es dann doch einmal dazu kommen sollte. Vielleicht durch versöhnliche Töne aus den USA, wo Trump nach der Wahl von gestern etwas eingebremst worden ist.

Wer weiter an die deutsche Automobilbranche glaubt und eher von einer kräftigen Erholung als einem noch weiter gehenden Kursdebakel ausgeht, für den hält Vontobel noch bis zum 26. November eine interessante „Protect-Multi-Aktienanleihe mit Partizipation“ zur Zeichnung bereit. Basiswerte sind die drei Hauptleidtragenden der letzten Monate: Daimler, Continental und Volkswagen (VA8ME7).

Für die Anleihe wird unabhängig von der Kursentwicklung der drei Aktien ein sicherer Kupon von 6% jährlich bezahlt. Zusätzlich kann es bei Fälligkeit in zwei Jahren aber zu einem fetten Nachschlag kommen, wenn die durchschnittliche Wertentwicklung der drei Aktien dann positiv ist. Denn diese positive Durchschnittsperformance wird dann auf den Nominalbetrag aufgeschlagen – und zwar in unbegrenzter Höhe. Damit ergibt sich also eine reizvolle Kombination aus starker Kurschance im Fall einer entsprechenden starken Erholung, gleichzeitig aber auch eine sehr ansehnliche Rendite, falls die Aktien auch weiterhin nicht in die Erfolgsspur zurückfinden.

All dies gilt allerdings nur, wenn zuvor keine der drei Aktien unter die jeweilige Protect-Schwelle zurückgefallen ist. Diese soll (indikativ) bei 75 Prozent des aktuellen Börsenkurses liegen. Einen Rücksetzer um nochmal knapp 25 Prozent würden die ohnehin schon geprügelten Aktien also verdauen können. Sollte dies nicht reichen, dann bestimmt am Ende die schlechteste der drei Aktien über den Rückzahlungswert. Sie wird dann statt des Nominalbetrags ins Kundendepot eingebucht, was zwangsläufig mit entsprechenden Verlusten verbunden wäre. Sie werden durch die auch in diesem Negativszenario trotzdem anfallenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 120 Euro zwar etwas abgemildert, werden aber vermutlich nicht ausreichen um Verluste zu vermeiden.

Ralf Andreß

Schlagworte:
,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
DS6P4Q CONTINENTAL Wave L 118 2018/12 (DBK) 7,136
DS7ZMH CONTINENTAL Wave S 153 2019/03 (DBK) 7,328
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

CONTINENTAL
CONTINENTAL - Performance (3 Monate) 136,37 -0,98%
EUR -1,35
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
09.11. DZ BANK Neutral
09.11. CFRA Neutral
09.11. CREDIT SUISSE Neutral
Nachrichten
12.11. dpa-AFX: *LBBW CUTS CONTINENTAL AG PRICE TARGET TO 185 (205) EUR - 'BUY'
12.11. dpa-AFX: *LBBW SENKT ZIEL FÜR CONTINENTAL AG AUF 185 (205) EUR - 'KAUFEN'
12.11. Continental braucht mehr Experten für künstliche Intelligenz
Weitere Wertpapiere...
DAIMLER 50,10 -1,68%
EUR -0,86
VOLKSWAGEN VZ 145,38 -0,39%
EUR -0,57
Basket AktAnlMultiProt 6% 2020/12 (VON) 100,00 ±0,00%
% ±0,00
Werbung

Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

» Alle News von Investmentecke
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Aktuelle Videos

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Finpulse

der B2B-Regulierungsgipfel für Digitalisierung und Finanzen.

Jetzt registrieren!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Amazon bringt in Großbritannien ein Vergleichsportal für Versicherungen auf den Markt. Die Versicherer beäugen das sehr skeptisch, da sie befürchten, dass Amazon erst mal nur Marktforschung betreibt und danach mit eigenen Versicherungsprodukten auf den Markt geht. Glauben Sie das auch?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen