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HeidelbergCement swingt sich an die Dax-Spitze

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Da ist Musik drin. Bessere Wetterbedingungen haben dem Baustoffkonzern HeidelbergCement im Auftaktquartal zu deutlich mehr Gewinn und Umsatz verholfen. "HeidelbergCement ist sehr gut in das Jahr 2019 gestartet", sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele laut einer Mitteilungim Rahmen der Hauptversammlung. Außerdem hätten eine anhaltend gute Nachfrage und Preiserhöhungen zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Zudem mache das Unternehmen bei seinem Sparprogramm und beim geplanten Verkauf von Geschäften Fortschritte. "Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Jahr 2019 zu erreichen", fügte Scheifele hinzu. Am Aktienmarkt kamen die Zahlen gut an. Die HeidelCement-Aktie +0,13% legte um mehr als zwei Prozent zu und führte damit die kleine Riege der Dax-Tagesgewinner an.

Gewinnsprung wegen IFRS

In den ersten drei Monaten legte der Umsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu, teilte die im Dax notierte Gesellschaft mit. Dabei profitierte der Konkurrent von LafargeHolcim aus der Schweiz und der mexikanischen Cemex neben günstigeren Wechselkursen vor allem von deutlich besseren Wetterbedingungen. Im vergangenen Jahr hatten vor allem der kalte Winter in Nordamerika und Teilen Europas sowie weniger Arbeitstage Umsatz und Ergebnisse belastet.

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) legte um knapp 60 Prozent auf 396 Millionen Euro zu. Hier wirkte sich auch die Umstellung auf die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 positiv aus. Bereinigt um diesen Effekt erhöhte sich das operative Ergebnis um knapp 26 Prozent. HeidelbergCement übertraf sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis deutlich die Markterwartungen. Angaben zum Gewinn nach Steuern machte HeidelbergCement nicht.

Schulden werden sinken

Für 2019 peilt HeidelbergCement weiterhin einen moderaten Anstieg bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebitda) vor Währung- und Konsolidierungseffekten an. Damit gehen die Heidelberger von einem Anstieg von drei bis neun Prozent aus. Der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss soll in der gleichen Spanne zulegen. Zudem will Scheifele kräftig Schulden abbauen. Im ersten Quartal konnte HeidelbergCement die Nettoverschuldung um 800 Millionen Euro reduzieren. Bis Ende 2020 soll sie nach alter Bilanzierungsrichtlinie auf sieben Milliarden Euro fallen, nach knapp 8,4 Milliarden Euro 2018.

Profitieren will HeidelbergCement im laufenden Jahr von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten, vor allem in den USA, Kanada, Australien, Deutschland und Frankreich profitieren. Auch sollen sich die Geschäfte in Großbritannien wieder bessern. Zudem dürften sich nach Einschätzung des Vorstands einige Wachstumsländer weiter wirtschaftlich erholen.

Deshalb rechnet Scheifele, der sein Amt 2020 an seinen Nachfolger Dominik von Achten übergeben wird, im laufenden Jahr mit steigenden Absatzzahlen für Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton. Zudem will er weitere Preiserhöhungen durchsetzen, um die im vergangenen Jahr verlorenen Margen wieder aufzuholen. Auch die Energiekosten dürften das operative Ergebnis in diesem Jahr um 60 Millionen Euro weniger belasten als geplant. Den Sparkurs will er fortsetzen und weitere Geschäftsbereiche verkaufen.

Analysten sind optimistisch

Bei mehreren Analysten kamen die HeidelCement-Zahlen gut an, sie blickten positiv in die Zukunft. Der Konzern habe stark abgeschnitten, schrieb etwa Analyst Rajesh Patki von der US-Bank JPMorgan. Die Resultate stützten die Markterwartungen für das Gesamtjahr.

Analyst Robert Muir von der Privatbank Berenberg rechnet damit, dass 2019 auch insgesamt ein starkes Jahr für HeidelbergCement werden dürfte. Denn die europäische Zementbranche erhole sich von den übermäßig gestiegenen Energiekosten im vergangenen Jahr, und auch der indonesische Markt sei auf dem Weg der Besserung.

Und Thorsten Reigber von der DZ Bank zeigte sich überzeugt, dass der Konzern angesichts einer anhaltend robusten Entwicklung in Nordamerika und in Europa auf den Wachstumspfad zurückkehren dürfte. Zudem sollten die Effekte des im dritten Quartal 2018 aufgelegten Aktionsplans positive Wirkung zeigen. Dieser beinhalte eine beschleunigte Portfoliooptimierung, eine Margenverbesserung und mögliche Aktienrückkäufe.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart HeidelCement (in Euro, Xetra)
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