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Gold steigt um 150$ binnen zwei Monaten

| Quelle: GoldSilberShop.de

Aktueller Marktkommentar von Markus Blaschzok für die GoldSilberShop.de GmbH

Von der Masse unbemerkt, schossen die Preise für Gold und Silber in den vergangenen zwei Monaten deutlich nach oben. Gold in US-Dollar konnte seit dem Test der Unterstützung bei 1.200$ um über 150$ je Feinunze binnen nur zweier Monate ansteigen. Der Silberpreis legte um drei Dollar in der gleichen Zeit zu, wobei beide Edelmetalle exakt die Ziele erreichten, die wir vor über zwei Monaten in unserer Prognose nannten.

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Der Goldpreis schoss um über 150$ nach oben und erreichte die Hochs des Vorjahres.
 
Insbesondere der schwache US-Dollar war für den starken Anstieg der Edelmetallpreise verantwortlich und wir bleiben der festen Überzeugung, dass die US-Notenbank auf lange Sicht ihre expansive Geldpolitik wieder fortsetzen wird. Auch reale Negativzinsen gepaart mit einer starken Finanziellen Repression, die zur verdeckten Enteignung der Bevölkerungen führen wird, begleiten uns in den kommenden zehn Jahren weiterhin. Eine Abkehr davon ist – solange die Notenbanken und das Papiergeldsystem existieren – nicht in Sicht. Für die Edelmetalle war und ist dies das Umfeld starker Preisanstiege. In den siebziger Jahren herrschte auch Stagflation, wie sie nun auf die Welt zukommt. Damals stiegen die Edelmetallpreise um mehr als das Zwanzigfache an. Auch wenn der Silberpreis mit aktuell 17$ deutlich über dem Tief der Jahrtausendwende von 4$ notiert, so sind dies nur nominale Werte. Berücksichtigt man die Geldmengenausweitung seit dem Jahr 2008, so ist der Silberpreis aktuell ähnlich günstig wie damals zu 4$ je Feinunze.

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Die Spekulation auf einen steigenden Euro ist so extrem wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Real sind Edelmetalle also immer noch historisch günstig und bieten daher als strategisches langfristiges Investment überaus gute Chancen auf hohe Gewinne bei vernachlässigbar geringen Risiken. Der Aufwärtstrend für Gold in Euro ist nun seit über dreieinhalb Jahren intakt und es ist davon auszugehen, dass dieser aufgrund der Geldpolitik der EZB auch weiterhin Bestand haben wird. Während sich Draghi in der letztwöchigen Notenbanksitzung noch bedeckt hielt, so wird dieser vermutlich auf der Sitzung im Dezember eine Verlängerung des Ankaufprogramms für Staatsanleihen verkünden. Dies wird den inneren Wert des Euros weiter aushöhlen. Mit der Begründung Flutopfern des Hurrikan Hilfe leisten zu können, wurde nun in den USA die Schuldenobergrenze für drei Monate außer Kraft gesetzt. Damit wurde eine Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung gerade noch so verhindert. Marktteilnehmer glauben aktuell nicht mehr an eine weitere Zinsanhebung in den USA im Dezember, was sich darin zeigt, dass der Markt aktuell nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 20% für eine erneute Zinsanhebung sieht. Daher fällt der Außenhandelswert des US-Dollars auch immer weiter mit dem stärksten Rückgang im USD-Index seit sieben Jahren, wobei die technisch wichtige Unterstützung bei 93 Punkten durchbrochen wurde. Es drohen weitere spekulativ getriebene Verkäufe beim US-Dollar, wenn die Notenbanken nicht intervenieren.

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Der US-Dollar fiel seit Jahresbeginn so stark wie seit 7 Jahren nicht mehr.

