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Grün!

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Wette um eine Weihnachts- oder Jahresendrally ist eröffnet. In ungewöhnlich kurzer Zeit (ca. 3 Wochen) konsolidierte der DAX in der bekannten Bandbreite 13.100/13.400, um seine übergekaufte Marktlage zu normalisieren. Bis zu einer überverkauften Marktlage hat es nicht gereicht. Darin liegt eine relative Stärke. Bei einem Tagesumsatz von teilweise 4 Mrd. € ist offensichtlich größeres Kapital im Vormarsch.

 

Die drei kleineren Indizes haben allesamt neue Rekorde erreicht. Ihre Struktur ist völlig anders als die des DAX mit seinen schwierigen Jumbos oder Oldies. Unverkennbar ist aber: Auto und Chemie erreichen mehr als 55 % des Dax in ihrer Gewichtung und von diesen beiden hängt alles Weitere ab. Klar ist: Wenn der DAX 1 % zulegt, legen die kleineren Indizes das Doppelte zu. Am wichtigsten:

 

Seit Sommer war es umstritten, ob die Autobauer die Kurve kriegen. Offenbar schaffen sie sie. War das so schwer zu erkennen? Wenn die Stimmung am schlechtesten ist, ist die Wende am sichersten. Den Rahmen dazu liefern indirekt die Einkaufsmanager- und ifo-Indizes, die Anfang der Woche vorgelegt worden sind. Beide können Sie neben den gleichen Sachverhalt vor 10 Jahren legen. Diesen Vergleich zu wagen war mutig und richtig. Denn:

 

Der deutsche Pessimismus beruht auf Gefühlen, insbesondere im Zollstreit oder sogar in der persönlichen Einschätzung des amerikanischen Präsidenten. Ferner in den Brexit-Ängsten, worüber umfangreiche Vermutungen geäußert werden, aber niemand etwas wirklich Konkretes sagen kann. Jedenfalls fand ein Einbruch im deutschen Export nicht statt und in der Industrie lediglich die Folge des Autoumbaus. Was kommt dabei heraus?

 

Wenden in einer Volkswirtschaft können entweder durch eine dramatisch andere Wirtschaftspolitik ausgelöst werden oder sie entstehen von selbst. Allein dadurch, dass aus Angst Zuversicht wird. Dies so zu formulieren ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Alle sogenannten Chef-Volkswirte treten im Moment von einem Bein auf das andere und bereiten sich auf die Wende vor. Einfach ist das deshalb nicht, weil sie sorgfältig begründen werden, warum ihre Einschätzung falsch war.“

 

Ihr

 

Hans A. Bernecker

 

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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