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Greenpeace-Studie sieht Hambacher Wald vor der Austrocknung

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BERLIN (Dow Jones)Der an den Hambacher Wald heranrückende RWE-Braunkohletagebau heizt laut einer Greenpeace-Studie die Umgebung auf und bedroht so den bereits dürregestressten Wald zusätzlich. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um den Biologen und Waldforscher Professor Pierre Ibisch in der Untersuchung "Hambacher Forst in der Krise". Extreme Temperaturunterschiede zwischen Tagebau und Hambacher Wald von durchschnittlich elf Grad im Sommer seien eine Ursache dafür, dass an den Waldrändern vermehrt Bäume absterben, wie Greenpeace mitteilte. Insbesondere in den Sommermonaten der jüngst besonders warmen Jahre mit durchschnittlichen Oberflächentemperaturen von über 45 Grad Celsius sei der Tagebau der Hitzepol der Region.

Der Tagebau wirkt auf den Wald wie eine gigantische Abzugshaube", erklärt Studienautor Ibisch. Die aufsteigende erhitzte Luft sauge Feuchtigkeit aus dem Wald und der gesamten Umgebung. "Diese mikroklimatischen Randeffekte, die vom Tagebau ausgehen, sind ein bislang unterschätztes Problem", so Ibisch. Seine Studie empfiehlt, nicht näher an den Wald heran zu baggern. Außerdem müsse die umgebende Landschaft gekühlt werden. Die weitere Abbaggerung hin zum Hambacher Wald müsse sofort gestoppt, an den Wald angrenzende Gebiete sollten als "thermische Pufferzone" auf einer Breite von bis zu 500 Metern wiederbewaldet werden.

RWE hatte sich nach den Protesten von Naturschützern bereiterklärt, eine Rodung des Hambacher Forsts bis zum Herbst 2020 auszusetzen. Allerdings will der Konzern auch eine Entschädigung für das entgangene Braunkohlegeschäft. Derzeit verhandelt das Unternehmen noch mit der Bundesregierung. Eine Kostenschätzung für das betreffende Waldstück liegt noch nicht vor.

Link zur Studie: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/hambacher_forst.pdf

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/sha

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August 14, 2019 07:31 ET ( 11:31 GMT)

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