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Gold: Steigt der Goldpreis bald auf neuen Rekord?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Goldpreis hat den Höhenflug der vergangenen Wochen vorerst beendet und ist wieder knapp unter die Marke von 1.500 US-Dollar gefallen. Am Mittwochmorgen wurde die Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls an der Börse in London trotz Regierungskrise in Italien bei 1.497 US-Dollar (1.350 Euro) gehandelt. Damit entfernte sich der Goldpreis wieder etwas vom höchsten Stand seit dem Frühjahr 2013, der in der vergangenen Woche bei 1.535 Dollar erreicht worden war (siehe Chart unten).

"Gold nimmt eine Atempause", kommentierte Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank die jüngste Kursentwicklung. Seiner Einschätzung nach wird der Goldpreis unter anderem durch jüngste Kursgewinne beim US-Dollar "in Schach gehalten". Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht ein Kursanstieg bei der Weltleitwährung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollar-Raums teurer und bremst damit die Nachfrage.

Außerdem habe die leichte Entspannung an den internationalen Finanzmärkten den Goldpreis belastet, hieß es von Marktbeobachtern. In der laufenden Handelswoche konnten sich die Aktienmärkte etwas erholen und am Markt für Staatsanleihen sind die Renditen vorerst nicht weiter gefallen. Sowohl Edelmetalle als auch Anleihen fungierten zuletzt als "sichere Häfen".

Experte Briesemann wollte einen weiteren Anstieg des Goldpreises +1,29% aber nicht ausschließen. Der Aufwärtstrend beim Edelmetall sei nach wie vor intakt, das Kaufinteresse seitens der Finanzinvestoren weiterhin hoch, so Briesemann.

Die Investment-Strategen von Goldman Sachs setzten kürzlich ihre Zwölf-Monats-Prognose für den Goldpreis von 1.475 auf 1.600 Dollar herauf. Die immer schlechteren Aussichten für die Weltwirtschaft, vor allem auf Grund des Handelskrieges zwischen den USA und China würden die Attraktivität des gelben Metalls als Absicherung gegen Turbulenzen an den Aktienmärkten steigen lassen.

Und Michael Widmer von der Bank of America Merrill Lynch (BofA) sieht mittelfristig sogar ein neues Rekordhoch in Reichweite: "Es besteht die Möglichkeit, dass der Goldpreis in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 2.000 Dollar pro Unze steigt", zitierte ihn das Handelsblatt. Das bisherige Rekordhoch erreichte Gold im Sommer 2011 auf dem Höhepunkt der Euro-Krise bei 1.900 Dollar.

Vor allem die niedrigen Zinsen in den USA würden die Goldnachfrage der Investoren anheizen. Selbst der recht stabile US-Dollar wirkt sich derzeit nicht negativ auf den Goldpreis aus. "Das Einzige, was zählt, sind die Zinsen", sagte Widmer. Und auch die negativen Anleiherenditen in weiten Teilen Europas tragen zu der hohen Goldnachfrage bei. Zahlen des World Gold Council belegen, dass Investoren in Europa allein im Juli rund 480 Millionen Dollar zusätzlich in Gold-Indexfonds angelegt haben.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Gold (Feinunze in US-Dollar)
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