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Innogy kurz vor der Zerschlagung mit schlechteren Zahlen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)Das vor der Zerschlagung stehende Energieunternehmen Innogy hat im ersten Halbjahr deutliche Verluste eingefahren, hält aber an seinem Ausblick für 2019 fest. Die RWE-Tochter, die Eon im September schlucken will, legte ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) von 1,3 Milliarden Euro vor, wie der Essener Konzern am Freitag mitteilte. Das ist ein Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt leicht über den Erwartungen der Analysten. Das bereinigte Ergebnis schrumpfte um 26 Prozent auf 488 Millionen Euro. Marktbeobachter hatten 466 Millionen Euro erwartet.

Hauptursache für die Entwicklung war das schwache britische Geschäft. Dort hat die Regierung zum Jahresende eine Preisobergrenze für Strom- und Gastarife eingeführt, was der Innogy-Tochter NPower die Bilanz verhagelte. Im Laufe des Jahres sind dort 900 Stellen bedroht - ein Problem, das Eon nach der Transaktion erben wird. Auch der Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäfts wirkte sich für Innogy negativ aus.

Zwar ging das Ergebnis insgesamt gegenüber dem Vorjahr wie erwartet zurück, aber man muss sich die Zahlen im Detail ansehen", sagte Bernhard Günther, Finanzvorstand der Innogy SE. So sei das Ergebnis im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien wie erwartet gestiegen. Gründe dafür seien vor allem höhere Marktpreise und bessere Witterungsbedingungen gegenüber dem Vorjahr. Die mehr als 180.000 deutschen Neukunden, die Innogy seit Jahresbeginn hinzugewinnen konnte, hätten sich auch noch nicht in den Zahlen bemerkbar gemacht, so Günther.

Für das laufende Gesamtjahr rechnet der Essener Konzern weiterhin mit einem bereinigten EBIT von rund 2,3 Milliarden Euro und einem bereinigten Nettoergebnis von rund 850 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte Innogy operativ noch 2,6 Milliarden und bereinigt 1,03 Milliarden Euro verdient. Für die Dividende strebe Innogy weiter eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an, hieß es weiter.

Vor gut einem Jahr hatten die Innogy-Mutter RWE und Eon angekündigt, die 2016 gestartete Ökostrom-Tochter zu zerschlagen. Die Ökostromgeschäfte von Innogy und von Eon gehen an RWE, im Gegenzug übernimmt Eon das Vertriebs- und Netzgeschäft von Innogy. Die Europäische Kommission prüft den Deal noch. Eine Entscheidung wird für den 20. September erwartet.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

END) Dow Jones Newswires

August 09, 2019 01:00 ET ( 05:00 GMT)

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