Nebst der Kriegsgefahr mit Nordkorea, einem möglichen Crash am Aktienmarkt sowie den Kryptowährungen, gibt es viele weitere Risiken an den Märkten, die schon bald zu einer wieder einsetzenden Flucht in den sicheren Hafen Gold führen dürften. Während die Aktienmärkte überbewertet sind, bieten die Edelmetalle eine günstige Chance für langfristige Investments bevor die Masse auf den Zug aufspringen wird. 

Palladium fast so teuer wie Platin

In der vergangenen Woche stieg der Preis für die Feinunze Palladium mit 1.002 US-Dollar auf den höchsten Stand seit 16 Jahren. Nur noch 20$ trennten Palladium davon, für den gleichen Preis wie Platin gehandelt zu werden. Seit dem Abgasskandal rund um Dieselfahrzeuge und dem geplanten Verbot dieser durch die Politik, haben sich die Industrie sowie die Konsumenten den neuen Bedingungen angepasst und fokussieren sich nun zunehmend auf Benzinmotoren. Für deren Katalysatoren wird vermehrt Palladium verwendet, während in Dieselfahrzeugen eher Platin zum Einsatz kommt. Deshalb kam es in den vergangenen Monaten zu einer Stärke im Palladiumpreis und einer relativen Schwäche beim Platin. Während Palladium immer höher anstieg, konnte Platin nicht so recht vom Boden abheben.

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Palladium ist nur noch 80$ von seinem Allzeithoch im Jahr 2000 entfernt.

In der europäischen Gemeinschaftswährung ist das Allzeithoch von Palladium aufgrund der Wechselkursveränderung noch weiter entfernt. Trotzdem konnte der Preis seit Anfang 2016 um fast 90% deutlich ansteigen. Sollte die Europäische Zentralbank jedoch ihre expansive Geldpolitik fortsetzen und sich der Zinsunterschied zwischen den USA und Deutschland noch stärker ausweiten, so dürfte sich gerade der Palladiumpreis in Euro deutlich besser entwickeln als in US-Dollar in den kommenden Monaten.

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In Euro ist das Allzeithoch noch nicht in Reichweite. 

Jetzt strategisch in Platin investieren

Wirft man einen Blick in die Historie, so zeigt sich, dass Palladium in der Geschichte nur einmal relativ zum Platin so teuer war und ein Preisverhältnis von 1:1 erreichte. Aktuell ist Platin also relativ günstig zu Palladium mit einem Ratio von fast „1“. Die Industrie versucht immer teure mit günstigeren Edelmetallen zu substituieren, wann immer es ihr möglich ist. Es ist daher davon auszugehen, dass langfristig der Preis von Platin relativ zu Palladium wieder deutlich ansteigen könnte. Das Verhältnis von Platin zu Palladium erreichte in der Geschichte oftmals ein Ratio von 5. Auf Sicht der nächsten 10 Jahre ist es daher gut möglich, dass dieses Niveau wieder erreicht werden wird. Da die Notenbanken der Welt die Geldmenge unaufhörlich ausweiten, ist von einem übergeordneten Rohstoff-Bullenmarkt auszugehen, weshalb es sinnvoll ist Palladium nicht zu verkaufen, sondern strategisch auf langfristige Sicht überproportional mehr Geld in Platin zu investieren. Platin könnte sich langfristig etwa fünfmal besser entwickeln als Palladium, wenn alte Bewertungen wieder erreicht werden. Gerade da die Industrie versucht immer die günstigsten Edelmetalle zu verwenden, ist bei dem aktuellen Ratio von 1 bis 0,5 womöglich eine Art langfristiger Boden zu sehen, der durch starke Nachfrage nach Platin geprägt sein dürfte. Das Chance/Risiko-Verhältnis für ein Investment in Platin ist daher langfristig gesehen überaus gut. Es kann daher sinnvoll sein Palladiumbestände zugunsten von Platin im physischen Edelmetalldepot zu reduzieren und dafür überproportional mehr Platin zu kaufen. Insgesamt empfehlen wir eine Beimischung von 5-10% zu einem gut diversifizierten Edelmetalldepot.

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Platin ist nun historisch günstig.

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