DAX ®11.829,53+0,23%TecDAX ®2.786,94+0,12%S&P FUTURE2.931,40+0,08%Nasdaq 100 Future7.761,00+0,14%
finanztreff.de

Immobilienverrentung ist vielen nicht bekannt

| Quelle: BIALLO | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

DEGIV-Studie



Die Deutsche Gesellschaft für Immobilienverrentung (DEGIV) beobachtet seit ihrer Gründung 2015 eine erhöhte Nachfrage nach der Verrentung von Immobilien – besonders in München. Dennoch ist die Thematik Immobilienkauf beziehungsweise -verkauf auf Nießbrauchbasis bislang nur Wenigen bekannt. Das ergab eine Studie der DEGIV, welche jüngst in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork durchgeführt wurde.



Es wurden 161 Senioren und Seniorinnen aus dem Großraum München zu ihrem Wissensstand in puncto Nießbrauch aber auch zu ihrer Wohn- und Finanzsituation befragt.



Jeder zweite hat schon von der Immobilienverrentung gehört




Knapp die Hälfte aller Befragten, also 47,8 Prozent, ist die Immobilienverrentung ein Begriff. Somit haben 52,2 Prozent noch nie etwas davon gehört, dass das Eigenheim im Rentenalter verkauft und über ein lebenslanges Wohnrecht weiter bewohnt werden kann. Interessant: 68,9 Prozent der befragten Senioren haben zwar davon gehört, allerdings wissen sie nicht, wie das Konzept der Immobilienverrentung überhaupt funktioniert.



Laut DEGIV könnte eine zielgerichtete Aufklärungsarbeit Abhilfe schaffen. "Wohneigentum wird in Deutschland aktuell zu sehr auf den Kauf und den Verkauf von Objekten reduziert. Dabei wird das Thema besonders bei älteren Eigentümern zu stark vom Wert des Objektes als Lebensort entkoppelt. Im Alter geht es nicht um den Kauf oder Verkauf, sondern bei Wohneigentum um die Frage von Identität, Heimat und Zuhause. Je mehr Menschen von der Option der Immobilienverrentung wissen, desto mehr können sie diese zumindest in Betracht ziehen und abwägen. Hier muss die Immobilienbranche weiter aufklären", erklären Özgün Imren und Mesut Yikilmaz, Gründer und Geschäftsführer der DEGIV.



Die meisten Senioren möchten zuhause wohnen bleiben




Ein Sprichwort sagt: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Mit der Studie gewinnt diese Redewendung sogar noch an Schärfe. Denn nur 17,9 Prozent der befragten Senioren möchten im Alter umziehen. Senioren mit Immobilieneigentum und Liquititätsbedarf sollten laut DEGIV die Möglichkeit der Immobilienverrentung jedoch prüfen und sich beraten lassen.



Anhand dieses Modells wird die Immobilie mit einem Preisabschlag verkauft. Gegenüber biallo.de beziffert die DEGIV diesen Betrag auf etwa 40 bis 50 Prozent vom Verkehrswert der Immobilie. Eventuell noch vorhandene Verbindlichkeiten müssen mit der Auszahlung verrechnet werden. Der Verkäufer erhält im Gegenzug ein Nießbrauchrecht bis zum Lebensende. "Die Immobilienverrentung macht einen Auszug aus der gewohnten Immobilie obsolet. Dennoch kann das Objekt verkauft und somit Liquidität freigesetzt werden", so Imren. Damit wird das eigene Heim zur Altersvorsorge – sozusagen zur Zusatzrente.



Fakt ist, dass laut Statistischem Bundesamt jeder zweite Bundesbürger im Rentenalter in einer selbstgenutzten Immobilie wohnt. Dieses Kapital möchten viele Senioren nutzen, ohne gleich ausziehen zu müssen. Schließlich hängen am Eigenheim Erinnerungen, das soziale Netzwerk oder schlichtweg viel investierte Eigenleistungen.



Gebundenes Kapital nutzen




"Viele ältere Menschen verfügen bei Wohneigentum über den Raum, den sich jüngere Menschen wünschen. Große Immobilien im Alter bedeuten jedoch nicht nur mehr Arbeit und für Betroffene unnötigen Platzverbrauch. Vor allem handelt es sich um gebundenes Kapital – das manche Ruheständler am Lebensabend als Liquidität gut gebrauchen könnten", erläutert Imren.



Senioren, die in ihrer eigenen Immobilie wohnen und nicht über ausreichend Geldmittel verfügen, um beispielsweise eine alterstaugliche Renovierung zu realisieren, können durch die Immobilienverrentung ihr Zuhause entsprechend umbauen.



Der Bedarf am Thema sei laut Mesut Yikilmaz groß. Nicht zuletzt, da in Deutschland der demografische Wandel weit fortgeschritten sei. Aktuell gehöre mehr als jede vierte Person zur Generation 60 Plus und im Jahr 2050 soll es mehr als jede dritte Person sein.






Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.



Quelle: Biallo & Team GmbH
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Zinsen & Konditionenvergleiche

Tagesgeldvergleich

Entdecken Sie die besten Tagesgeld-Angebote (Zinssätze für Tagesgeld) und Tagesgeldkonditionen in- und ausländischer Banken mit reduzierter Anlagesicherheit.

Festgeldvergleich

Mit dem Festgeldvergleich finden Sie die attraktivsten Festgeldangebote diverser Banken für unterschiedliche Anlagezeiträume.

Sparbriefe

Entdecken Sie die Top-Anbieter für langfristige Geldanlagen und die passenden Sparbriefe, sortiert nach Art der Zinsverwendung.

Zum Vergleich für Tagesgeld,
Festgeld und Sparbriefe

Altersvorsorge & Krankenversicherungen

Nehmen Sie Ihre Altersvorsorge in die eigene Hand! Stocken Sie Ihre Rente und Krankenversicherung mit auf Ihre Bedürfnisse angepassten Angeboten auf.

Sofort Rente

Die private Sofortrente als ein Weg der privaten Altersvorsorge zahlt, unmittelbar nachdem der Kunde eine größere Summe eingezahlt hat, eine lebenslange Rente aus.

Rürup-Rente

Gut 1,3 Millionen Bundesbürger nutzen die Rürup-Rente zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Begünstigte profitieren von hohen Steuernachlässen während der Ansparphase.

Riester-Rente

Fonds-FinderDie Riester Rente ist eine privat finanzierte Rente mit staatlicher Zulage, die auf Walter Riester zurückgeht, den ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Bayerns Ministerpräsident Söder will Strafzinsen für Kleinsparer gesetzlich verbieten lassen. Die Banken sind nicht begeistert. Würde Sie das begeistern?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen