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Henkel: Total enttäuschend

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Konsumgüterkonzern Henkel wird für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer. So blieb die erhoffte bessere Entwicklung im zweiten Quartal aus. Das Unternehmen erwartet nun - anders als zunächst angekündigt - keine Belebung der industriellen Nachfrage mehr, teilte Henkel am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal mit. Zudem entwickele sich das Geschäft mit Haar- und Hautpflege enttäuschend. Die Aktien fielen zum Handelsstart um 5 Prozent.

So leidet die konjunktursensible Klebstoffsparte derzeit unter der Schwäche in der Automobilindustrie. Das Geschäft mit Haut- und Haarpflege mit Marken wie Schwarzkopf oder Syoss ist einem hohen Konkurrenzdruck in den reifen Märkten, insbesondere in Europa ausgesetzt, zudem belastet in China der Abbau von Lagerbeständen. Höhere Kosten für Marketing und Vertrieb knabbern am Gewinn. Rund läuft lediglich das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie etwa Persil, Somat oder Sidolin, wobei sich die Entwicklung im zweiten Quartal deutlich abschwächte.

Prognosen runter

All dies führte nun dazu, dass Henkel seine Prognosen zum großen Teil senkte. Analysten hatten dabei schon seit dem ersten Quartal den Ausblick mit einem Fragezeichen versehen. Henkel erwartet nun für 2019 ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von im günstigsten Fall 2 Prozent. Dabei sind Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet. Im schlechtesten Fall dürfte die Entwicklung stagnieren. Der Konzern war zuvor von einem Plus von 2 bis 4 Prozent ausgegangen.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie dürfte nun im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, was im ungünstigsten Fall ein stärkerer Rückgang wäre als erwartet. Die Prognose für die bereinigte Umsatzrendite bekräftigte Henkel. Hier geht der Konzern weiter von einem Rückgang auf 16 bis 17 Prozent aus.

"Ein weiteres schwaches Quartal", lautete das kurze Fazit des Analysten Martin Deboo vom Investmenthaus Jefferies. Im Klebstoffgeschäft habe der Umsatz enttäuscht, wenngleich die Profitabilität die Erwartungen "locker" geschlagen habe. Anders das Segment Haar- und Hautpflege, in dem die bereinigte operative Marge (Ebit) mit 12,2 Prozent die Konsensprognose von 15,6 Prozent deutlich verfehlt habe.

Analysten senken Ziele

"Keine Überraschung" nannte Virginie Roumage vom französischen Investmenthaus Bryan Garnier indes das reduzierte Ziel für den Umsatz in diesem Jahr. Sie habe die Kunden ihres Hauses bereits Ende Juni vor diesem Schritt von Henkel gewarnt. Alle Sparten hätten dazu beigetragen, dass Henkel die Erwartungen für das zweite Quartal verfehlt. In der Klebstoffsparte habe vor allem die schwache Nachfrage aus der Autobranche belastet.

Dem Gesamtmarkt lief die Henkel-Aktie seit Jahresbeginn jedoch weit hinterher. Das wertet Analystin Celine Pannuti von JPMorgan als Beleg dafür, "dass man am Markt schon Sorgen um das erreichen der Jahresziele hatte".

Die gesenkten Jahresziele von Henkel +0,26% haben am die jüngste Erholung des Aktienkurses am Dienstag jäh beendet. Am Mittwoch setzte sich die Talfahrt verlangsamt noch fort. Damit sind die Kursgewinne seit Anfang Juli wieder Makulatur. Die Analysten von HSBC, UBS, Barclays, Berenberg, Goldman Sachs, SocGen, JPMorgan und Commerzbank senkten ihre Kursziele für Henkel. 

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Henkel Vz. (in Euro)
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