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Goldpreis verblüfft mit starkem Anstieg

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach Signalen der US-Notenbank Fed zu einer baldigen Zinssenkung ist der Goldpreis auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren geklettert. Update: Nach einem kräftigen bereits am Donnerstag stieg der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) am Freitagmorgen zeitweise auf 1.411 US-Dollar (1.233 Euro). Dieses Kursniveau hatte der Goldpreis auf Dollar-Basis zuletzt Anfang September 2013 gesehen.

Gold erhält derzeit von mehreren Seiten Rückenwind. Ein wichtiger Punkt ist die Geldpolitik: Am Mittwoch hatte US-Notenbank-Präsident Jerome Powell seine Bereitschaft für Zinssenkungen signalisiert, falls diese notwendig werden sollten. Er wies auf einen zunehmenden wirtschaftlichen Gegenwind hin, wobei er die Unsicherheit durch die Handelskonflikte und das nachlassende globale Wirtschaftswachstum betonte.

Der Zinsnachteil von Gold verringert sich durch sinkende Zinsen. Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen als sicher empfundenen Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren keine regelmäßigen Erträge wie Zinsen ab. Fallen die Kapitalmarktzinsen, fällt dieser Nachteil weniger stark ins Gewicht. Die zurückgehenden Marktzinsen sind ebenfalls eine Folge hoher Unsicherheit unter Anlegern. Hinzu kommt das schwache weltweite Wirtschaftswachstum.

Hinzu kommt der schwächere Dollar, der unter der Erwartung sinkender US-Zinsen leidet. Gold wird international in amerikanischen Dollar gehandelt. Ein fallender Dollarkurs kommt Anlegern außerhalb des Dollarraums entgegen, weil diese günstiger an die US-Währung und damit auch an Gold kommen.

Auch politische Risiken lassen Anleger verstärkt zu als sicher geltenden Anlagen wie Gold greifen. Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China hatten zuletzt auch die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zugenommen. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten am Donnerstagmorgen den Abschuss einer US-Drohne. Nach dem einseitigen Ausstieg der USA letztes Jahr aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran sind auch die Spannungen zwischen den beiden Ländern gewachsen.

China tritt auch als großer Goldkäufer in Erscheinung. Die Peoples Bank of China (PBoC) gehört zu den aktivsten Käufern am Goldmarkt. Im vergangenen Jahr hat sie rund 40 Tonnen Gold gekauft. Und die Käufe werden größer: Allein im Mai 2019 stockte das Reich der Mitte seine Goldreserven um weitere knapp 16 Tonnen auf.

Auch die Charttechnik spielt wahrscheinlich eine Rolle beim Goldpreis-Anstieg, wenn auch keine große. Mit dem Anstieg über 1.360 Dollar hat Gold ein technisches Kaufsignal gegeben. Im Bereich um 1.350 Dollar war der Goldpreis in den vergangenen drei Jahren mehrmals gescheitert und wieder zurückgefallen (siehe Chart unten).

mmr mit Material von dpa-AFX

Drei-Jahres-Chart Gold (Feinunze in US-Dollar, Terminmarkt)
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