DAX ®12.930,98+1,84%TecDAX ®3.073,37+1,56%Dow Jones26.870,10+0,85%NASDAQ 10010.701,68+0,11%
finanztreff.de

Grüner Kretschmann kritisiert Merkels Autopolitik als 'schwer erträglich'

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
STUTTGART (dpa-AFX) - Nach dem Autogipfel im Kanzleramt hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann dem Bund schwere Versäumnisse in der Verkehrspolitik vorgeworfen. "Es ist schwer erträglich", sagte er mit Blick auf die Politik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Er habe sich bereits beim Dieselgipfel über die mangelnde Professionalität der Vorbereitung gewundert. Der Grünen-Politiker kritisierte, dass man zu lange über Altlasten rede und nicht in einen Arbeitsprozess komme, um die drängenden Fragen der Zukunft zu klären.

Der Gipfel am Montagabend habe keine Ergebnisse gebracht, sagte Kretschmann. Er habe die Formulierung von Regierungssprecher Steffen Seibert gelesen, dass es sich dabei um einen Einstieg in einen Gesprächsprozess handeln soll. "Ich dachte, mir fällt echt die Zeitung aus der Hand", kritisierte Kretschmann. Man dürfe nicht ab und zu einen Gipfel veranstalten, "bei dem nichts raus kommt". "Das geht einfach nicht so weiter." Wegen des internationalen Wettbewerbsdrucks müsse man nun Tempo aufnehmen.

Er habe bereits vor der Pfingstpause in einem parteiübergreifenden Vorstoß mit den Ministerpräsidenten der Autoländer Niedersachsen und Bayern, Stephan Weil (SPD) und Markus Söder (CSU), eine bessere Kooperation mit dem Bund gefordert. "Ich hoffe, dass das jetzt dann geschieht." Die Chefs der Automobilländer hätten große Erfahrung. "Dass wir die jetzt anpreisen müssen wie saures Bier, finde ich doch komisch." Man wolle keine parteipolitische Suppe kochen, sondern sich um die drängenden Fragen der Zukunft kümmern. Um Druck zu machen, werde man auch die CDU-Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen, Volker Bouffier und Armin Laschet, dazunehmen, die die ausländischen Hersteller Opel und Ford +6,68% repräsentierten.

In großer Runde haben sich Spitzenvertreter der Regierung sowie der Auto- und Zulieferindustrie am Montag in Berlin getroffen, um über die Zukunft der für Deutschland so wichtigen Branche zu beraten./poi/DP/men


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

BMW ST
BMW ST - Performance (3 Monate) 58,32 +0,88%
EUR +0,51
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
14.07. INDEPENDENT RESEARCH Neutral
10.07. UBS Neutral
07.07. JPMORGAN Positiv
Nachrichten
15.07. OLG: Einzelner Bürger darf Autoherstellern Bauweise nicht aufzwingen BMW ST 58,32 +0,88%
14.07. dpa-AFX: Independent Research hebt Ziel für BMW auf 59 Euro - 'Halten' BMW ST 58,32 +0,88%
14.07. Verband: Milliardeninvestitionen für E-Auto-Ladenetz nötig BMW ST 58,32 +0,88%
Weitere Wertpapiere...
DAIMLER 37,56 +1,43%
EUR +0,53
FORD 5,87 +6,68%
EUR +0,37
VOLKSWAGEN VZ 141,20 +2,51%
EUR +3,46

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Glauben Sie, dass der Digitalisierungsboom in den kommenden Monaten anhält?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen