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Interview Eyemaxx Real Estate AG

| Quelle: Deutsche Börse | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Eyemaxx Real Estate AG, ein Immobilienunternehmen mit langjährigem, erfolgreichem Track Record mit dem Fokus auf Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich, führt momentan eine Kapitalerhöhung durch. Das Unternehmen aus Aschaffenburg entwickelt schwerpunktmäßig aussichtsreiche Objekte, die überdurchschnittliche Renditepotenziale bieten. Erträge erzielt Eyemaxx Real Estate bisher vor allem durch die Entwicklung von Immobilienprojekten und durch die Vermietung ausgewählter Gewerbeimmobilien aus dem eigenen Bestand. Im Gespräch mit finanztreff.de erklärt Dr. Michael Müller, CEO der Eyemaxx Real Estate AG, wie er mithilfe der Einnahmen aus der Kapitalerhöhung das Unternehmen voranbringen will.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen kurz vor.
Die Eyemaxx Real Estate AG ist ein erfolgreicher börsennotierter Projektentwickler von modernem Wohnraum und Gewerbeimmobilien, schwerpunktmäßig in den stabilen und wachstumsstarken Märkten Deutschland und Österreich. Wir realisieren Wohnimmobilien sowie Hotels und Serviced-Apartments, Bürogebäude und komplette Stadtquartiere. Auch halten wir einen Bestand an vollvermieteten Gewerbeimmobilien.

Können Sie Ihre Strategie näher erläutern?
Wir entwickeln die Objekte und erzielen attraktive Entwicklerrenditen. Gleichzeitig sichern wir uns durch den Immobilienbestand einen stetigen Cashflow aus Mieteinnahmen. Wir balancieren somit unser Geschäftsmodell optimal aus. Bisher haben wir Projekte oftmals im Rahmen von Forward Sales verkauft, also in einem sehr frühen Projektstadium. Künftig wollen wir das umstellen und Projekte erst fertig entwickeln, bevor wir sie veräußern, um höhere Renditen zu erzielen. Auch ist es möglich, dass wir ausgewählte Immobilien nach Fertigstellung zunächst in den Bestand übernehmen, um diese bei vorhandenen Marktopportunitäten zu verkaufen. Gleichzeitig wollen wir unseren Bestand mit selbstentwickelten Immobilien weiter ausbauen.

Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt aus Ihrer Sicht im Moment?
Wir sehen nach wie vor sehr gute Marktopportunitäten in Deutschland und Österreich. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld sorgt dafür, dass die Nachfrage von Investoren nach renditestarken Alternativen zu Anleihen hoch ist. Davon profitieren wir natürlich als Projektentwickler, sondieren aber den Markt sehr sorgfältig, um ein attraktives Rendite-/Risikoverhältnis zu gewährleisten. Wachstumsstarke Immobiliensegmente, in denen wir bereits aktiv sind und die wir auch weiterhin für sehr aussichtsreich halten, sind neben Wohnimmobilien auch Büros und Hotels sowie Service-Apartments.

Wie positionieren Sie sich in diesem Umfeld?
Wir wollen auch den weiteren Schwerpunkt in der Projektentwicklung auf die stabilen Märkte Deutschland und Österreich legen und unsere gut gefüllte Projektpipeline von derzeit rund 900 Millionen Euro sukzessive umsetzen sowie neue Projekte starten. Die von uns entwickelten Projekte wollen wir dann vornehmlich erst nach Abschluss verkaufen. Auch die Bestandshaltung werden wir weiter stärken, um für höheren regelmäßigen Kapitalfluss zu sorgen. Im Moment erzielen wir durch die Vermietung von Gewerbeimmobilien etwa drei Millionen Euro jährlich. Allein durch unser Projekt Atrium in Bamberg, das wir momentan umfassend revitalisieren und nach Fertigstellung in den Bestand übernehmen wollen, wird sich dieser Wert bald verdoppeln.

Das klingt nach einer Steigerung der Investitionen. Wie wollen Sie das finanzieren?
Zum einen verfügen wir über eine starke Innenfinanzierungskraft durch das erfolgreiche Projektentwicklungsgeschäft kombiniert mit der Bestandshaltung. Zum anderen haben wir zusätzlich unsere Kapitalbasis in den vergangenen Monaten gestärkt. Insgesamt haben wir dadurch bereits mehr Handlungsspielraum gewonnen. Durch die Kapitalerhöhung in den kommenden Tagen wird sich das noch einmal verbessern, so dass wir vorhandene Marktopportunitäten noch flexibler nutzen können.

Wofür sollen die Mittel aus der Kapitalerhöhung verwendet werden?
Durch die Mittel aus der Kapitalerhöhung schaffen wir uns den finanziellen Freiraum, um Immobilien, die wir entwickeln, nicht schon vor der Fertigstellung als Forward Sales zu verkaufen. Das ist langfristig lukrativer und damit strategisch ein wichtiger Fortschritt, von dem letztlich auch unsere Aktionäre profitieren werden. Darüber hinaus wollen wir die Mittel für den Ausbau unseres Bestandsportfolios verwenden.

Wie läuft die aktuelle Kapitalerhöhung ab?
Insgesamt sollen bis zu 880.000 neue Aktien ausgegeben werden. Diese Aktien werden zunächst Aktionären der Eyemaxx Real Estate AG zum Bezug angeboten. Innerhalb der Bezugsfrist vom 20.02.2020 bis zum 04.03.2020 können die Aktionäre die neuen Aktien im Verhältnis 6:1 zum Bezugspreis von neun Euro je Aktie mittelbar beziehen. Die Bezugsrechte werden vom 24.02.2020 bis einschließlich 02.03.2020 an der Frankfurter Wertpapierbörse handelbar sein. Die Aktien, die nicht im Rahmen des Bezugsangebots gezeichnet wurden, werden institutionellen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung am 05.03.2020 und privaten Investoren im Rahmen des öffentlichen Angebots über die Zeichnungsfunktionalität „DirectPlace“ der Deutsche Börse AG vom 25.02.2020 bis zum 05.03.2020 zu einem mindestens dem Bezugspreis entsprechenden Preis zum Kauf angeboten.

Warum sollten Anleger die Aktie zeichnen?
Anleger haben die Chance, sich zu einem sehr spannenden Zeitpunkt an unserem Unternehmen zu beteiligen und so als Aktionäre von der dynamischen Immobilienentwicklung in Deutschland und Österreich sowie von Wertsteigerungen zu profitieren. Wer die Aktien jetzt zeichnet, begleitet uns bei unserem weiteren Wachstumsweg und trägt mit seiner Investition gleichzeitig dazu bei, dass wir den finanziellen Freiraum gewinnen, den wir uns wünschen. Weiterer Vorteil: Die neuen Aktien sind bereits rückwirkend ab 1.11.2018 gewinnberechtigt, und Eyemaxx verfolgt eine nachhaltige Dividendenpolitik. Ich habe bereits angekündigt, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr erhöhen zu wollen und der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. In den vergangenen Jahren haben wir 0,20 Euro je Aktie ausgeschüttet.

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