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Immobilien-Aktien: Die Angst grassiert!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Flucht der Anleger aus den Immobilienwerten hat sich am Freitag fortgesetzt. Die Sorge vor einem Verbot von Mietsteigerungen in Berlin hatte am Vortag bereits einen Kursrutsch ausgelöst, der nun vor allem bei Unternehmen mit starkem Fokus auf Berliner Wohnimmobilien weiter ging. Allen voran sackten Deutsche Wohnen -0,13% nach einer skeptischen Analystenstimme nochmals ab auf ein Tief seit März 2018. Seit Mittwoch haben sie nun fast 13 Prozent verloren.

Andere Sektorwerte konnten sich dem Druck nicht entziehen. Vonovia, Grand City , Aroundtown , LEG , Ado Properties oder Adler Real Estate dominierten in ihren jeweiligen Indizes mit Verlusten zwischen 0,3 und 5,3 Prozent die kurze Liste der Verlierer.

Anleger zeigten sich weiter ängstlich, dass das regulatorische Umfeld am heiß gelaufenen Markt für Wohnimmobilien schwieriger wird. Weiter angefeuert wurden die Sorgen am Freitag von der US-Bank Morgan Stanley, welche die Aktie der Deutsche Wohnen wegen des starken Fußabdrucks am Berliner Markt auf "Equal-weight" abstufte. Sollten Mieterhöhungen dort tatsächlich verboten werden, sähe das Ertragsprofil bei dem Unternehmen völlig anders aus, schrieb Analyst Bart Gysens. Dann wäre die Aktie anfällig für eine deutliche Korrektur.

Medien hatten am Donnerstag berichtet, in Berlin werde nach einem Vorschlag von Linken-Politikerin Katrin Lompscher darüber nachgedacht, die Mieten ab dem kommenden Jahr für fünf Jahre einzufrieren. In Anbetracht der politischen Verhältnisse in Berlin hält Karsten Oblinger von der DZ Bank solch einen Vorschlag in modifizierter Form durchaus für mehrheitsfähig. Dies würde dann aber sicherlich einen längeren Rechtsstreit nach sich ziehen.

Mit Immobilienaktien, allen voran die Berlin-fokussierten, konnten die Anleger in den vergangenen Jahren gut verdienen. So hatten sich die Papiere von Vonovia und Ado seit ihren Börsenstarts in den Jahren 2013 und 2015 jeweils fast verdreifacht. Wer 2008 zu Zeiten der Finanzkrise bei Deutsche Wohnen unter 4 Euro zugriff, durfte sich zuletzt sogar über mehr als das Zehnfache im Depot freuen.

Mit Material von dpaAFX.


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