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Greift sich Berlusconi den Medien-Konzern Pro7Sat.1?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine Anteilsaufstockung durch den italienischen Großaktionär Mediaset hat bei den ProSiebenSat.1-Anlegern am Mittwoch Übernahmefantasie entfacht. Mediaset ist nun mit 15,1 Prozent an dem Medienkonzern beteiligt. Die von Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi kontrollierte Privatsendergruppe Medienkonzern hat über seine spanische Tochter weitere 5,5 Prozent an dem deutschen Konzern erworben, teilte das Unternehmen am Montag in Cologno Monzese mit. Damit steigt der Anteil auf 15,1 Prozent.

Mediaset hatte sich im Mai für 330 Millionen Euro 9,6 Prozent an ProSiebenSat.1 gesichert. Dies hatte die schon vorher kursierenden Gerüchte über eine Übernahme von ProSiebenSat.1 durch die Italiener befeuert. ProSiebenSat.1-Chef Max Conze hatte das Engagement der Italiener als willkommenes Finanzinvestment begrüßt, sich aber auch gegen eine Fusion gewandt.

Im frühen Handel kletterte der MDAX-Wert bis auf 14,41 Euro und damit auf den höchsten Stand sei Juni. Zuletzt notierten die ProSiebenSat.1-Aktien -0,79%  noch 4,1 Prozent im Plus bei 14,28 Euro. Um das Gesamtbild der Aktie zu ändern - sie arbeitet nach dem Absturz der vergangen Jahre weiter an einer Bodenbildung und ist noch deutlich von dem Jahreshoch bei knapp 17 Euro entfernt -, müsste der Ausbruchsversuch nun erst einmal erfolgreich verlaufen.

Analystin Lisa Yang von Goldman Sachs bezeichnete den Schritt von Mediaset zwar als positiv für den Kurs von ProSiebenSat.1, bezweifelte aber die Strategie dahinter. Es sei nur bedingt sinnvoll für Mediaset, eine europäischen Kette für frei-empfangbares Fernsehen aufzubauen. Sinnvoller wären Partnerschaften im Bereich von Over-the-top content, also Inhalten über Internetzugänge. Immerhin beleuchte der Schritt die relative Stärke von ProSiebenSat.1 diesem Bereich, in dem Mediaset in den vergangenen Jahren unterinvestiert gewesen sei. Die Analystin hat die Einstufung für auf "Neutral" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen.

Deutlich optimistischer ist die Privatbank Berenberg, die an Vortag ihre Einstufung für ProSiebenSat.1 -0,79% auf "Buy" mit einem Kursziel von 24 Euro belassen hat. Das operative Ergebnis des Medienkonzerns sei zwar wie befürchtet sehr schwach gewesen, schrieb Analystin Sarah Simon in einer aktuellen Studie. Niedrigere Vergleichswerte aus dem Vorjahr und Signale für eine mögliche Konjunkturbelebung könnten jedoch im vierten Quartal helfen.  (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart ProSiebenSat.1 Media (in Euro)
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