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Interview FCR Immobilien AG zur Kapitalerhöhung

| Quelle: Deutsche Börse | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die FCR Immobilien AG, ein auf Einkaufs- und Fachmarktzentren in Deutschland spezialisierter Immobilieninvestor, startete am 19. Februar die geplante Kapitalerhöhung. Es ist der nächste Schritt nach dem Börsengang des Unternehmens im November vergangenen Jahres.

Das Unternehmen aus München investiert schwerpunktmäßig in Objekte an aussichtsreichen Sekundärstandorten, die überdurchschnittliche Renditepotenziale bieten. Erträge erzielt FCR durch Vermietung und erfolgreiche Wiederveräußerung optimierter Bestandsobjekte.

Zu den Mietern gehören Unternehmen wie EDEKA, Netto, ROSSMANN, OBI, REWE und ALDI. Im Gespräch mit finanztreff.de erklärt Falk Raudies, Vorstand und Gründer der FCR Immobilien AG, die Positionierung und die Strategie seines Unternehmens.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen kurz vor.

Die FCR Immobilien AG ist im Gewerbeimmobilienmarkt tätig und hat sich auf Einkaufs- und Fachmarktzentren fokussiert. Wir haben uns dabei auf aussichtsreiche Sekundärlagen spezialisiert. Die Objekte sind meist schon lange am Standort etabliert und weisen höhere Renditen auf als an Primärstandorten erzielt werden. Wir sind dabei bundesweit aktiv und wachsen seit Jahren profitabel und dynamisch.

Können Sie Ihre Strategie näher erläutern?

Das Geschäftsmodell fußt auf drei Säulen: einem günstigen Einkauf der Immobilien, der Aufwertung mittels gezielter Asset-Management-Maßnahmen sowie der anschließenden Veräußerung optimierter Immobilien. Neben den stetigen Mieteinnahmen spielen daher auch die Verkäufe von Objekten eine wichtige Rolle. Wir setzen unser Know-how und unsere Immobilienexpertise aber auch ein, um gelegentlich in weitere Immobilienmärkte zu investieren, wenn wir interessante Objekte sehen. Hier zu nennen sind zum Beispiel der Hotelbereich oder Studentenwohnungen.

Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt aus Ihrer Sicht im Moment?

Fundamental gesehen entwickelt sich der deutsche Immobilienmarkt hinsichtlich nahezu aller Nutzungsarten weiterhin positiv. Das anhaltend äußerst niedrige Zinsumfeld ermöglicht den Unternehmen unverändert gute Wachstumsmöglichkeiten.

Wo sehen Sie besondere Chancen?

Wir sehen vor allem in unserem Marktsegment, den Einkaufs- und Fachmarktzentren in aussichtsreichen Sekundärlagen, weiterhin deutliche Chancen, die wir nutzen können. Wir sind der Auffassung, dass solche Sekundärstandorte nicht so stark von Konjunkturzyklen abhängig sind wie die klassischen Primärlagen. Daher sehen wir in unserem Markt langfristig eine stabilere Miet- und Wertentwicklung.

Wie ist FCR in diesem doch sehr anspruchsvollen Umfeld im Markt positioniert?

Wir befinden uns seit Jahren auf einem sehr profitablen Wachstumskurs. Allein im vergangenen Jahr haben wir 30 Objekte angekauft und neun Immobilien erfolgreich wieder verkauft. Wir grenzen uns zu unseren Wettbewerbern neben der hohen Ankaufsdynamik also auch dahingehend ab, dass wir Objekte nicht nur im Bestand halten, sondern eben auch gewinnbringend veräußern. Wir haben zwei Einnahmequellen: stetige Mieteinnahmen und Gewinne aus den Verkäufen. Was uns zudem auszeichnet ist die Schnelligkeit, mit der wir Objekte aufgrund der eingespielten Strukturen und unserer Finanzsituation ankaufen können.

Wie hoch war die Gewinnmarge in der Vergangenheit?

Wir wachsen seit Jahren ausgesprochen dynamisch. 2018 ist es uns gelungen, den Marktwert des Immobilienportfolios auf über 250 Millionen Euro zu steigern. Umsatz und Ergebnisse wie das EBITDA sollen sich dabei verdoppeln. Unser Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll dabei auf 9,9 Millionen Euro anwachsen, nach 4,9 Millionen Euro im Jahr 2017. Bei den neun verkauften Objekten 2018 lag die Rendite bei über 30 Prozent und das bei einer Haltedauer von 17 Monaten. Die IST-Nettomietrendite unseres Immobilienbestandes beläuft sich auf 9,8 Prozent. Wir kombinieren also gute Bestandsrenditen mit attraktiven Verkaufserlösen.

Wofür sollen die Mittel aus der Kapitalerhöhung verwendet werden?

Mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung planen wir, weitere Immobilien anzukaufen. Die Pipeline dafür ist jedenfalls sehr gut gefüllt.

Welche Vorteile sehen Sie gegenüber der Ausgabe einer neuen Anleihe?

Die jetzige Kapitalerhöhung muss man als Bestandteil unseres dreistufigen Börsengangs sehen. Wir haben im Sommer eine Kapitalmaßnahme durchgeführt, um den Freefloat auf über 20 Prozent zu erhöhen. Das ist eine Voraussetzung für die Notierungsaufnahme im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse. Im November folgte dann das Listing. Vom Scale und den Pflichten zu einer transparenten Kommunikation sind wir sehr überzeugt, da wir uns auch schon in der Vergangenheit zu einer umfassenden und offenen Kommunikation mit dem Kapitalmarkt bekannt haben. Die jetzige Kapitalerhöhung mit einem öffentlichen Angebot vom 19. Februar bis zum 6. März, so dass jeder Interessierte die Aktie (ISIN DE000A2TSSV4, WKN A2TSSV) über das Zeichnungstool DirectPlace der Deutschen Börse kaufen kann, dient in erster Linie noch einmal dazu, den Streubesitz zu erhöhen und die Aktionärsbasis zu stärken.

Warum sollten Anleger die Aktie zeichnen?

Anleger haben die Chance, an unserem Erfolg teilzuhaben. Daher sind die neuen Aktien auch schon ab 2018 dividendenberechtigt und damit quasi mit den bestehenden Aktien gleichgestellt. Den Bezugspreis finde ich mit 17,50 Euro sehr attraktiv, da zum Beispiel eine externe Analystenstudie von SMC Research unsere Aktie mit einem Kursziel von 27,30 Euro bewertet. Und auch unser NAV lag nach unseren Berechnungen zum Jahresende 2018 bei 21,16 Euro. Der Ausgabepreis der neuen Aktien von 17,50 Euro liegt also sehr deutlich unter diesen Werten.

Welchen Ausblick können Sie uns insgesamt für die Weiterentwicklung des Unternehmens geben?

Ich bin rechtlich durch den Prospekt natürlich eingeschränkt, was Prognosen angeht. Insgesamt kann ich aber sagen, dass wir unsere Stellung weiterhin erfolgreich am Markt ausbauen wollen und entsprechend profitabel wachsen möchten. Das Immobilienportfolio mittel- bis langfristig auf über eine Milliarde Euro auszubauen, das ist unser Ziel.

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