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Gerresheimer kauft zu und wird bei Umsatzprognose 2018 optimistischer

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Der MDAX-Konzern Gerresheimer wartet mit gleich zwei Nachrichten auf: Das Düsseldorfer Unternehmen übernimmt die schweizerische Sensile Medical AG und erweitert damit sein Geschäftsmodell. Zudem konnte Gerresheimer nach eigenen Angaben zwei neue Großaufträge gewinnen und erwartet dadurch mittelfristig ein erhöhtes Wachstum und verbesserte Profitabilität. Zunächst werden aber die Investitionsausgaben steigen. Bei der Prognose für die währungsbereinigten Umsatzerlöse für 2018 wird Gerresheimer jetzt optimistischer und sieht diese am oberen Ende der Spanne von 1,38 bis 1,4 Milliarden Euro.

Zu dem Zukauf teilte der Verpackungsspezialist weiter mit, der Kaufpreis werde in Abhängigkeit von dem Erreichen vertraglich definierter Meilensteine höchstens 350 Millionen Euro betragen. Die Anfangszahlung bezifferte Gerresheimer auf 175 Millionen Euro. Sensile Medical entwickelt Drug Delivery Produkte und Plattformen zur Verabreichung von Medikamenten, einschließlich digitaler Vernetzung. Sensile Medical arbeite bereits "sehr erfolgreich" mit Kunden an der Entwicklung von Devices für Diabetiker und Patienten mit Herzerkrankungen zusammen, so Gerresheimer weiter.

Zudem meldete Gerresheimer zwei große neue Aufträge: Einen zur Herstellung von Inhalatoren und einen für vorfüllbare Spritzen für einen großen Heparin-Hersteller. Deswegen ergeben sich laut Gerresheimer nun ohne Sensile Medical Änderungen in der Planung der Investitionen, Profitabilität und Umsatzerlöse. Das auf Pharma- und Kosmetikverpackungen spezialisierte Unternehmen setzt jetzt für 2019 und 2020 höhere Investitionen von voraussichtlich zusätzlichen 2 Prozentpunkten bis maximal 4 Prozentpunkten der währungsbereinigten Umsatzerlöse an. So werde die Kapazität im Werk Horsovsky Tyn in der Tschechischen Republik ausgeweitet. Zudem soll die weitere Automatisierung vorangetreiben werden und auch für ein neues Werk in Osteuropa genutzt werden.

Die höheren Capex-Ausgaben führen auf der anderen Seite aber auch zu Belastungen. In den Jahren 2019 und 2020 liegt die Belastung der bereinigten EBITDA-Marge bei ca. 1 Prozentpunkt (verglichen mit dem Wert des Geschäftsjahres 2017), erklärten die Düsseldorfer weiter. Dies gehe auf die niedrigmargigen Umsatzerlöse im Engineering- und Werkzeuggeschäft aus den gewonnenen neuen Großaufträgen zurück. Zudem sieht Gerresheimer erhöhte Aufwendungen für Verlagerung, Mitarbeitertrainings und das An- und Hochfahren der Produktion.

Für 2021 und 2022 erwartet Gerresheimer ebenfalls ohne Berücksichtigung von Sensile Medical, dass dann einerseits die Umsatzerlöse über das übliche Wachstum hinaus genauso wie die bereinigte EBITDA-Marge um 2 Prozentpunkte steigen und andererseits das Investitionsvolumen wieder auf rund 8 Prozent zurückgehen wird. Zum Ausblick auf das laufende Jahr erklärte Gerresheimer, man erwarte ein "starkes zweites Halbjahr" und die Prognose für die währungsbereinigten Umsatzerlöse werden am oberen Ende der Spanne von 1,38 bis 1,4 Milliarden Euro präszisiert.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr/ros

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July 11, 2018 15:01 ET ( 19:01 GMT)

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