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IG BCE zurrt Forderung fest - Auftakt in Rheinland-Pfalz

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
HANNOVER/GLADBECK (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft IG BCE hat ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Geld in der Chemie-Industrie festgezurrt. Zusätzlich soll das Urlaubsgeld der rund 580 000 Beschäftigten verdoppelt werden, beschloss die große Tarifkommission am Donnerstag in Gladbeck und bewegte sich damit im Rahmen der bisherigen Diskussion. Zudem will die Gewerkschaft ein stärkeres Mitspracherecht der Arbeitnehmer bei flexiblen Arbeitszeiten durchsetzen.

Die zunächst nach neun Regionen getrennten Tarifverhandlungen beginnen am kommenden Mittwoch (20. Juni) in Rheinland-Pfalz, dann folgen Nordrhein-Westfallen und Hessen. Auf Bundesebene kommen IG BCE und Chemie-Arbeitgeber erstmals am 5. September in Hannover zusammen.

Die chemische Industrie strotze vor Kraft und habe die Anlagen auf Rekordniveau ausgelastet, erklärte Verhandlungsführer Ralf Sikorski. Mit der kräftigen Anhebung des Urlaubsgeldes wolle man ein soziales Zeichen setzen, weil davon die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen überproportional profitierten.

Die Arbeitgeber warfen der Gewerkschaft vor, eine höhere Forderung als in anderen Branchen zu verlangen, obwohl sich die wirtschaftliche Dynamik bereits abschwäche und die Gefahren für die Konjunktur offensichtlich seien. Verhandlungsführer Georg Müller brachte eine Einmalzahlung für die jüngste Sonderkonjunktur ins Spiel. "Dann sind wir besser aufgestellt, sobald der Weg wieder steiniger wird." Der Tarifabschluss müsse für die Unternehmen auch dann noch tragbar sein, wenn die Geschäfte wieder schlechter laufen.

Neben der sechsprozentigen Entgelterhöhung bei 12 Monaten Laufzeit fordert die IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) eine Anhebung des Urlaubsgelds von derzeit 20,45 Euro auf 40 Euro pro Urlaubstag für Vollzeitbeschäftigte. Für Auszubildende soll das komplette Urlaubsgeld von heute 449,94 Euro auf 900 Euro jährlich steigen./ceb/DP/fba


Quelle: dpa-AFX
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