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ING: EZB setzt bei QE künftig auf Unternehmens- und Bankanleihen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von ING im Falle einer Wiederaufnahme von Nettoanleihekäufen (QE - Quantitative Easing) verstärkt auf Unternehmens- und Bankanleihen setzen. Die Analysten Jeroen van den Broek und Carsten Brzeski schreiben in einem Kommentar zur Rede von EZB-Präsident Mario Draghi in Sintra: "Das Emissionslimit bei Unternehmensanleihen liegt bei 70 Prozent des ausstehenden Volumens, ausgeschöpft sind mit dem Ankauf von 178 Milliarden Euro bisher aber nur 25 Prozent des ankauffähigen Volumens." Hinzu kämen jährliche Neuemissionen von 150 Milliarden Euro.

Als ankauffähige Bankanleihen betrachte ING vorrangige Bankanleihen (preferred senior bank debt), da die EZB diese Papiere auch als Repo-Sicherheiten anerkennt. ING sieht hier ein ankauffähiges Volumen von 305 Milliarden Euro, zu dem ein von den EZB-Käufen angereiztes, höheres Neuemissionsvolumen von jährlich 100 Milliarden Euro kommen würde. Ein Nebeneffekt solcher Ankäufe wären günstigere Finanzierungskosten der Banken, merkt ING an. Hauptprofiteure wären französische, italienische und niederländische Institute.

Eine Ausweitung der Staatsanleihekäufe halten die ING-Experten für weniger wahrscheinlich. Brzeski sagte, das hier festgelegte Limit von 33 Prozent sei nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) "in Stein gemeißelt". Zudem werde die EZB wohl vermeiden wollen, die geplante niedrigere Sperrminorität in den Umschuldungsklauseln von Staatsanleihen (Collective Action Clauses) zu überschreiten.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/kla

END) Dow Jones Newswires

June 19, 2019 11:36 ET ( 15:36 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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