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INDEX-MONITOR: Kontinuität in großen Indizes im März - Nachrück-Problem im SDax

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Im März ist Kontinuität das Schlagwort für die großen Indizes Dax +0,27%, EuroStoxx 50 +0,31% und Stoxx Europe 50 +0,86%. Zugleich dürfte auch im MDax +0,27%, dem Index unterhalb des deutschen Leitindex, alles beim Alten bleiben.

Schwierigkeiten gibt es aber auf der Suche nach geeigneten Nachrückern für den SDax +0,14%. In dem nach Börsenwert und -umsatz kleinsten Index der Dax-Familie könnten nämlich bis zu sechs Wechsel anstehen. Doch es mangelt Index-Experten zufolge an qualifizierten Unternehmen, um die Lücken aufzufüllen.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 +0,42% Index, der die 600 größten Unternehmen Europas enthält, sind zudem laut JPMorgan +4,96% und der LBBW mit K+S +6,55% und Hella -1,04% zwei deutsche Unternehmen abstiegsgefährdet.

Die Deutsche Börse +2,34% nimmt die Dax-Familie am Mittwoch, 4. März, unter die Lupe und gibt etwaige Änderungen nach Börsenschluss bekannt. Die Index-Tochter Stoxx Ltd. überprüft ihre Indizes bereits früher, am letzten Handelstag im Februar. Sie informiert über auszutauschende Unternehmen daher bereits am Montagabend, 2. März. Umgesetzt werden alle etwaigen Änderungen aus diesen Überprüfungen zum Montag, 23. März.

Am Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres stehen in den Indizes überwiegend außerordentliche Überprüfungen an. Für potenzielle Aufsteiger werden dann strengere Maßstäbe angelegt, als dies zu den regulären Index-Anpassungen im September der Fall ist. Regulär werden dagegen nur der MDax und der SDax sowie der Stoxx 600 überprüft.

Der einzige MDax-Anwärter ist nach Ansicht der Analysten Uwe Streich von der LBBW und Tobias Adler vom Bankhaus Oddo Seydler Hellofresh +2,61%. Doch so stark ist der Kochboxen-Hersteller noch nicht, als dass er es aus eigener Kraft in den mittelgroßen Index der Dax-Familie schaffen könnte. "Für künftige Termine zur Index-Überprüfung sollte man Hellofresh aber im Auge behalten", sagt Adler.

Zugleich gibt es momentan kein MDax-Unternehmen, das die Verbleibekriterien nicht mehr erfüllt. Der Batterienhersteller Varta +0,24% als nach Börsenwert auf Streubesitz-Basis kleinstes Unternehmen ist aktuell mit 1,3 Milliarden Euro noch groß genug. Die Wohnimmobilien-Gesellschaft Grand City -1,07% ist gemessen am Börsenumsatz zwar der schwächste MDax-Wert, doch auch dieser ist immer noch ausreichend stark. "Alles in allem ist im März ein Wechsel im MDax unwahrscheinlich", resümiert Adler.

Im SDax indes gibt es mit dem UV-Technologie-Spezialisten Dr. Hönle +6,36% und der Heidelberger Druck -0,086% zwei Kandidaten, die den Regeln der Deutschen Börse zufolge wohl ausgetauscht werden müssen. Ebenfalls auf einem Entnahmeplatz befindet sich Experten zufolge SGL +3,60%. Darüber hinaus seien auch der Ingenieursdienstleister Bertrandt -0,94% und die Deutsche Beteiligungs AG -0,39% gefährdet. Doch welche Unternehmen sind qualifiziert genug, all diese zu ersetzen? Mit den jüngsten Aufnahmen von LPKF Laser +0,89% für TLG und Elmos Semiconductor -0,98% für Adler Real Estate +9,09% ist die Luft sehr dünn geworden.

Unisono rechnen Streich und Adler mit einer Rückkehr des Möbelhändlers Steinhoff +3,785% in den SDax. Fraglich sei, ob der erst 2018 an die Börse gegangene Bürovermieter Godewind +0,16% vor seiner Übernahme durch Covivo auch noch in den Index kommt. Das französische Immobilienunternehmen will Godewind komplett übernehmen und hat zur Absicherung der Transaktion bereits mit verschiedenen Aktionären Aktienkaufverträge abgeschlossen.

Für SGL könnten nach Ansicht von Adler womöglich entweder erneut Baywa +3,72%, Stratec +10,08% oder auch der Software-Anbieter SNP Schneider +5,55% in den SDax kommen. Diese müssten sich längerfristig dann behaupten. Daher bleibt es bis zuletzt auch ungewiss, ob letztgenannte womöglich Bertrandt, die Deutsche Beteiligungs AG oder beide ersetzen werden. Und die Luft wird dünner, denn weitere Übernahmen im SDax laufen bereits. Die nächsten Kandidaten, die bald ausscheiden könnten und für die dann Ersatz benötigt wird, sind RIB Software -0,70% und Isra Vision -0,08%. /ck/tih/fba

Von Claudia Müller, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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