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Handelskrieg

| Quelle: Commerzbank_TagesInfo_Rohstoffe | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Energie: Die Ölpreise gerieten leicht unter Druck, nachdem das US-Energieministerium einen überraschenden Anstieg der US-Rohölvorräte berichtete (siehe Tabelle rechts). Hauptgrund hierfür waren kräftig gestiegene (Netto-)Importe. Zudem scheint die OPEC dem Wunsch von US-Präsident Trump nachzukommen und ihr Angebot deutlich auszuweiten, wenngleich ein zeitlicher Zusammenhang zu den jüngsten präsidialen Tweets abwegig erscheint. Laut Kpler, einem Beobacher von Öltankern auf den Weltmeeren, sind die seewärtigen Ölexporte der OPEC im Juni um 1,3 Mio. Barrel pro Tag gestiegen. Das wäre der stärkste Anstieg seit Inkrafttreten des Kürzungsabkommens Anfang 2017. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate machen zusammen den Großteil des Anstiegs aus. Verwunderlich ist dies nicht, da Saudi-Arabien seine Ölproduktion im Juni bereits deutlich ausgeweitet hat (um 700 Tsd. Barrel pro Tag laut einer Reuters-Umfrage bzw. um 500 Tsd. Barrel pro Tag laut eigener Angabe gegenüber der OPEC). Die moderate Senkung der offiziellen Verkaufspreise Saudi-Arabiens im August sollte dagegen nicht überinterpretiert werden.
China hat als Antwort auf die heute Nacht in Kraft getretenen US-Strafzölle auf chinesische Güter Gegenzölle in gleicher Größenordnung verhängt. Diese sollen zu einem noch nicht genauer spezifizierten Zeitpunkt auch US-Rohöl betreffen. Wird dieses wie angedroht mit einem Strafzoll von 25% belegt, so wird US-Öl für chinesische Abnehmer prohibitiv teuer und daher für den Import nicht mehr in Betracht kommen. Die chinesische Nachfrage würde sich dann auf andere Anbieter verlagern. Da der Ölmarkt wegen der zahlreichen Ausfälle ohnehin schon angespannt ist, würde das die internationalen Preise (Brent) weiter steigen lassen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold handelt zum Wochenausklang unverändert bei rund 1.255 USD je Feinunze bzw. gut 1.070 EUR je Feinunze. Die gestern veröffentlichten US-Konjunkturdaten wie zum Beispiel der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni haben den Goldpreis nicht bewegt. Der ADP-Bericht deutet aber auf gute offizielle Arbeitsmarktdaten hin, die heute Nachmittag veröffentlicht werden. Sollten diese sogar positiv überraschen, dürfte der Goldpreis unter Druck kommen, da dann der US-Dollar wohl aufwerten wird. Wie erwartet brachte das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed vom 12. und 13. Juni – die Zinsen wurden um 25 Basispunkte angehoben – kaum neue Erkenntnisse. Die FOMC-Mitglieder sind sich weitgehend einig, dass weitere graduelle Zinserhöhungen angebracht sind. Unklarheit besteht darin, wie schnell und wie oft die Zinsen noch angehoben werden sollen. Wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr in den USA noch zwei weitere Zinserhöhungen geben wird. So wie Gold auf das Fed-Sitzungsprotokoll nicht reagiert hat, sieht man heute auch keine Reaktion auf den Handelskrieg, der letzte Nacht wohl begonnen hat. Gold könnte vielleicht sogar überhaupt nicht von einem Handelskrieg profitieren, da im Falle einer Eskalation die Preise in den USA aufgrund der Importzölle wahrscheinlich steigen werden. Hierauf dürfte die Fed dann mit Zinserhöhungen reagieren, was negativ für Gold wäre.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Letzte Nacht sind die US-Importzölle auf chinesische Güter in Kraft getreten. China sieht sich gezwungen zu reagieren und hat wie erwartet selbst mit sofortiger Wirkung Einfuhrzölle auf US-Produkte im gleichen Umfang verhängt. Für diesen Fall hatte US-Präsident Trump mit weiteren Zöllen auf chinesische Güter und Dienstleitungen gedroht. Die Reaktion der Marktteilnehmer ist aber eher moderat. Die Metalle wurden jedoch schon in den letzten Wochen stark verkauft. Dennoch fällt der Kupferpreis heute Morgen zeitweise auf gut 6.200 USD je Tonne und hat damit von seinem Mehrjahreshoch von vor vier Wochen über 1.100 USD bzw. 15% verloren. Der Zinkpreis erholt sich dagegen sogar etwas und notiert wieder über 2.700 USD je Tonne. Das staatliche chinesische Research-Institut Antaike erwartet, dass die Zinkproduktion in China im dritten Quartal wegen geplanter Wartungsarbeiten und Kürzungen der Schmelzen auf das niedrigste Niveau seit 2015 fällt. Gestern war der Zinkpreis vorübergehend noch auf ein 12-Monatstief abgerutscht. In Südafrika ist wie geplant die „Gamsberg“-Zinkmine in Betrieb genommen worden. Die Mine soll laut Angaben des Betreibers in 9-12 Monaten ihre maximale Produktionskapazität von 250 Tsd. Tonnen p.a. erreichen. Damit zählt sie zu den zehn größten Zinkminen der Welt. Sie hat eine erwartete Lebenszeit von 30 Jahren. Da Anfang Mai zudem die „Dugald River“-Zinkmine in Australien ihre kommerzielle Produktion erreicht hat – ebenfalls eine Top 10-Mine –, steht dem globalen Zinkmarkt zukünftig deutlich mehr Angebot zur Verfügung.

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