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Henkel-CEO: Lassen uns nicht von Strategie abbringen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In Deutschland waren im Mai rund 7,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Henkel, ebenfalls von der Krise betroffen, sieht dennoch keinen Grund für Kurzarbeit oder Jobabbau. Viel eher bestätig Henkel-Vorstand Carsten Knobel die Strategie des DAX-Konzerns.

"Wir hatten bislang keine Kurzarbeit oder Kündigungen wegen der Corona-Krise. Aktuell sehen wir dafür auch keinen Anlass bei uns", sagte Vorstandschef Carsten Knobel dem "Handelsblatt". Allerdings belasteten die Folgen der Pandemie auch Henkel. "Wir werden uns aber nicht davon abbringen lassen, unsere Strategie umzusetzen, unabhängig von der Krise".

Wie viele andere Unternehmen hatte auch Henkel im April die Prognose für das laufende Jahr gestrichen. "Wenn wir mehr Klarheit haben, werden wir auch einen Ausblick für 2020 geben", sagte Knobel. Der Konzern habe in der Krise immer mehr als 80 Prozent seiner etwa 180 Standorte weltweit in Betrieb gehalten. Inzwischen laufe die Produktion überall, aber noch nicht durchgängig in voller Auslastung. Der Manager erklärte dies unter anderem damit, dass die Produktion in der Autoindustrie erst langsam wieder hochfährt.

Die Autoindustrie ist für das Klebstoffgeschäft von Henkel wichtig. Das Herunterfahren der Auto-Werke habe den Konzern "natürlich stark getroffen", sagte Knobel. Kurzfristig seien die Umsatzverluste nicht zu kompensieren. Dennoch sieht der Manager keinen Grund für einschneidende Veränderungen in diesem Geschäft. Es gebe im Autobereich langfristig ein hohes Potenzial für Klebstoffe, vor allem bei den Elektroautos. Im Vergleich zu den Autos mit Verbrennungsmotor würden hier mehr Klebstoffe gebraucht: "Der Wert liegt mehr als doppelt so hoch", sagte er.

Auch die Schließung der Friseursalons hat bei Henkel Spuren hinterlassen. Das Geschäft mit Haarpflege-Produkten für die Salons sei im Zuge der Krise stark zurückgegangen, berichtete Knobel. Das gesamte Beauty- und Waschmittel-Segment steht bei Henkel ohnehin im Fokus. Der Konzern hatte bereits vor der Krise hinter Marken mit insgesamt einer Milliarde Euro Umsatz ein Fragezeichen gesetzt. "Wir sind davon überzeugt, dass wir die Hälfte davon gedreht bekommen", sagte Knobel. Die andere Hälfte wolle der Konzern verkaufen oder einstellen.

Das macht die Aktie von Henkel

Angesichts lange geschlossener Friseursalons und Lockdown-Auswirkungen in der Autobranche ist Henkel mit Ausnahme der Reinigungs- und Waschmittelverkäufe unter Druck geraten. Nach einem Kursgewinn von 25 Prozent seit Mitte März hat die Henkel-Aktie +2,62% am Dienstag den horizontalen Widerstand bei 80,80 Euro hinter sich gelassen – besondere Dynamik lässt dieser Ausbruch auf ein neues Nach-Corona-Hoch bei 81,40 Euro jedoch vermissen.

Mit Material von dpaAFX.
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