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Im Fahrplan

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Korrektur auf den Gewinn von dreieinhalb Monaten hat begonnen. Ausgelöst ausgerechnet von Donald Trump, womit nicht zu rechnen war. Sicher war dagegen, dass nach 20 % Indexgewinn eine Konsolidierung nötig ist und dafür ist der Wahltermin am 26. Mai eine fixe Größe gewesen. Nun ist sie eingetreten - und was nun?

Börse und reale Wirtschaft machen klassisch vor, wie das funktioniert. Den negativen Erwartungen im letzten Jahr mit rund 20 bis 25 % Indexverlust folgten nun die realen Fakten der Wirtschaft mit den schlechtesten Werten im April und Mai. Sie prägen das Stimmungsbild der nächsten drei bis vier Wochen. Die Aktienmärkte haben jedoch dem schon vorgegriffen, was anschließend folgt. Frühestens im September gibt es dann die Belege aus der Statistik, aber der Markt dürfte dann schon von Anfang Januar gerechnet deutlich über 30 bis 35 % Gewinn erreichen. Warum ist das so?

 

Das Schöne an der Globalisierung ist, dass alle Märkte höchst liquide sind. Dazu kommt weiterhin billiges Geld und das ergibt eine lupenreine Erwartungshaltung: Aus negativ wird positiv und umgekehrt. Diese Phasenverschiebung lässt sich auf etwa drei bis sechs Monate festlegen und mehr als zwei bis drei Quartale hat dieser Rhythmus der zyklischen Schwankungen in den letzten 20 Jahren nie gedauert.

 

Die Theoretiker laufen diesen Zyklen meist hinterher. Denn sie rechnen und kombinieren oder urteilen aus dem Bauch, aber es gibt so gut wie keinen, der auf das schaut, was in den Märkten passiert. Da die Börse aber ein sogenannter vollkommener Markt ist, auf dem sich alle Akteure bewegen, aber keiner den anderen kennt, entstehen anonyme Trends, die wegweisende sind. Genauso wie seit dem 2. Januar, als alle Welt auf Baisse spielte, aber genau das Gegenteil eingetreten ist.

 

Für kluge Börsianer ist das eine äußerst interessante Konstellation. Schauen Sie sich einfach den DAX an. Von den 30 DAX-Aktien weist mindestens die Hälfte noch eine Lücke bis zu den alten Kursen von Anfang 2018 zwischen 30 bis 100 % auf. Sie lesen richtig! Das sind die Fälle, wo man mit nüchterner Überlegung und keineswegs großem Sachverstand, sondern nur schlichter Intelligenz ein Vermögen machen kann. Zunächst ist bis zur Europa-Wahl noch eine Denkpause richtig und nötig. Wer klug ist, beobachtet nur die bekannten großen Aktien, um aus dem Gesagten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Alles im Mai!

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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