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Handel fordert rasche Öffnung der Geschäfte ab dem 8. März

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Der Einzelhandel fordert eine rasche Öffnung der wegen der Corona-Krise geschlossenen Geschäfte ab dem 8. März. "Wir brauchen jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus dem Lockdown", verlangte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Donnerstag in Berlin. Bund und Länder müssten auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März eine transparente, verbindliche und evidenzbasierte Öffnungsstrategie mit konkreten Maßnahmen beschließen.

Die Wiedereröffnung der Innenstädte dürfe nicht vom Erreichen einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in 7 Tagen abhängig gemacht werden, verlangte Genth. "Es muss mehr geben als "Geschlossen" bis 35." Genth plädierte für eine "Wiedereröffnung in Stufen". Bei höheren Inzidenzen könnten strengere Vorgaben für Kundenzahl und Hygiene gelten, die dann bei sinkenden Infektionszahlen gelockert würden.

Die Lage im Handel sei dramatisch betonte Genth unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage des Verbandes unter mehr als 2000 Händlern. Mindestens 50 000 Unternehmen seien akut in Insolvenzgefahr und jeder weitere Tag des Lockdown werde diese Zahl erhöhen. Rund 250 000 Jobs seien akut gefährdet.

Eine Ursache dafür liege in den nach wie vor oft zu bürokratischen und zu langsamen staatlichen Hilfen. Im Schnitt hätten die vom Lockdown betroffenen Händler im vergangenen Jahr lediglich 11 000 Euro an Unterstützung erhalten. "Der Handel stirbt häufig leise: Kleine Unternehmen verschwinden, große verkleinern ihr Filialnetz. Das findet jetzt schon statt", sagte Genth.

Inzwischen plant der HDE-Umfrage zufolge mehr als ein Viertel der Bekleidungshändler, gegen die Schließung des eigenen Geschäfts vor Gericht zu ziehen. Klagen wollen auch Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia und der Textilhändler Ernsting's family, wie die Firmenchefs Michael Busch und Timm Homann in Berlin ankündigten. Busch betonte: "Es gibt keine Argument gegen die Öffnung des Handels." Er sei kein Infektionshotspot. Das beweise jeden Tag der Lebensmittelhandel. Homann sagte mit Blick auf den Lockdown: "Diese politische Irrfahrt muss jetzt enden."/rea/DP/men


Quelle: dpa-AFX
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