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Hoffnung für den Dax - Hält wenigstens der Dezember, was er verspricht?

| Quelle: INV

Das Börsenjahr 2017 scheint mit Blick auf die historische Saisonalität ein Jahr der Ausnahmen zu werden. Die beste Performance beim Dax wurde dieses Jahr völlig atypisch im September und im März erzielt. Besonders ungewöhnlich ist das für den September, der im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre der schlechteste Börsenmonat war. Aber auch der März ist nicht gerade für außergewöhnlich gute Leistungen bekannt. Vielmehr hätte man eine solche Bilanz im gerade abgelaufenen November erwartet, der historisch betrachtet zu den vier besten Dax-Monaten zählt. Diesmal gab es jedoch einen Kursrückgang von 1,6 Prozent. So richtig nach Plan lief es 2017 bislang tatsächlich nur im Juni (fünftes Minus in Folge) und im „traditionell“ starken Oktober.

Jetzt blicken alle gebannt auf den Dezember, den Spitzenreiter in Sachen Monatsperformance beim Dax. Doch auch hier verlief zumindest der Start alles andere als planmäßig. Zum Monatsauftakt am Freitag fiel der Index um weitere 1,25 Prozent. Fällt die von vielen erhoffte Jahresendrally endgültig ins Wasser? Deutliche Warnsignale liefert aktuell das Euwax-Sentiment als praxisnaher Stimmungsindikator der Privatanleger. Die setzen seit Wochen in hohem Maße auf steigende Kurse beim Dax, so dass der 20-Tage-Schnitt des Index mittlerweile ein Niveau erreicht hat, welches auf eine ungesunde Euphorie schließen lässt. Starke Kursanstiege gibt es in den meisten Fällen eher dann, wenn die Anleger pessimistisch sind und auf fallende Kurse spekulieren.

Hoffnung macht hingegen eine Analyse von HSBC, die gestern mal einen etwas detaillierteren Blick auf die Statistik geworfen und dabei ein weiteres „saisonales Phänomen“ entdeckt haben. Dabei geht es um die Frage, wie sich der Dax in der Vergangenheit im Dezember entwickelt hat, wenn die Kurse bis Ende November gestiegen sind. Denn genau das ist trotz der jüngsten Rückschläge in diesem Jahr eindeutig der Fall. Seit 1988 gab es laut HSBC bislang 21 Jahre mit Kursgewinnen in den ersten elf Monaten. In 19 dieser 21 Fälle konnten die Notierungen im Schlussmonat dann ebenfalls zulegen, eine Quote von über 90 Prozent.

Die von den Strategen zusätzlich betrachtete Datenreihe des amerikanischen Dow Jones Industrial Index zeigt bei einer deutlich längeren Historie seit 1897 unter den genannten Voraussetzungen eine Dezember-Erfolgsquote von immerhin gut 77 Prozent. Auch das kann sich sehen lassen, wenngleich findige Rechenkünstler sofort darauf verweisen werden, dass der Dax in Zukunft im Dezember öfter mal schwächeln müsste, um von den aktuell 90 Prozent langfristig auf eine ähnliche Quote wie der Dow zu kommen.

Auch beim „Wellenreiter Invest“ steht üblicherweise der Dow Jones im Fokus der saisonalen Analysen. Demnach tendiert der Index in der ersten Monatshälfte meist seitwärts bzw. leicht aufwärts, bevor in der Regel zwischen dem 15. und 20. Dezember die so genannte Weihnachtsrally startet, welche dann bis in die ersten Tage des neuen Jahres hineinreicht. Vor diesem Hintergrund ist nach oben also doch noch alles möglich in diesem Jahr. Es sei denn, es kommt mal wieder zu einer der berühmten Ausnahmen, welche bekanntlich die Regel bestätigen.

Thomas Koch

 

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