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Immobilienpreise: Teures Tor zur Welt!

| Quelle: Markus Miller | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei den Immobilienpreisen in Deutschland zeigen sich im Bundesländer-Vergleich starke Differenzen. Das verdeutlicht der aktuelle Postbank Wohnatlas 2018. Am teuersten war 2017 der Stadtstaat Hamburg - das deutsche Tor zur Welt - mit Quadratmeterpreisen von 4.541 Euro, am günstigsten Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 1.036 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen rund 3.500 Euro Differenz pro Quadratmeter zwischen den Durchschnittspreisen von Schlusslicht und Spitzenreiter. Immer noch fast vier Mal so hoch wie in Sachsen-Anhalt ist der Quadratmeterpreis in Berlin, das mit 3.941 Euro je Quadratmeter Platz zwei im Länderranking einnimmt. Das teuerste Flächenland ist Bayern. Dort zahlen Immobilienkäufer im Schnitt 3.528 Euro pro Quadratmeter.

Wann ist der Kauf einer Immobilie lohnender die Miete?

Ein erster, wichtiger Indikator zur Abschätzung eines Immobilieninvestments ist der sogenannte Vervielfältiger, der das Kaufpreis-Miete-Verhältnis wiedergibt. Er zeigt auf, wie viele jährliche Nettokaltmieten durchschnittlich für den Kauf einer vergleichbaren Wohnung in einem Bundesland bei aktuellem Preisniveau aufzubringen wären. Kaufnebenkosten, mögliche Zinsänderungen sowie die Miet- und Kaufpreisentwicklung bleiben dabei unberücksichtigt.

Ein niedriger Vervielfältiger weist darauf hin, dass Käufer bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit günstiger wegkommen als Mieter. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat für den Postbank Wohnatlas die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen und den Vervielfältiger für alle 16 Bundesländer ermittelt. Die Berechnungen basieren auf Kauf- und Mietpreisen, die 2017 für die 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland erhoben wurden.

In sechs Bundesländern sind Kaufpreise im Vergleich zu Mietpreisen moderat

Sechs der 16 Bundesländer bieten im Verhältnis zu den durchschnittlichen Mieten noch vergleichsweise günstige durchschnittliche Kaufpreise. In Sachsen-Anhalt, Thüringen, im Saarland, in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen liegen die Kaufpreise im Mittel unter dem 22,5-Fachen der jährlichen Nettokaltmieten. Am wenigsten käuferfreundlich ist das Miete-Kaufpreis-Verhältnis erwartungsgemäß in den dichtbesiedelten Stadtstaaten. In Hamburg werden für den Wohnungskauf rechnerisch 33,6 Jahresmieten fällig. In der Bundeshauptstadt sind es gut 32 Jahresmieten, ebenso in Bayern, wo die hohen Immobilienpreise in und um München den Landesschnitt nach oben treiben.

Im Vergleich zu anderen ostdeutschen Regionen ist Wohneigentum in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg um einiges teurer, der Vervielfältiger liegt dort bei 31,3 beziehungsweise 28,4. Das liegt in den jeweiligen regionalen Besonderheiten begründet, die in diesen beiden Bundesländern die Preise in die Höhe treiben: In Mecklenburg-Vorpommern ist der Anteil an Investoren, die gefragte Ferienimmobilien in Ostseenähe kaufen, besonders hoch. Nachfrage und Kaufpreise in Brandenburg werden von den Berlin-Pendlern angeheizt, die ihre Wohnträume im Umland der Hauptstadt wahrmachen.

Abseits der Touristen-Hotspots beziehungsweise des Berliner Speckgürtels sind die Kaufpreise wieder deutlich moderater. Ähnlich wie in Mecklenburg-Vorpommern ist die Situation in Schleswig-Holstein mit einem Vervielfältiger von 28. Aufgrund der begehrten Lagen in Küstennähe und auf den Inseln sind Immobilien dort teuer und der Wert des Vervielfältigers somit hoch. Moderate Kaufpreise finden Interessenten hier nur außerhalb des Hamburger Umlandes und abseits der beliebten Ferienregionen an Nord- und Ostsee.

Garagen und Stellplätze sind attraktive Immobilien-Investments

Im Bereich der Immobilien-Investments denken Anleger in erster Linie an Grundstücke, Häuser, Wohnungen oder Gewerbeimmobilien. Diese Kapitalanlagen sind sinnvoll, aber auch mit Aufwendungen für Erhalt und Wartung der Immobilie verbunden. Ein Grundstück hingegen muss nicht gewartet werden, wirft allerdings - außerhalb einer landwirtschaftlichen Nutzung - auch in der Regel keinen laufenden Ertrag ab.

Garagen und Stellplätze sind hingegen pflegeleichte Immobilieninvestments mit Wertsteigerungspotenzial, es ist relativ wenig Einstiegskapital erforderlich und die Mietrenditen sind sehr attraktiv.

Herzliche Grüße

Markus Miller

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Markus Miller

Markus Miller Markus Miller (1973) hat langjährige Erfahrungen bei international tätigen Banken und Beratungsfirmen in Österreich, Liechtenstein sowie der Schweiz gesammelt. Der renommierte Analytiker ist Gründer und Geschäftsführer des spanischen Medien- und Consultingunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca. In dieser Funktion koordiniert er ein internationales Informations- und Kommunikations-Netzwerk von Wirtschafts- und Finanzexperten, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Markus Miller ist Chefanalyst und Chefredakteur des renommierten Wirtschaftsmagazins „Kapitalschutz vertraulich“, einem ganzheitlichen Wirtschafts- und Beratungsdienst, bei dem neben fundierten wirtschaftlichen und finanziellen Empfehlungen zusätzlich die - für den umfassenden Vermögensschutz - so wichtigen Segmente der GeoPolitik, Rechtsprechung und Steuergesetzgebung berücksichtigt werden.

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