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Infineon: Das sieht richtig gut aus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Chip-Produzent Infineon hat im abgelaufenen Schlussquartal sehr ordentliche Zahlen vorgelegt. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis konnten die eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen werden. Während die Erlöse zum Vorquartal um zwei Prozent auf 2,06 Milliarden Euro stiegen, lag das Plus im Jahresvergleich bei ein Prozent. Das Segmentergebnis ging im Quartalsvergleich um 2 Prozent und im Jahresvergleich um rund ein Fünftel auf 311 Millionen Euro zurück, die entsprechende Marge lag bei 15,1 Prozent.

Beim Umsatz profitierte der Halbleiter-Spezialist vom stärkeren US-Dollar und vor allem von saisonal bedingt höheren Erlösen in der PMM-Sparte, in der das Geschäft mit Chips für die Stromversorgung sowie mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets gebündelt ist. Während die Erlöse in den Sparten mit Chips für die Autoindustrie (ATV) sowie für die Industrie (IPC) jeweils leicht über dem Vorquartal lag, gingen sie im Geschäft mit Chips für digitale Sicherheitslösungen (DSS) zurück.

Unveränderte Dividende

Der Konzernüberschuss sackte im letzten Jahresviertel im Vergleich zum Vorquartal um 28 Prozent auf 161 Millionen Euro ab. Infineon begründete dies mit einem deutlich höheren Steueraufwand sowie mit einer erhöhten Risikovorsorge für mögliche Rechtsstreitigkeiten. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende in Höhe von 0,27 Euro je Aktie erhalten.

Wegen des weiter angespannten konjunkturellen Umfelds stellt sich der Chiphersteller Infineon auf eine herausfordernde erste Jahreshälfte ein. Obwohl der Halbleiter-Spezialist ein solides Schlussquartal ablieferte, gibt sich Konzernchef Reinhard Ploss mit Blick auf das neue Geschäftsjahr zurückhaltend. "Die weltweit schwache Automobil-Nachfrage spüren wir deutlich und erwarten vorerst keine Besserung", sagte der Manager bei der Vorlage der Jahresbilanz in Neubiberg bei München.

Weiteres Umsatzwachstum erwartet

Eine Erholung erwartet er nicht vor der zweiten Jahreshälfte. Ungeachtet dessen soll Infineon im Geschäftsjahr 2019/2020 (per 30. September) weiter wachsen. So erwartet der DAX-Konzern bei den Erlösen ein Plus von fünf Prozent (plus oder minus zwei Prozentpunkte) zum Vorjahr. Für das Segment Automotive soll das Umsatzwachstum leicht über dem Konzerndurchschnitt liegen.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 hatte das Konzernwachstum sechs Prozent erreicht. Die operative Marge (Segmentergebnis-Marge) soll in der Mitte der Umsatzspanne etwa 16 Prozent erreichen und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen (16,4 Prozent). Infineon peilt Investitionen von rund 1,3 Milliarden Euro an, darunter für den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten für die neue 300-Millimeter-Fertigung im österreichischen Villach. Dort erwartet Infineon den Produktionsstart zum Ende des Kalenderjahres 2021.

Für das bereits laufende, typischerweise schwache Auftaktquartal geht der Chiphersteller allerdings von einem deutlichen Umsatzrückgang von 7 Prozent (plus oder minus zwei Prozentpunkte) im Vergleich zum Vorquartal aus. Die Segmentergebnis-Marge erwartet der Konzern bei etwa 13 Prozent.

Aktie springt an die DAX-Spitze

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die zuvor schon gut gelaufenen Aktien von Infineon -0,18% schossen am Dienstag-Vormittag nach der Vorlage der Quartalszahlen um gut sieben Prozent auf 19,94 Euro in die Höhe und rangierten damit an der Spitze der Tagessieger im DAX.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Infineon nach den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 21 Euro belassen. Analyst Alexander Duval lobte den Halbleiter-Honzern für seine soliden Ergebnisse. Die Jahresziele für das kommende Geschäftsjahr 2020 lägen im Rahmen der Erwartungen, schrieb er in einer ersten Reaktion am Dienstag.

Die Infineon-Aktie hatte sich seit ihrem Jahrestief im Juni in der Spitze um fast 50 Prozent erholt. Nun dürfte das Jahreshoch aus April bei 21,50 Euro ins Visier genommen werden. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Infineon (in Euro)
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